8 Wege, wie dich der Büroalltag trotz Angststörung nicht fertig macht

Sind wir ehrlich: Büroalltag kann schon stressig genug sein. Wenn man zusätzlich noch mit einer Angststörung zu kämpfen hat, scheint es oft unmöglich, Anforderungen und eigenes Wohlbefinden unter einen Hut zu bringen.

Wie man mit einer Angststörung im Arbeitsalltag umgehen soll

Projektabgaben, Deadlines, dringende Telefonate und nervige andere Menschen - der zusätzliche Stress eines anstrengenden Bürojobs kann die Symptome von Menschen mit Angststörungen noch verschlimmern. Weil die meisten Jobs leider nicht unbedingt darauf ausgelegt, auf die mentale Gesundheit der MitarbeiterInnen Rücksicht zu nehmen, müssen wir mal wieder selber ran: Diese kleinen Änderungen deiner Alltagsroutine können helfen, den Stress unter Kontrolle zu kriegen und machen den Büroalltag auch mit einer Angststörung erträglicher.

1.) Mach viele kleine Pausen

Das Hirn braucht mal Pause! Es ist nicht notwendig, von Dienstbeginn bis Dienstende an deinem Tisch zu sitzen und in den Computer zu starren - gerade Bildschirmarbeit ist besonders anstrengend für das Hirn. Nach 50 Minuten Bildschirmarbeit haben ArbeitnehmerInnen in Österreich Anspruch auf zehn Minuten Pause. Steh auf, mach dir einen Tee, vertritt dir ein bisschen die Beine und streck dich mal durch - schon eine kurze Auszeit hilft deiner mentalen Gesundheit enorm weiter.

2.) Vergiss nicht zu atmen

Hey, wir meinen nicht diese flachen kurzen Atemzüge, die dich eh so halbwegs mit Sauerstoff versorgen - wir meinen tiefe, bewusste Atemzüge, die dir beim Runterkommen helfen und dein Hirn mit so viel Sauerstoff versorgen, dass du wieder klar denken kannst. Du weißt, was wir meinen! Ein paar Mal tief und ruhig durchatmen hilft dir, dich zu konzentrieren, steigert dein Erinnerungsvermögen und kann dir bei einer aufkommenden Angstattacke helfen. Also: Eiiiiiiinaaaaatmen - Aaaaaauuuuuuuuusaaaaatmen.

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3.) Trink nicht zuviel Kaffee

Sorry, wir sagen es eh nicht gern aber: Zu viel Koffein kann deine Angststörung zusätzlich triggern. Es spricht natürlich nichts gegen die lebensnotwendige Tasse am Morgen oder einen kleinen Espresso am Nachmittag, um das bekannte Tief zu überbrücken - aber den restlichen Tag solltest du lieber zu Wasser oder ungesüßten Pfefferminz- und Kräutertees greifen. Die erfrischen das Hirn genauso gut.

4.) Gute Nachricht: Snacks, Snacks, Snacks

Sinkt dein Blutzucker-Level, kann das ähnliche Symptome wie eine beginnende Angstattacke auslösen: Dir ist schwindlig und du fühlst dich, als stündest du ein bisschen neben dir. Die Lösung ist so einfach wie schön und heißt: Snacks! So vergeht der lange Vormittag bis zur Mittagspause auch schneller.

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5.) Sei ehrlich: Wie geht es dir?

So ein Arbeitstag kann ganz schön lang sein - und du solltest dich immer wieder kurz zurücklehnen und checken, wie es dir gerade geht. Wenn nötig, gönn dir ein paar Minuten zum Runterkommen. Das kann eine längere Toilettenpause sein oder die Zubereitung einer Tasse Tee inklusive entspanntes Anstarren des Wasserkochers - alles, was dich wieder in den Moment zurückholt.

6.) Geh eine Runde spazieren

Und wenn das alles nix hilft: Geh eine kleine Runde spazieren. Am besten nach draußen, weil frische Luft sowieso Wunder bewirkt, oder einfach nur die Treppen rauf und runter. Bewegung ist eine der besten Gegenmittel bei aufkommenden Angstattacken. Das Cortisol-Level sinkt und Endorphine werden ausgeschüttet. Klingt kompliziert, funktioniert aber.

7.) Mach es dir gemütlich

Du magst es "kreatives Chaos" nennen, Studien deuten aber darauf hin, dass Arbeit in einer unordentlichen Umgebung für die meisten Menschen echt schwierig ist. Also hau die Kaugummipapierl weg und räum die alten Post-Its aus 2016 weg. Ein bisschen "Personalisierung" hilft dir, dich wohler zu fühlen: Haustierfotos, eine Grünpflanze und dein Lieblingshäferl lassen den Arbeitsplatz weniger "grau" scheinen und geben dir ein positiveres Gefühl.

8.) Lass die Arbeit im Büro

Das Wichtigste (und Schwierigste!) zum Schluss: Lass die Arbeit hinter dir, wenn du aus dem Büro gehst. Du gibst deinem Hirn Zeit, sich vom Stress zu erholen und bist so bereit für den nächsten Tag. Auch wenn der moderne Kapitalismus uns gern was anderes einreden würde: Mentale Gesundheit geht vor. Versuch, deine Emails nach Feierabend nicht mehr zu checken. Arbeit ist (meistens) auch morgen wieder. Das reicht.

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Bei psychischen oder suizidalen Krisen sowie im akuten Notfall ist es wichtig, rasch Krisentelefonnummern und Notrufnummern bei der Hand zu haben.

Telefonseelsorge
Tel.: 142 (Notruf), täglich 0–24 Uhr

Telefonberatung und E-Mail-Beratung für Menschen in einer schwierigen Lebenssituation oder in Krisenzeiten.

Online unter www.telefonseelsorge.at

 

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