Alpha-Frauen

Michaela Aigner

Bei ihrem ersten Versuch stopfte Michaela Aigner ein paar Pflanzen in ein leeres Marmeladeglas, goss Wasser über sie und stellte das Gemisch in die Sonne. „Damals war ich sechs Jahre alt“, erinnert sich Aigner. „Ich wollte schon immer wissen, wie etwas funktioniert.“ Momentan dröselt die Chemikerin RNA (Ribonukleinsäure) auf – „das ist so etwas Ähnliches wie DNA“ – und möchte einmal an der Entwicklung eines Medikaments beteiligt sein. „Dafür braucht’s auch Glück. Man muss im Durchschnitt 10.000 neue Verbindungen synthetisieren, bevor man was Neues (er)findet.“


Claudia Wascher, 27 - Verhaltensbiologin, Universität Wien

Ihr Vater wünscht ihr „einen schönen Urlaub“, wenn sie sich wieder ins oberösterreichische Grünau vertschüsst und es Tag und Nacht nur um eines geht: Krähen. An der Konrad Lorenz Forschungsstelle lebt Wascher Tür an Tür mit „ ihren Viechern“, wie sie sagt. Mit dem ersten Sonnenstrahl steht sie auf und untersucht die Verhaltensweisen der Vögel. In Sozialprotokollen hält sie fest, welche Krähen sich untereinander helfen und welche einen auf Einzelgänger machen. „Es ist wie beim Menschen“, so Claudia Wascher. „Krähen werden auch sauer, wenn man sie ungleich behandelt.“

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