8 Tipps, die mein Leben mit großen Brüsten verändert haben

Denn nein, es muss nicht alles schwierig und mühsam sein. Ich habe ein paar Tipps, wie das Leben mit großen Brüsten leichter wird.

8 Tipps, die mein Leben mit großen Brüsten verändert haben

Ich war vor wenigen Wochen mit meiner Schwester in einem Hotel in einem Doppelzimmer untergebracht. Und während ich ein nerviges F-Körbchen an Brüsten durch die Welt trage, hat sie anscheinend anderes Genmaterial (ich behaupte seit wir Kinder sind, dass sie adoptiert wurde, meine Eltern bestreiten das aber) und diese super stehenden, herrlich kleinen A-Brüste. Nach dem dritten Tag habe ich dann zwei Dinge bemerkt: Ihre Unterwäsche passt immer zusammen. Und sie hat in dieser kurzen Zeit 4 verschiedene BHs getragen.

Als ich sie danach gefragt habe, hat sie mir gesagt, sie habe zig BHs, zu denen sie immer passende Höschen kauft. Und in dem Moment wurde mir bewusst, dass wir in sehr unterschiedlichen Welten leben. Denn ich habe zwei BHs, die ich gerne trage, mir nicht wehtun und die gemeinsam ungefähr so viel kosten wie eine Wiener Linien-Jahreskarte. Das Leben mit großen Brüsten ist nicht so einfach, dass man einfach hübsche, Bralettes bei H&M einpackt mit passenden Höschen. Aber gerade in den letzten Jahren habe ich einige Tipps entdeckt, die das Leben mit großen Brüsten massiv erleichtert haben:

Akzeptanz

Ich habe eine Freundin, die mir gerne beim Brunchen oder wenn wir weggehen, sagt: "Dein Ausschnitt ist groß, zieh bisschen hoch." Sie meint es nett, aber jahrelang habe ich mich, jedes Mal wenn sie das gesagt hat, geschämt. Weil ich zu viel Ausschnitt habe. Der Punkt ist halt: Wenn man große Brüste hat, ist automatisch jedes Shirt, jeder Pullover, jedes Tanktop ausgeschnitten und präsentiert Dekolleté. Es geht nicht anders. Lustigerweise hat mir Tiktok geholfen das zu akzeptieren. Dort kursiert eine Gruppe an Videos, in denen Frauen eine sehr starke Message kommunizieren: "Am I showing off my boobs? Or do I just have boobs and exist?" also "Präsentiere ich meine Brüste oder habe ich einfach Brüste und existiere damit?"

Boob Tape

Ich liebe rückenfreie Outfits. Es heißt nicht umsonst, dass ein schöner Rücken entzücken kann. Natürlich habe ich bisher aber rückenfreie Outfits nicht an mir geliebt, weil wie sollte man das mit dem BH machen und Klebe-BHS gibt es entweder nicht in größerer Größe oder sie funktionieren nicht. Dann hab ich Boob-Tape entdeckt und ganz ehrlich es ist ein Game-Changer. Davon abgesehen, dass wirklich alles an Ort und Stelle bleibt und es einfach anzuwenden ist, macht es einfach Spaß Kleidungsstücke probieren zu können, die bisher unmöglich gewesen wären. Wir haben für euch übrigens einige Marken getestet und ein Tutorial, wie ihr Boob Tape am Besten anwendet.

Wickelkleider

Einteiler sind immer so ein Thema, weil man häufig das Problem hat, dass sie oben passen, unten zu groß sind. Besonders schwierig ist das oft bei Kleidern. Was hier wirklich ein Gamechanger ist, sind Wickelkleider. Denn die kann man entsprechend schnüren und bekommt dann auch noch eine schöne Taille, die sonst oft bei Kleidern (die oben rum passen) verloren geht. Große Empfehlung und man ist sofort gut angezogen!

Crop-Tops

Diese Trend begleitet uns ja jetzt schon einige Jahre und ich habe bis zu diesem Sommer die Finger davon gelassen, weil ich dachte, Crop-Tops wären nicht für meinen Körperbau geeignet. Die Erkenntnis heute: Ich glaube Crop-Tops wurden genau für uns Frauen, die oben und unten komplett unterschiedliche Größen tragen müssen, erfunden. Ich möchte wirklich jeder Frau ans Herz legen: Die Probleme, wenn Shirts über dem Busen die richtige Größe haben und dann einfach herumhängen in der Bauch- und Hüftregion kann durch Crop-Tops umgangen werden. Traut euch!

Spontankäufe und Auswahl

Diese Entwicklung haben vermutlich viele Frauen mit großen Brüsten schon durch gemacht, aber mit großer Oberweite muss man irgendwann akzeptieren, dass man keine H&M-Schnäppchen oder Spontankäufe machen wird, wenn es um Bademoden, Sport-BHs und normale BHs geht. Und das ist okay. Ich werde nicht 25 Bralettes, Spitzen-BHS, Bügel-BHs, Dessous und Sport-BHs in unterschiedlichen Farben, Mustern und Ausführungen besitzen.

Stattdessen werden einige bewusste Kaufentscheidungen getroffen, bei denen teure Stücke ausgewählt werden, die möglichst lange passen sollen und demnach in einem Muster oder Farbe gewählt werden, die möglichst überall passt. Ein frecher Bügel-BH für 25 Euro in Pink, weil man ihn gerade süß fand, wird es einfach nicht geben (oder werde ich einfach nie tragen, wenn ich ihn doch kaufe). Musste ich erst akzeptieren. Wer gute Basics möchte, dem kann ich übrigens die BHs aus der Skims-Kollektion oder die Serie Fit-Smart von Triumph empfehlen.

Nein zu Neckholder

Ich liebe einen hübschen Triangel-Bikini oder ein Neckholder-Shirt. Ich kann es nur nicht tragen, denn wenn ich das tue, bekomme ich furchtbare Kopfschmerzen, weil das gesamte Gewicht meiner Oberweite im Nacken zusammengehalten wird. Und das führt zu schlimmen Verspannung und kann sogar über kurz oder lang Migräne auslösen. So gut es mir also gefällt, gesundheitlich funktioniert es für mich nicht. Und wenn man das akzeptiert, wird ein Badetag um vieles angenehmer.

Knöpfe

Auch etwas, das man akzeptieren muss und wo man sich viel Zeit in Umkleiden und viele Fehlkäufe sparen kann: Jegliche Oberteile mit Knöpfen funktionieren nicht. Denn egal wie oversized es ist, die Knöpfe spannen immer. Natürlich habe ich trotzdem in meinem Leben schon verschiedene Hemden gekauft, die nun traurig in meinem Kasten versauern, weil ich sie nie trage, weil die Knöpfe immer ziehen und spannen. Lernt aus meinen Fehlern, spart Geld.

Ohne BH

Wer während der Corona-Homeoffice-Zeiten einen BH getragen hat, gibt bitte ein kurzes Handzeichen. Niemand. Das hab ich vermutet. Gerade während der Pandemie hab ich immer mehr begonnen zu experimentieren, zu welchen Outfits ich wirklich einen BH tragen muss und seit die Welt wieder offen ist, versuche ich das weiterzuführen. Gerade im Winter, unter dicken Pullovern, zu denen ich ohnehin noch ein Tanktop trage, erlaube ich mir mehr und mehr die Freiheit den BH einfach mal in der Schublade zu lassen und es ist eine großartige Freiheit. Geht natürlich nicht mit jedem Outfit, und man fühlt sich nicht immer wohl. Aber es tut gut, sich gedanklich zu befreien, dass es immer sein MUSS.

 

Aktuell