Alles im Öl

Nix mit Nulldiät. fetter ist viel netter! Zumindest wenn es um unsere Hautpflege geht. Gerade im Winter sollte man auf Light-Produkte verzichten und ordentlich Öl tanken.

1. Warum ist ölig richtig gut?
Kalorien zählen tut im Winter nicht not! Draußen ist es kalt, die Luftfeuchtigkeit nimmt ab, unsere Haut gibt Feuchtigkeit an die Umgebung ab und ab ca. 8 °C produzieren die Talgdrüsen kein Fett mehr. So trocknet die Haut aus, beginnt zu jucken und zu schuppen. Auch tägliches Haarewaschen kann in Kombi mit Heizung und Kälte diese Symptome hervorrufen. Reichhaltige Pflegeprodukte schaffen Abhilfe. Öl umhüllt die Haut mit einem samtigen Schutzfilm. Diese Hülle bindet die Feuchtigkeit, die Haut wird so vor dem Austrocknen beschützt. miss-Tipp: vor dem Einölen in der Dusche peelen! Durch die Wärme und das Abreiben der Schüppchen wird das Öl besser aufgenommen.

2. Macht Öl fettig?
Nein! Pflegeöle hinterlassen keinen Fettfilm auf der Haut, sondern ziehen rasch ein. Es gibt fette und trockene Öle. Fette Öle sind pflanzliche Basisöle, die wertvolle Inhaltsstoffe des Gewächses enthalten – sogenannte Trägeröle. Ätherische Öle sind trockene Öle, weil sich diese – mit den Trägerölen gemischt – bei Wärme verflüchtigen und keine Flecken hinterlassen.

3. Warum ist „light“ im Winter böse?
Leichte Feuchtigkeitsfluide enthalten viel Wasser und können bei Minusgraden direkt auf der Haut gefrieren. Das tut der Haut alles andere als gut!

4. Welches Öl wofür?
AVOCADOÖL: extrem reichhaltig, für Gesicht, Dekolleté und splissanfälliges Haar optimal. Der hohe Vitamin- E-Anteil hilft der Hautregeneration. SESAMÖL: reich an Linolsäure, beruhigt, glättet, strafft. Für normale, fettige Haut und bei Haarproblemen. Beliebt bei Ayurveda-Anwendungen. miss-Tipp: Einschlaf-Sorgen? Zwei EL Sesamöl ins Wasserbad geben, Füße massieren, kuschelige Socken anziehen. MANDELÖL: reich an Eiweiß, gut bei empfindlicher Haut, für raue Stellen. Sanfter Eigengeruch, zieht leicht ein, das perfekte Massageöl! JOJOBAÖL: optimiert die Rückfettung der Haut, für alle Hauttypen geeignet. Gibt als Haarkur strapaziertem Haar neuen Glanz. OLIVENÖL: vitaminreich, spendet viel Feuchtigkeit. Besitzt hautstraffende, entzündungshemmende Wirkung, für jede Körperzone geeignet. TRAUBENKERNÖL: äußerst leichtes Öl, wird sofort aufgenommen, hinterlässt einen glänzenden Schimmer, duftet zart. WEIZENKEIMÖL: Vitamin-E-reich. Gut bei der Pflege reifer Haut. DIE KOSTBARSTEN ÖLE: Arganöl aus Marokko: 1 l für ca. € 150, und Jasminöl aus Grasse (F): 1 l für ca. € 3.000!

5. Was tun bei Trockenzonen?
Diese Körperstellen besitzen eine dickere Haut, werden außerdem besonders beansprucht. Daher sollten Sie Ihre Problemzonen ruhig zweimal täglich mit einer schönen Ölmassage verwöhnen. Abends ruhig mehr auftragen. miss-Tipp: Gegen raue, kalte Füße hilft ein Milch-Öl-Bad! 1 EL Lieblingsöl ins Milchwasser geben und entspannen!

6. Unreine Haut und Öl, geht das?
Ja! Natürliche Öle verstopfen dank der feinen Struktur keine Poren und melden den Talgdrüsen, dass genug Fett da ist. Diese fahren dann ihre Produktion zurück und eine Besserung des Hautbildes kann eintreten.

7. Öl hält frisch?
Tatsächlich! Denn das goldige Pflegemittel ist ein wahrer Jungbrunnen. Vor allem jene, die reich an Vitamin E sind!

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