8 Dinge, die ich mit 15 gerne über Sex gewusst hätte

Dann hätte der Weg zu Sex, der Spaß macht, nicht gar so lang gedauert.

Ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit: Sexualkunde in der Schule. Wir erinnern uns an (wahrscheinlich inkorrekte) anatomische Zeichnungen von Fortpflanzungsorganen und (wahrscheinlich inkorrekte) Bezeichnungen eines Vorgangs mit dem einzigen Ziel der Zeugung eines Kindes. Aufklärungsgespräche mit den Eltern? Wenn unsere Elterngeneration über Sex gesprochen hat - wenn überhaupt ein Wort darüber verloren wurde -, dann wurden Begriffe wie Vagina, Sperma oder Penis mehr geflüstert als selbstbewusst ausgesprochen. Mit dem Ergebnis, dass man nach einem solchen Sex-Talk-Fiasko mit Mama oder Papa nie wieder drüber reden wollte.

Soviel zur Sexualerziehung der Kinder der frühen 80er Jahre. Von Vergnügen, Gefühlen, Konsens, Selbstbefriedigung, gleichgeschlechtlichem und Safer Sex war so gut wie nie die Rede. Bei manchen übernahm das Dr. Sommer in der Bravo, andere hatten das Glück, sich mit ihren ersten PartnerInnen langsam heranzutasten.

Der Weg zu einem erfüllten Sexleben für alle, die Sex haben wollen, wäre bestimmt kürzer gewesen, wenn wir die folgenden Dinge schon viel früher gewusst hätten:

1. Sexuelle Anziehung ist nicht gleich Liebe

Sondern eine ganz andere Geschichte. Deshalb können wir großartigen Sex mit Menschen haben, die wir nicht lieben, und nicht so tollen Sex mit jemandem, den oder die wir lieben. Es ist in jedem Fall den Versuch wert, zu schauen, ob man sich in die Toller-Sex-Person verlieben kann (wenn man mehr möchte) und die sexuelle Beziehung mit dem geliebten Menschen gemeinsam zu verbessern. Verwechseln sollte man die beiden Dinge aber nie.

2. Sex ist ein Mysterium: Er fühlt sich nie gleich an

Und kann bei und mit jedem Menschen anders aussehen. Sex kann sich auch mit einer bestimmten Person immer wieder anders anfühlen, sexuelle Vorlieben können sich ändern. Und: Penetration ist nicht immer Teil von Sex.

3. Sex ist keine Lösung für Beziehungsprobleme

Unser Körper ist keine Maschine. Deshalb wird Sex immer von unseren Gefühlen, von Vertrauen in die andere Person, der emotionalen Verbindung und unserem Sicherheitsempfinden beeinflusst. Wenn die sexuelle Anziehung in einer Beziehung abnimmt, lohnt es sich nicht nur, (gemeinsam) Neues auszuprobieren, sondern auch zu hinterfragen, ob sich emotional etwas verändert hat.

4. "Toller Sex" kann jeden Tag etwas Anderes sein

Die Spannweite von "toll" geht von Wir-reißen-uns-die-Kleider-vom-Leib über gaaanz laaangsam und stundenlangem Schmusen bis zum schnellen Quickie.

5. Sex ist ein toller Weg, sich selbst kennenzulernen

Und dabei sprechen wir nicht nur von Masturbation. Zu beobachten, was wir beim Sex wie automatisiert "abspulen", vor welchen Berührungen, Praktiken oder Wünschen wir zurückschrecken, obwohl wir sie gern ausprobieren würden, kann einer Person erstaunlich viel über sich selbst erzählen.

6. Achte beim Sex nicht nur auf den anderen Menschen!

Gerade bei Frauen und ihren ersten sexuellen Erfahrungen drehen sich die Gedanken stark um das Vergnügen/den Orgasmus des Partners. Sex ist ein Nehmen und Geben, darf und soll egoistisch sein und nur das beinhalten, was gut tut.

7. Selbst, wenn du mitten drin bist: Wenn du den Sex nicht genießt, sag "Stop"!

Das kostet Mut und ist nicht leicht, aber hier geht's um dich und deinen Körper.

8. Sex verändert sich im Alter und innerhalb einer Beziehung

Sex ist lebendig und das Leben verändert sich. Bedürfnisse, Vorlieben, Lust.

 

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