8 Tipps für das erfolgreiche Netzwerken

Zwei Expertinnen geben Ratschläge, was man beim beruflichen Networking auf jeden Fall machen muss - und was nicht so gut ankommt.

Sylvie Stavaric und Julia Pfneißl-Mauritz von der Networking-Plattform BeLinked geben Tipps, wie Netzwerken funktionieren kann.

Zu wie vielen Events muss ich wirklich gehen? Ändert sich das im Laufe der Karriere?

Gehen Sie nur zu jenen Events, bei denen Sie sich einen wirklichen Mehrwert erwarten! Je gezielter Sie auswählen, umso besser. Überlegen Sie sich im Vorfeld, wen Sie treffen wollen. Möchten Sie zum Beispiel in einer bestimmten Branche Fuß fassen, dann werden Sie natürlich in erster Linie zu jenen Veranstaltungen gehen, wo Sie Ihre Zielgruppe erwarten. Je mehr Berufserfahrung man schon sammeln konnte und je klarer sich das eigene Profil bereits herauskristallisiert hat, desto gezielter wählt man seine Veranstaltungen aus.

Was sollte ich immer dabeihaben?

Offenheit, Neugier und natürlich Visitenkarten, Visitenkarten und nochmals Visitenkarten!

Wie funktioniert Networking auf Social Media Plattformen – was muss ich da beachten?

Seien Sie immer vorsichtig. Sind Sie ein Partyveranstalter, dann sind Fotos, auf denen man Sie beim Feiern sieht, durchaus erwünscht. Möchten Sie allerdings ein seriöses Auftreten und verlinken sich auf diversen Social Network Portalen, dann sind Partyfotos, Selfies mit Ihren besten Freundinnen etc. ein absolutes No-Go. Legen Sie sich deshalb am besten zwei Accounts an, einen privaten und einen Account für Ihr Berufsleben. So können Sie die Inhalte Ihrer Social Media-Kanäle besser steuern und vermeiden unangenehme Situationen!

Welche No-Gos gibt es beim Netzwerken, auf Parties zum Beispiel?

Wählen Sie immer ein passendes, dem Anlass entsprechendes Outfit – nicht zu gewagt, denn Sie möchten ja professionell netzwerken. Ein absolutes No-Go ist auch zu viel Alkohol – das eine oder andere Fettnäpfchen wäre vorprogrammiert!

Nehmen wir an, ich bin auf Jobsuche und noch nicht in den richtigen Netzwerken drinnen. Wie stelle ich das an?

Nehmen Sie direkten Kontakt mit wertvollen Netzwerkpartnern auf. Je besser Sie wissen, welche Branche, welche Funktion und vielleicht sogar welche Unternehmen Sie interessieren, umso besser. Kontaktieren Sie gezielt Personen aus diesem Bereich. Direktheit siegt hier oft. Wer direkt nachfragt, zeigt nicht nur sein Interesse, sondern bekommt auch direkte Rückmeldung. Das gilt übrigens nicht nur bei der Jobsuche, sondern beim Networking generell. Je gezielter und direkter umso besser. Wenn Sie in einem Gespräch sehen, dass Ihnen jemand weiterhelfen könnte, fragen Sie ihn einfach danach. Zwangloser Small-Talk ist zwar nett, erfolgreiches Networking beginnt aber dort, wo beide Partner einen Nutzen daraus ziehen.

Wieviel Netzwerken ist erlaubt – gibt es ein zu viel?

Nein! Ein zu viel gibt es nicht, aber es sollte jedenfalls Qualität vor Quantität gehen. Gute Netzwerker sind nicht die typischen „Visitenkartensammler“, sondern die, die es schaffen, langfristig Kontakte aufzubauen.

Welche Dinge sind in Gesprächen zu beachten?

Seien Sie offen, zeigen Sie Interesse an Ihrem Gesprächspartner, indem Sie viele Fragen stellen, tauschen Sie immer Ihre Visitenkarten aus und vereinbaren Sie Folgetreffen bei Business Breakfast oder einem gemeinsamen Lunch!

Ab wann macht Networking Spaß?

Networking beginnt dann erfolgreich zu sein und Spaß zu machen, wenn man Netzwerke nicht nur für seine Bedürfnisse nutzt und versucht möglichst viel für sich herauszuziehen, sondern auch selbst zum aktiven Netzwerker wird, d.h. auch selbst Personen, die füreinander interessant sein könnten, zusammenbringt. Zum Beispiel indem man Personen von denen man glaubt, dass Sie füreinander spannend sind, einander per Email oder persönlich vorstellt oder indem man selbst Netzwerkrunden veranstaltet und eine Runde spannender Personen zu einem gemeinsamen Business Breakfast einlädt. Der große Nutzen ist, dass man von Netzwerken, die man initiiert und die funktionieren, natürlich selbst am meisten profitiert.

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