Alicia Keys über Mut

Sie hat ihr ganzes Leben gebraucht, um sich selbst zu akzeptieren. Das hat Alicia Keys nun in einem emotionalen Essay zugegeben.

„So lange ich mich erinnern kann, habe ich mich immer versteckt.“ Mit diesen Worten beginnt Alicia Keys den Text, den sie gestern auf ihrer Webseite veröffentlicht hat. Wenn selbst jemand, der so viel Erfolg und Bestätigung bekommt, sich so unsicher fühlt, lässt das viel über den Rest der Welt vermuten. Angefangen hat sie damit schon als Kind, als Lehrer sie aufgrund ihrer Begabung leicht bevorzugt haben und sie den Ärger der Mitschüler zu spüren bekam. Das Resultat war, sich immer mehr zurückzuziehen, und nichts von sich Preis zu geben.

Die Straßen, oder besser gesagt, die Männer New Yorks haben sie noch mehr zum Verstecken gebracht: Die gierigen Blicke haben ihr Angst gemacht, und so tat sie alles um nicht aufzufallen, zog immer nur weite Hosen, bockige Schuhe an und trug nie Make-Up. Als sie berühmt wurde, brachten sie die Umstände dazu, immer weniger von sich Preis zu geben.

Bis vor kurzem dachte sie sich jeden Morgen: Was kann ich anziehen, um möglichst wenig aufzufallen? Bis sie aufwachte:

"Wieso bin ich diese Person, die ich nicht sein will?

Ich darf intelligent sein.

Ich darf schön sein.

Ich darf radikal sein und eine starke Meinung haben, die nicht allen gefällt.

Ich darf taff sein.

Ich darf sexy sein.“

Den ganzen Text können Sie hier lesen, aber Alicia Keys Text zeigt, wie viele Berühmtheiten mit denselben Schwächen zu kämpfen haben, wie wir alle. Wer hätte gedacht, dass jemand der so starke und ermächtigende Songs schreibt und so viel Bestätigung bekommt, solche Unsicherheiten in sich trägt? So viele Menschen fühlen sich nicht wohl damit, sie selbst zu sein. Aber es liegt an uns zu sagen: Ich muss mich nicht anpassen. Ich kann jeden Tag genau so sein, wie ich möchte. Immerhin haben wir nur ein Leben, das wir genießen können.

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