Abnehmen mit dem Bauchhirn

Werner Tiki Küstenmacher, Autor von „Simplify Your Life“ gibt in seinem neuen Buch „Limbi – Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn“ Tipps, wie Sie Gewicht verlieren, ohne sich zu quälen. Der Clou dabei: Er erklärt, wie Sie Ihr emotionales Empfinden in punkto Nahrung überlisten.

Tipp Nummer 1: Süße reduzieren

Gewöhnen Sie Ihr limbisches System, also den Sitz von Emotionen und Triebverhalten im Gehirn, daran, dass die Nahrung weniger süß ist. Dazu reicht es schon eine Woche auf alles Süße zu verzichten und danach die süßen Lebensmittel zu reduzieren, denn nach einer kurzen Abstinenz wird sich dieses auch mit weniger zufrieden geben. Vorsicht: Süßstoff signalisiert dem Hirn, dass gleich Energie kommt, die aber nicht folgt. Darauf hin meldet das Hirn erst recht „Hunger“.

Tipp Nummer 2: Verändern Sie Ihr Naschverhalten

Verbieten Sie sich Naschen auf keinen Fall, denn sonst wird das Hirn erst recht nach Knabbereien und Süßigkeiten verlangen. Stattdessen ist reduzieren und umpolenangesagt. Einige Stückchen Schokolade nach dem Essen schaden nicht, zum Naschen zwischen den Mahlzeiten eignen sich hingegen Karotten und Äpfel einfach besser.

Tipp Nummer 3: Kohlenhydrate reduzieren

Wer im Restaurant gerne ein Schnitzel bestellt, der darf dies auch weiterhin machen. Allerdings sollte dann auf kohlenhydratreiche Beilage wie Kartoffeln oder Pommes besser verzichtet werden und stattdessen Salat und Gemüse konsumiert werden.

Tipp Nummer 4: Lassen Sie beim Einkaufen Vernunft walten

Gehen Sie nie hungrig einkaufen und kaufen Sie immer mit Einkaufsliste das ein, was Sie wirklich brauchen. Chips, Schokolade, aber auch fettreiche Wurst und Käse sollten nur in Maßen gekauft und gebunkert werden.

Tipp Nummer 5: Vorsicht vor der Schlacht am Buffet

Buffets sind für Abnehmwillige eine große Hürde, da dort meist viel mehr gegessen wird als gut für uns ist. Werner Tiki Küstenmacher rät in diesem Fall entweder nur ein Teller zu nehmen, auf den man alles Gewünschte legt und dann nichts mehr nachholt oder einzeln Vorspeise, Hauptspeise und Dessert zu holen. Aber jeweils nur einen kleinen Teller damit.

Tipp Nummer 6: Tricksen Sie Ihren Geschmackssinn aus

Süß, salzig und fett sind nun einmal starke Geschmacksträger. Statt diese einfach zu streichen, empfiehlt es sich diese mit der Geschmacksrichtung „umami“, also pikant, zu ersetzen. Diese entspricht Glutamat und kommt natürlich in Pilzen, Tomaten, Fleisch, Parmesan, Aceto Balsamico, Hefe und Sojasauce vor. Wer diese Nahrungsmittel vermehrt einsetzt, kann laut einer Studie der US-Zeitschrift Nutrition and Health bis zu 30 Prozent weniger Fett und 40 Prozent weniger Salz verwenden, ohne diese zu vermissen.

Tipp Nummer 7: Lassen Sie Ihre Augen sich vorher satt essen

Unser Bauchhirn wird schon satt, wenn es ungesunde Speisen eine Zeit lang betrachten kann. Danach schreit es nach etwas Gesundem, wie Forscher von der Brigham Young University herausgefunden haben. Also: Vor dem Essen ein bisschen durch die Google Bildersuche stöbern und sich dann erst zu Tisch setzen.

Tipp Nummer 8: Gute Gerüche machen schneller satt

Der holländische Ernährungsforscher René de Wijk hat erforscht, dass wir schneller satt sind, wenn unser Essen gut und intensiv duftet. Mit Aromen wie Vanille, frische Kräuter, Curry und Ähnlichem sollte deswegen nicht gespart werden.

Limbi - Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn

Diese und andere Tipps zu Gesundheit, Liebe & Umgang mit Geld gibt es m Buch

Limbi – Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn von Werner Tiki Küstenmacher, Campus-Verlag, um € 22,70.

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