9 Dinge, auf die ein frischgebackener Vater vorbereitet sein sollte

Wenn Mama und Baby aus dem Spital nach Hause kommen, dreht die Gefühlswelt durch. Ein kleiner, persönlicher Leitfaden für eine Zeit, in der Liebe, Chaos und Hormone herrschen.

Der Tag, an dem wir unser neugeborenes Baby aus dem Krankenhaus nach Hause brachten, war ein Tag zwischen Chaos, Überforderung, Liebe und Hormonen. Wir wussten nicht viel. Nein, anders: Wir wussten nicht mal ein bisschen. Und ich hätte meinem Mann, diesem geduldigen und großartigen Menschen, gerne sagen können, hey, wir schaffen das. Aber ich konnte nicht, ich hatte ja selbst keine Ahnung.

Es gibt so viele Dinge in dieser ersten Zeit in der neuen, ungewohnten Rolle als Eltern, die einen überwältigen. Stolze Neo-Papas dieser Welt, das hier ist für euch!

9 Dinge, von denen ich wünschte, mein Mann hätte sie gewusst, bevor wir unser Baby nach Hause brachten

1. Wir haben beide keine Ahnung.

Ich weiß, du hast sowas noch nie vorher gemacht. Aber weißt du was? Ich auch nicht. Nur, weil ich eine Frau bin oder als 17-Jährige auf die Kinder der Nachbarin aufgepasst habe, habe ich nicht mehr Ahnung davon, was ich hier gerade tue. Das hier ist kein Wettbewerb darin, wer mehr oder weniger über Babys weiß. Wir sind auf Augenhöhe und beide ahnungslos. Wenn du mich fragst, warum das Baby weint, und ich dich mit diesem Blick, der töten könnte, ansehe, dann weil. ich. selbst. keine. verdammte. Ahnung. habe.

2. Also hilf mir.

Warte nicht darauf, dass ich dich um Hilfe bitte. Tu einfach etwas, irgendetwas. Wechsle die nächste Windel, bring mir etwas zu essen, zu trinken, während ich stille, koch das Abendessen, kümmere dich um die Wäsche. Nimm mich in den Arm. Du kannst dabei nichts falsch machen. Und während du das tust, verliebe ich mich noch mehr in dich.

3. Übernimm, wenn ich eine Pause brauche.

Wenn du das Gefühl hast, dass ich nicht mehr kann oder dringend eine Dusche brauche oder einfach nur fünf Minuten, um auf der Couch sitzend in die Luft zu schauen - übernimm das Baby. Mit einem Lächeln. Sing ihm etwas vor, tanz mit ihm durch die Wohnung. Ich werde im anderen Zimmer sitzen, lauschen und vor mich hinlächeln.

4. Ich werde weinen. Ziemlich viel.

Wegen allem möglichen. Weil ich fünf Minuten nach dem Wickeln drauf komme, dass ich Babykacke an meinem Handgelenk habe. Weil ich müde bin. Weil meine Brustwarzen weh tun. Weil ich nicht weiß, wie ich hierher gekommen bin und was ich hier tue. Weil jemand unangekündigt zu Besuch gekommen ist. Weil ich traurig bin. Oder so glücklich wie nie zuvor. Weil das Essen, das du mir gekocht hast, so gut schmeckt.

Ich werde oft weinen und manchmal ist der einzige und richtige Trost, dass du mir zuhörst und mich nicht verurteilst. Pass gleichzeitig auf mich auf und achte auf Zeichen für eine Wochenbett-Depression - weil ich das selbst vielleicht nicht (sehen) kann.

5. Mein Körper und ich müssen erst wieder zueinander finden.

Ich habe einen Babybauch ohne Baby darin. Ich hatte seit zwei Tagen keine Dusche mehr. Meine Haare sind fettig und ich trage seit Tagen dieselben Jogginghosen. Nimm meine Hand und sieh mir in die Augen und sag mir, wie großartig ich das alles mache und dass ich wunderschön bin.

6. Ich werde verdammt viel Zeit im Badezimmer verbringen.

Du wirst dich fragen, was ich da drin eigentlich tue. Vielleicht verstecke ich mich vor der Welt, nur für fünf Minuten. Aber vielleicht brauche ich einfach auch so lange, um auf die Toilette zu gehen - hinsetzen, aufstehen, Wochenbetteinlagen wechseln, anziehen.

Und wenn ich ein Zeitfenster für eine Dusche sehe, die mindestens zehn Minuten dauert, dann hat es mich nicht den Abfluss runtergespült. Ich genieße einfach nur die Ruhe, während das Wasser an mir runterläuft.

7. Ich möchte keine Besuche.

Die engsten Familienmitglieder, auf die wir uns geeinigt haben, sind natürlich willkommen. Ich weiß, sie wollen sich kümmern und wissen, wie es uns geht, und natürlich das Baby kennenlernen. Aber bitte lade für den Moment keine anderen Leute ein. Diese neue Situation ist ganz schön überwältigend, ich muss damit erst klarkommen. Abgesehen davon, dass meine Brüste 24 Stunden am Tag präsent sind.

Gib mir und dir und uns noch ein bisschen Zeit in dieser Baby-Blase. Lehne Besuchsanfragen in unserem Namen ab, damit ich mich deshalb nicht schlecht fühle. Achte darauf, dass Besuche nicht zu lange dauern.

8. Mein Beschützerinstinkt kommt durch.

Und zwar nicht nur beim Baby. Auch bei dir. Ich brauche dich jetzt an meiner Seite, als meine Unterstützung. Und ich will dich unterstützen. Ich brauche das Gefühl, dass wir das hier zusammen machen, und geduldig miteinander sind.

Aber: Wenn wir Besuch haben und ich werfe dir den "ICH WILL MEIN BABY ZURÜCK"-Blick zu, dann gib mir das Baby. Ob es Oma jetzt noch ein bisschen halten wollte oder nicht, wird mir in diesem Moment verdammt egal sein.

9. Alles wird gut.

Wir sind ein großartiges Team. Und unser Baby macht unser Team noch großartiger. Das alles ist neu für uns, lass uns versuchen, diese Zeit zu genießen. Denn, seien wir ehrlich: Egal, wie viel wir glauben zu wissen, wir wissen rein gar nichts.

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