Achtung!

Himmelsbotschaften im Landeanflug auf den Alltag. Post vom Schicksal – und wie man damit umgehen könnte ...

Himmelsbotschaften im Landeanflug auf den Alltag. Post vom Schicksal – und wie man damit umgehen könnte ... Ein Selbstversuch von Redakteurin Catherine Gottwald.

Antennen ausgerichet, Luft gereinigt, die Sinne geschärft: Jetzt könnte es jederzeit losgehen. Was, fragen Sie? Kosmische News natürlich. Ich warte auf eine Botschaft vom Schicksal! Seit Wendy (Brooke Shields) in der TV-Serie Lipstick Jungle - offensichtlich von einer höheren Energie - erwählt und mit derlei überirdischen Nachrichten gesegnet wurde, könnte es wohl auch bei mir jederzeit soweit sein. Allerdings begegne ich dieser plötzlichen Wendung in Wendys Leben genauso skeptisch wie ihre TV-Freundinnen Nico (Kim Raver) und Victory (Lindsay Price). Aus der vielbeschäftigten Karrierefrau Wendy wird plötzlich eine unterbeschäftigte Mutter und Hausfrau, die “die Botschaft annimmt, die ihr das Schicksal gesandt hätte“. Die Gründe für diesen Wandel sind allerdings irdischer Natur. Wendy hat einen Versicherungsbetrug begangen und wurde gefeuert.

Vom Schicksal reingelegt

Was nun kommt, war vorhersehbar: Wendy ist als frustrierte Übermutti eine Niete. Die Teenagertochter ist genervt, das Ehemann plötzlich abwesend und das Söhnchen Opfer ehrgeizigen Dauercoachings. Zu allem Überfluss lässt sich Wendy auch noch auf ein Techtelmechtel mit einem ebenfalls zu Kinderbetreuung und Haushaltsführung verdonnertem Vater ein. Hat die höhere Macht das wirklich gewollt?

Botschaft angekommen – Schicksal in die Hand genommen

Aber es dauert nicht lang, bis Wendy sich auf ihre Wurzeln besinnt und ihr Geschick wieder selbst steuert. Hausverstand statt Haushalt. Business statt Botschaft. Auch bei mir hat es inzwischen NICHT geklingelt. Nicht einmal das Heidi-Klum-Double von meiner fröhlichen Postbotin wollte rein.

Da halte ich es mit Woody Allen:

“Ich bin wirklich erleichtert, dass sich das Universum endlich erklären lässt. Ich dachte schon, das Problem läge bei mir.“




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