Alleinerziehende Mütter und Abtreibung schuld an Amokläufen?

Bobby Jindal rechnet mit dem Moralverfall der Gesellschaft ab, ist jedoch strikt gegen strengere Waffengesetze.

Bobby Jindal ist Gouverneur von Louisiana und geht ins Rennen um den Platz als republikanischer Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2016. Während Donald Trump wöchentlich medienwirksame Sager fallen lässt, kämpft der Politiker noch um Relevanz und macht in einem Blogpost in alter Republikaner-Manier erst mal den moralischen Verfall des Landes dafür verantwortlich, dass es alle paar Monate zu einem Amoklauf in den USA kommt.

Mehr Waffen sind gut für das Land

Liberale Demokraten wie Hillary Clinton und Barack Obama hingegen kämpfen seit Jahren für strengere Kontrolle was die Ausgabe von Waffen betrifft. Das sieht Jindal als Freiheitseingriff Verstoß gegen die Verfassung. In Anbetracht der mächtigen Waffenlobby in den USA ist es ohnehin schwierig, die Gesetze zu verschärfen, und das kommt Jindal nur recht.

Abtreibungen führen zu Amokläufen

Seiner Meinung nach fehlt in der Diskussion ein moralischer Standpunkt: Warum gehen diese Leute überhaupt in Klassenräume und schießen auf Leute? Klar, zerstörte Familien und fehlende starke Vaterfiguren. Und weil diesen jungen Männern allen starke männliche Vorbilder fehlen, werden sie keine guten Menschen und schießen auf Fremde. Abtreibung ist eine weitere Ausprägung des Moralverfalls. Da die jungen Menschen lernen, dass menschliches Leben keinen Wert hat, schießen sie in den Schulen nur so los. Weiters dämonisiert er gewaltverherrlichende Popkultur. Videospiele hätten seiner Ansicht nach einen größeren Einfluss auf das gewalttätige Verhalten von Menschen, als die Verfügbarkeit von Waffen, die in jedem Fall erhalten bleiben soll.

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