9 Dinge, die dich aus der Komfortzone locken

Die Wohlfühlzone ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Dinge, die wir alle machen können, um die Angst vor Veränderung abzulegen.

Komfortzone

Wenn’s unangenehm wird, ziehen wir uns intuitiv in unser Schneckenhaus zurück. Das ist grundsätzlich auch nichts Schlechtes, denn: Würden wir das nicht tun, gäbe es die Spezies Mensch wohl in der Form nicht mehr. Das limbische System im Gehirn ist nämlich die menschliche Alarmanlage. Dieses sorgt dafür, dass Menschen sich keiner Gefahr aussetzen und man sich aus Situationen entfernt, sobald Gefahr droht. So funktioniert das menschliche Gehirn seit gut 4.000 Jahren, sind sich ForscherInnen einig. Nur: Das (Über-)Leben ist seither einfacher geworden, das limbische System funktioniert aber noch immer nach ähnlichen Regeln wie vor 4.000 Jahren und ist damit verantwortlich für das, was wir heute als Komfortzone bezeichnen.

Sollte man die Komfortzone überhaupt verlassen?

Der Begriff „Wohlfühlzone“ lautet nicht ohne Grund so: Das ist die Zone, in der man sich geborgen fühlt. Hier kommt es selten zu gefühlten Hochs und Tiefs, stattdessen verlaufen Zufriedenheit und Wohlbefinden nahezu konstant. Es ist also auch durchaus ein legitimes Verlangen, lieber in der Komfortzone zu bleiben und die Pinterest-Sprüche à la „Das Leben beginnt außerhalb der Komfortzone“ gekonnt zu ignorieren. Ein Austesten der eigenen Grenzen macht hingegen dann Sinn, wenn man grundsätzlich gerne neue Dinge ausprobieren würde, aber immer am gleichen Gedanken scheitert. Was, wenn es nicht klappt?

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So gelingt der Schritt raus aus der Wohlfühlzone

Raus aus der Komfortzone muss nicht gleich Skydiving oder Höhlentauchen sein. Vorab ist es wichtig, die Komfortzone festzulegen. Merkst du etwa, dass du nervös wirst, sobald du vor mehr als drei Personen sprechen musst, liegt deine Komfortzone bei drei Personen. Daraus folgt also ein Ziel, in dem Fall: Situationen suchen, in denen man vor mindestens vier Personen vortragen muss. Das gelingt leichter, wenn man sich vorab fragt: Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Diese Hürden sind womöglich gar nicht so groß wie zuerst angenommen und das Best-Case-Szenario überschattet in den meisten Fällen die (unberechtigten) Ängste und Zweifel. Zudem kommt: Wer die Komfortzone hin und wieder verlässt, lernt, sich auf sich selbst zu verlassen – für den Anfang gelingt das vielleicht mit diesen neun Vorschlägen, die auf den ersten Blick vielleicht irgendwo zwischen banal und verrückt liegen, aber – trust us! – probier’s aus:

  1. Mach bei deinem nächsten Einkauf im Supermarkt einem/einer MitarbeiterIn ein ehrlich gemeintes Kompliment.
  2. Erledige eine Haushaltsaufgabe, die schon lange hinausschiebst.
  3. Lächle bei deinem nächsten Spaziergang mindestens 15 Personen an.
  4. Nimm bei deinem Weg in die Arbeit eine andere Route.
  5. Bewirb dich hier für als WIENERIN Covermodel ;)
  6. Kontaktiere eine Person, von der du seit mindestens einem Jahr nichts mehr gehört hast.
  7. Präsentiere eine Idee vor mehr als 10 Leuten – etwa in der Arbeit, an der Uni oder bei der nächsten Familienfeier.
  8. Bestell dir in deinem Stammlokal zur Abwechslung nicht dein Standard-Menü sondern ein Gericht, das du noch nie gegessen hast.
  9. Höre eine Woche lang einen anderen Radiosender (oder lies eine andere Zeitung – außer online darfst du der WIENERIN gerne treu bleiben ;))
 

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