Afghanische Sesamstraße bekommt feministische Puppe

In der 5. Staffel der afghanischen Sesamstraße Baghch-E-Simsim kommt erstmals eine eigene afghanische Puppe vor: Die 6-jährige Zari.

Seit November 2011 gibt es einen afghanischen Ableger der allseits beliebten Sesamstraße. Laut Eigenaussage von Sesame Workshop ist Baghch-E-Simsim die mit Abstand beliebteste Kinderserie Afghanistans. Sie hat "mehr dafür getan, zu bilden und unterhalten, als jedes andere Kinderprogramm in Afghanistan", so Saad Mohseni von der MOBY GROUP, die das dortige Fernsehen entscheidend prägt.

Selbstbewusstes, neugieriges Mädchen

Umso wichtiger also, dass jetzt eine neue Puppe ins Spiel kommt: Zari, deren Namen auf Deutsch etwa "schimmernd" bedeutet, ist eine Sechsjährige mit bunten Haaren und Kopftuch. Sie stellt ein "selbstbewusstes, neugieriges und süßes" Mädchen dar. Die Themen, die sie behandeln wird: Emotionale und körperliche Gesundheit, Emanzipation von Mädchen, und verschiedenste Erklärbeiträge. Mit der Einführung des neuen Charakters sollen Mädchen und Buben etwas über Emanzipation und Vielfalt lernen. "Wir wollen allen Kindern in Afghanistan helfen, klüger, stärker und freundlicher zu werden.", sagt Sherrie Westin vom Sesame Workshop.

Die 25-minütigen Folgen sind eine Kombination aus synchronisierten Serienteilen anderer Sesamstraßen-Ableger (z.B. aus Mexiko, Ägypten oder Bangladesch), und lokal produzierten Beiträgen über afghanische Traditionen, Kultur, und andere Aspekte des Lebens in Afghanistan.

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