Als Erwachsene neue Freunde finden? 5 Tipps, wie das ein bisschen einfacher wird

Mit der Anzahl an Lebensjahren werden die Freundschaften immer weniger - so scheint es. Und neue Herzensmenschen zu finden, gestaltet sich für viele von uns oft schwierig. Aber keine Sorge: Wir haben ein wenig Hilfe zusammengestellt.

Nach der Uni oder dem ersten Job oder nach dem Kinderkriegen (und der damit einhergehenden Alltagsblase, in der die Sprechstundenhilfe bei der Kinderärztin deine beste Freundin ist) werden die Möglichkeiten, neue, echte Freundschaften zu schließen, immer weniger. Wie finden wir also auch mit Ende 20, Mitte 30 oder später jene Personen, die zu neuen, besten Herzensmenschen werden können? Auf die Wissenschaft ist auch diesmal Verlass.

Frauen Freundinnen erwachsen

Sei ein Trampolin und kein Gefäß

Mit dem Verweis auf eine Studie, die im Journal of Experimental Social Psychology veröffentlich wurde, merkt Eric Barker, Autor von Selbsthilfe-Büchern, an, dass "sympathisch gefunden werden genauso einfach ist wie Leuten zuzuhören und ihnen Fragen zu stellen". Wie wird man also eine bessere Zuhörerin? Die Forscher Jack Zenger und Joseph Folkman erklären, dass es beim Zuhören nicht ausreicht, hin und wieder wortlos zu nicken: "Im Gegenteil, Menschen nehmen jene als gute ZuhörerInnen war, die immer wieder interessiert und relevant nachfragen."
Anstatt dich selbst also als Azu betrachten, versuch es mit einem Trampolin als Metapher: Du bietest nicht nur Unterstützung, du gibst auch Energie und Sprungkraft zurück. Jawohl, du hast also die Erlaubnis, deine neue Freundin zu unterbrechen - so lange das, was du sagst, zeigt, dass du ehrlich an dem interessiert bist, was dein Gegenüber dir erzählt.

Wenn du Unterstützung anbietest, mein es ernst

Egal, ob es um eine Herausforderung im Job oder im Privatleben geht, die dem Menschen Sorge oder sogar Angst bereitet, vermeide Pseudo-Support in Form von Platitüden wie "Du schaffst das schon" oder "Geh, das wird schon alles werden". Echte Hilfe sieht anders aus, etwa so: "Hey, du hast dich wirklich gut vorbereitet. Du weißt, was du bei der Präsentation morgen sagen willst, also bin ich mir sicher, dass du das auch gut rüberbringen wirst." Das bringt euch einander nicht nur näher, sondern lässt dein Gegenüber sich auch wirklich gut aufgehoben und unterstützt fühlen.

"Sharing is caring" - also übertreib es ruhig mal

Eine Studie der Universität in Illinois, USA, hat bestätigt, was jede, die instinktiv sehr viel von sich mitteilt, bereits geahnt hat: Wir mögen Menschen ein gutes Eutzerl mehr, wenn sie sich uns gegenüber wirklich öffnen. "Es wurden positive Assoziationen zwischen Offenheit bei sich selbst und individuellen Charakteristiken wie Selbstbewusstsein, Stärke in Beziehungen und sozialer Annahme festgestellt", erklären die ForscherInnen. Dr. Susan Krauss Whitbourne weiß, warum Oversharing funktioniert: "Man nimmt automatisch an, dass Menschen, die sich jemandem gegenüber öffnen, diese Person ernsthaft mögen und ihr vertrauen."

Investiere in lockere Bekanntschaften

Mach dich beim Small Talk am Kaffeeautomaten nicht gleich aus dem Staub! Vielleicht ist auch die Plaudertasche, die du jeden morgen in der Bim triffst, bald eine neue Freundin. "Auch die Interaktion mit Menschen, mit denen uns nur lose soziale Beziehungen verbinden, haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden", erklärt eine Studie aus dem Personality und Social Psychology Bulletin.

Lass deine Zombies auferstehen

Eine Studie aus Organization Sciencewiederum hat folgendes herausgefunden: "Schlafende Beziehungen wiederzubeleben, kann sich besonders auszahlen. FreundInnen, die sich nach langer Zeit wieder intensiver begegnen, können schnell die alte Vertrautheit aufbauen. Gleichzeitig bieten sie schöne Möglichkeiten für neue gemeinsame Erlebnisse." Ein Mix aus Verbundenheit und Neugierde also, der bestimmt nicht langweilig wird.

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