Aktrice mit Stil

Schauplatz Lincoln Center, New York. Catherine Deneuve wurde mit dem diesjährigen Chaplin-Preis geehrt. Eine Auszeichnung, die bereits Schauspielerkollegin Elizabeth Taylor und Regisseur Alfred Hitchcock zuteil wurde. Grund genug um das Modegespür der Kult-Aktrice ins Visier zu nehmen.

Ihr Leben:
Sie war blond und besaß Charakter. Selbst heute noch, mit 68 Jahren, zählt die Französin Catherine Deneuve zur Elite der Film- und Kinowelt. Mit 18 Jahren begann ihre Karriere. Und was die wenigsten wissen: mit brünettem Haar. Ganz nach dem Motto - once you go blonde, you never go back - wurde ihre helle Mähne ab den 1960ern zu ihrem Markenzeichen. Aber nicht nur die Haare und ihr Ausnahme-Talent machten aus ihr eine Stilikone.

Im Jahr 1964 feierte sie ihren Durchbruch in dem Musical „Les Parapluies de Cherbourg" von Jacques Demy als Schauspielerin. Kurz darauf folgte auch ihr erster Modeerfolg: Bei den Filmfestspielen in Cannes, 1966, trug sie ein paillettenbesetztes Cocktailkleid. Dazu eine süße Masche, die ihr Haar im Zaum hielt. Ein Platz auf der Best-Dressed-Liste war ihr sicher. Der Filmklassiker „Belle de Jour", der 1967 in die Kinos kam, tat diesem Image nichts ab. Der Look des Out-of-Bed-Hairs war geboren und sie das mustergültige Beispiel dazu.

Catherine Deneuve mit Designer und Freund Yves Saint Laurent

Dazu kam, dass neben ihren zahlreichen Liebhabern, fortan ein Mann an ihrer Seite war. Der Designer der Stunde, Yves Saint Laurent. Er wurde zu ihrem wichtigsten Stil-Begleiter und zu einem engen Freund. Für sie designte er die Outfits für Filme wie „La Chamade" (1968), „Mississippi Mermaid" (1969) sowie für „Liza" (1972).


Nach Arbeiten wie „Der Chef" mit Alain Delon glänzte Deneuve 1980 in „Die Letzte Metro". Eine ihrer besten Rollen, die ihr endgültig zum internationalen Durchbruch verhalf. 1991 wurde sie schließlich für ihre Leistung in „Indochine" für den Oscar nominiert. Im Jahr 2005 wurde sie mit der Ehrenpalme in Cannes für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, was sie aber nicht davon abhielt weiter zu drehen. Es folgten Filme wie „Das Schmuckstück" (2010) und letztes Jahr war sie in „Les Bien-aimés" zu sehen.

Ihr Stil:
Catherine Deneuve verkörpert den französischen Chic bis ins kleinste Detail. Anders als in ihren Filmen, wo sie in verschiedenste Charakter-Rollen schlüpfte, setzte sie privat auf dezente und reduzierte Outfits. In der Freizeit kombinierte sie standesgemäß zur 7/8-Hose und Ballerinas fein gestrickte Rollkragenpullover.

Ihr Haar ließ sie offen oder trug es zum Halbzopf gebunden. Auch am roten Teppich glänzte sie mit wenig. Raffiniert kombiniert, zeigte sie den Facettenreichtum des kleinen Schwarzen. Jede erdenkliche Form wurde von ihr in Szene gesetzt: beginnend beim klassischen Etuikleid mit Rundhalsausschnitt bis hin zu fließenden Varianten mit Wasserfallausschnitt.

Aber sie trug auch A-Linien-Dresses mit weißen Bubikrägen sowie schlichte Wickelkleider - alle samt mit einer Nonchalance wie sie nur Französinnen obliegt. Doch das Highlight jedes Looks war und ist ihr Ohrschmuck. In den schönsten Farben des Regenbogens sorgen die meist mittellangen Schmuckstücke mit Charakter für den farblichen Tupfer. Besonders gerne wählte sie smaragdgrüne Preziosen - die perfekte Synergie aus klassischer Eleganz und Blickfang-Qualität mit der Deneuve so gerne spielt.

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