9 Gründe, warum deine Libido streikt und wie es besser wird

Du leidest an Libidoverlust? Meistens sind folgende Gründe dafür verantwortlich. 

Es gibt viele Dinge, die du tun kannst, um dein sexuelles Verlangen zu steigern. Der erste Schritt ist, zu erkennen, warum du an Libidoverlust leidest. Oft stecken Stress oder gar Krankheiten dahinter. 

 

1. Hormone spielen die größte Rolle

Die beiden Hormone, die unsere Libido am meisten beeinflussen, sind Androgene und Östrogene. Androgene beinhalten Testosteron. Und obwohl Testosteron oft den Männern zugeschrieben wird, kann auch der weibliche Körper das Hormon produzieren. Es kann zu einer Tendenz zu mehr Aggressivität, aber auch zu einem höheren Verlangen nach Sex führen. Wenn du also gar nicht an Sex interessiert bist, kann es sein, dass du nur wenig Testosteron hast. Es gibt natürlich Präparate, die den Hormonspiegel wieder einpendeln, jedoch muss man hier mit vermehrtem Haarwuchs und Gewichtszunahme rechnen. In so einem Fall unbedingt mit deiner Ärztin abklären. Aber auch Östrogen hat einen Einfluss auf deine Libido. Denn ist auch hier das Level niedrig, sinkt das Verlangen nach Sex. 

 

2. Verhütungsmittel können störend wirken

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille, Hormonspirale oder das Hormonpflaster können alle Auswirkungen auf deine Libido haben. Hier kommt Punkt 1 wieder zum Einsatz, denn es geht erneut um Testosteron und Östrogen. Diese Verhütungsmittel regulieren deine Fruchtbarkeit nämlich mit weiblichen und männlichen Hormonen. Und obwohl oft positive Nebeneffekte wie schönere Haut und weniger Regelkrämpfe einsetzen, sinkt die Libido in vielen Fällen auf den Tiefpunkt. Ist das der Fall, kannst du andere Verhütungsmittel ausprobieren, um die Balance wiederherzustellen. 

3. Ein Trauma

Schlechte Erfahrungen oder gar Misshandlungen oder Vergewaltigung haben enorme Auswirkungen auf die Sexualität und es kann sogar dazu führen, dass der Körper nicht mehr fähig ist, Sex zu haben. Das Wichtigste ist, dir im Klaren zu sein, dass du keine Schuld daran hast, was dir jemand angetan hat und du trotzdem, wenn du es möchtest, ein Recht auf ein aktives Sexleben hast. In so einem Fall kann professionelle Hilfe sehr unterstützend und ermutigend wirken. 

 

4. Krankheiten haben Auswirkungen darauf

Eine niedrige Libido kann auch medizinische Ursachen haben. Wenn du dich diesbezüglich noch nicht untersuchen hast lassen, kann deine Ärztin dabei helfen die Ursache ausfindig zu machen. Versuche dich aber nicht von ÄrztInnen vertrösten zu lassen - manche wollen sich nämlich nicht mit sexueller Gesundheit beschäftigen. Dabei gibt es einige Krankheiten, die Auswirkungen auf die Libido haben wie: Arthritis, Krebs, Stimmungsschwankungen, Multiple Sklerose, Androgenmangel, Diabetes, Schlafstörungen oder psychische Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen oder Suchterkrankungen. 

 

5. Ungesunde Angewohnheiten

Ungesunde Angewohnheiten bringen dein Verlangen nach Sex durcheinander. Weil man für guten Sex Energie braucht, ist es wichtig, wie wir uns ernähren. Nach einer Pizza, Limonade und einer Packung Keksen möchte sich wahrscheinlich niemand mehr im Bett anstrengen. Aber auch Alkohol und andere Drogen haben dramatische Auswirkungen auf die Libido. Rauchen beeinflusst die Blutzirkulation und ist somit auch schädlich für ein gesundes Sexleben. Vielleicht ist also ein gesünderer Lebensstil die Lösung für dein Libidoproblem. 

6. Stress senkt deine Libido

Obwohl Sex ein wunderbarer Weg ist, um Stress abzubauen, kann er auch dazu führen, dass wir uns von unseren PartnerInnen lösen und keinen Körperkontakt zulassen wollen. Nach einem Arbeitstag voller Meetings, Gesprächen und einer endlosen To-Do-Liste ist das einzig Angenehme oft Ruhe und ein bisschen Einsamkeit. Darunter leiden natürlich Beziehung und Sexleben. Versuche dir Freiräume einzuplanen, an denen du und dein/e PartnerIn nur Zeit miteinander verbringt und nehmt euch Zärtlichkeiten wie Massagen, gemeinsames Yoga, Kuscheln oder Sex vor. Falls es sich nicht bessert, helfen Paar- und Sexualtherapien weiter. 

 

7. Du hattest bisher nur schlechten Sex

Wenn du bisher nur Sex hattest, der: unbefriedigend war, weh getan hat oder seltsam war, wirst du wahrscheinlich keinen mehr haben wollen. Es ist leider noch immer so, dass manche Männer nur auf ihre eigenen Bedürfnisse achten und die der Frau komplett vernachlässigen. Sex soll auch dir Spaß machen! Sprich deshalb mit deinem Partner/ deiner Partnerin über deine Wünsche und Abneigungen. Und wir empfehlen sowieso immer: Investiere dein Geld in einen guten Vibrator - der macht immer genau das, was du willst. 

 

8. Du brauchst mehr oder etwas Anderes

Vielleicht ist der Sex, den du bisher hattest zwar nicht schlecht, aber irgendwie fad? Manche Menschen wollen einfach mehr als immer nur die gleiche Stellung am gleichen Ort. Auch das kann deine Libido in den Tiefschlaf versetzen. Mit Hilfe von Pornos kannst du herausfinden, was dich wirklich anmacht und es dann gemeinsam mit deinem/deiner PartnerIn umsetzen. 

9. Deine Beziehung funktioniert nicht (mehr)

Viele Menschen haben Schwierigkeiten sich zum Sex zu motivieren, wenn etwas in ihrer Beziehung nicht (mehr) stimmt. Streit, Diskussionen oder gar keine Kommunikation sind der Libidokiller schlechthin. Auch Betrug hinterlässt oft eine große Kluft zwischen Paaren, die sich natürlich auch bis ins Bett zieht. Manche Probleme könnt ihr selbst lösen, für andere braucht es wiederum professionelle Hilfe. Alle Beziehungen haben Höhen und Tiefen und mangelnder Sex ist oft ein Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Und obwohl Sex eine Beziehung nicht retten kann, kann er euch wieder näher zueinander bringen. Funktioniert natürlich auch nicht immer - manchmal ist es besser die Beziehung zu beenden. Vor allem, wenn deine Libido gesunken ist, weil dein Partner oder deine Partnerin schlecht mit dir umgegangen ist.

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