7 Wege um Freund*innen in einer Krise zu helfen

Es ist nicht immer leicht, ein*e gute*r Freund*in zu sein - besonders wenn die Zeiten schwer sind.

Wie du Freund*innen in einer Krise helfen kannst

Im Leben gibt es Krisenzeiten. Ob das jetzt ein Todesfall oder eine schwierige Trennung ist, ein gesundheitliches oder ein familiäres Problem - wenn Menschen, die man liebt, leiden, dann will man ihnen helfen und all ihre Probleme sofort lösen. Nur: Wie macht man das am besten? Wie unterstützt man ohne zu belasten?

Auch wenn es oft nicht leicht fällt, die richtigen Worte zu finden: Gerade in Krisenzeiten brauchen wir alle Unterstützung. Und die kann ganz klein anfangen. Zum Beispiel so:

1) Sag: "Hey! Lass uns was machen!"

Gerade in stressigen oder belastenden Zeiten fällt es vielen Menschen schwer, ein Bedürfnis nach Nähe auszusprechen. Gemeinsame Zeit ohne Druck und Erwartungen tut aber unglaublich gut. Das kann auch einfach nur ein Abend auf der Couch oder ein Spaziergang sein. Es geht schlicht um Aufmerksamkeit.

2) Und dann sei einfach da und hör zu

Es kann ganz schön schwer sein, einem geliebten Menschen beim Leiden zusehen zu müssen. Oft haben wir das Gefühl, unbedingt irgendwas sagen zu müssen. Dabei geht es gar nicht um uns - und wenn wir einfach mal zuhören und das Wort der Person überlassen, die gerade eine schwere Zeit durchmacht, ist allen mehr geholfen.

3) Das heißt auch: Lass das mit den guten Ratschlägen erstmal

Wer sofort für jede Situation eine Lösung parat hat, kann das zwar gut meinen - beim Gegenüber kommt es aber oft an, als würde sie*er nicht gehört werden wollen. Und manche Dinge, wie Todesfälle oder Trennungen, kann man eben nicht reparieren. Da hilft nur Unterstützung - und die zeigt man, wenn man einfach nur für die*den Andere*n da ist.

4) Und nimm die Gefühle deiner*s Freund*in ernst

Schwierige Situationen sind - nunja - schwierig. Die Gedanken drehen sich im Kreis, man zweifelt an der eigenen Wahrnehmung und weiß nicht mehr, welche Gefühle gerechtfertigt sind. Ein*e Freund*in, die*der aufmerksam zuhört und dann sagt: "Deine Situation ist belastend. Kein Wunder, dass du dich fühlst, wie du dich fühlst!" kann helfen, die eigenen Emotionen besser einordnen und verarbeiten zu können.

5) Erledige Alltagskram für Freund*innen

Lebensmittel einkaufen, eine Runde staubsaugen oder die Wäsche machen - es sind kleine Dinge, aber im großen Chaos können sie viel bewirken. Außerdem zeigt es: Du bist mir wichtig!

6) Und frag einfach öfter mal: "Wie kann ich dir helfen?"

Wir tun für andere, was wir uns in ihrer Situation für uns wünschen würden. Aber nicht jeder Weg ist für jede*n der richtige. Bei Unsicherheiten also am besten fragen, wie man unterstützen kann.

7) Wirklich: Öfter mal. Bleib aufmerksam!

... und das ruhig öfter wiederholen. Schlimme Zeiten sind nicht gleich wieder vorbei, sondern können sich über Wochen und Monate ziehen. Das ist zehrend und anstrengend - für alle Beteiligten. Wichtig ist: Man kann und soll Menschen nicht dazu zwingen, zu kommunizieren. Aber es ist extrem viel wert zu wissen, wo man Hilfe oder Unterstützung findet, wenn man bereit dafür ist.

 

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