7 überraschende Gründe, warum deine Vagina juckt

Es ist nicht immer eine Infektion - doch erste Anzeichen müssen ernst genommen werden.

Jucken, Brennen, Ausfluss: manche Dinge, die unser Körper macht, sind alles andere als angenehm. Wenn es dann auch noch im Urlaub passiert, umso mehr. Denn die Sommersaison ist keine gute Zeit für unseren Intimbereich - und das hat viele Gründe. 

 

1: Scheidenpilz

Der offensichtlichste: ein Pilz. Denn in der Badesaison - durch die Kombination von dreckigen Pools, Schweiß und Hitze - leiden viele Frauen unter juckenden, trockenen Stellen bei der Vulva. Ob für die Beschwerden wirklich ein Pilz verantwortlich ist oder doch ein anderes lästiges Urlaubssouvenir wie eine Blasenentzündung oder Geschlechtskrankheit, lässt sich anhand folgender Symptome klären: 

  • Juckreiz an der Vulva, den Schamlippen und dem Scheideneingang
  • bröckeliger, weißer Ausfluss, mitunter topfenähnlich
  • Brennen, Rötung und Schwellung des Scheidenbereichs

Unser Tipp: lieber gleichen eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen, bevor es durch Selbstmedikation noch schlimmer wird.

2: Trichomoniasis

Trichomoniasis ist eine sexuell übertragbare Erkrankung, die bei Frau und Mann auftritt und von einem Geißeltierchen, Trichomonas vaginalis, ausgeht. Sie werden in erster Linie durch Geschlechtsverkehr übertragen, doch ist in seltenen Fällen auch eine Infektion in Bädern möglich, beispielsweise durch das Sitzen in nassen Pfützen (Beckenrand etc.). Sie freuen sich über ein feuchtes Milieu, also sind enge Kleidung und Unterwäsche nicht empfehlenswert - schon gar nicht bei Hitze. Mögliche Symptome bei Frauen können sein: Juckreiz, Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und Schmerzen beim Sex. Der Ausfluss kann grünlich-schaumig und übel riechend sein. Mit einem Antibiotikum ist die Infektion meist schnell unter Kontrolle zu bringen - jedoch muss es auch der Partner untersuchen lassen, sonst kann die Erkrankung zurückkehren.

3: Bakterielle Vaginose

Wesentlich übler als Scheidenpilz ist eine bakterielle Vaginose. Diese macht sich manchmal durch Juckreiz (eher selten), übelriechenden Ausfluss (gräulich) und Schmerzen beim Sex bemerkbar. Eine Vaginose ist eine Infektion der Scheide infolge eines Ungleichgewichts der Scheidenflora. Viele Frauen bemerken sie erst spät oder gar nicht, da die Erkrankung oft beschwerdefrei bleibt. Sollten jedoch die beschriebenen Symptome auftreten, dringend ärztliche Hilfe holen! 

 

4: Irritationen

Ein Juckreiz, ausgelöst durch bestimmte Stoffe oder zu enge Kleidung, ist sehr häufig. Wer dem vorbeugen will, sollte keine synthetischen Stoffe an seine Vulva heranlassen, parfumhaltige Duschgels und Seifen vermeiden, und auch bei Frauenhygieneprodukten auf unparfümierte, natürliche Stoffe achten. Denn wenn der PH-Wert der Vagina erst einmal durcheinander gerät, ist eine bakterielle Infektion nicht mehr weit. Kurzum: deine Vagina muss atmen können! Hier sind 4 Arten von Unterwäsche, die genau das Gegenteil bewirken:

5: Ein Rasierunfall

Wir alle kennen es: scharfe Klingen, unvorsichtige Handhabung und unsere Vulva vertragen sich leider nicht immer. Das Ergebnis: Rasierwunden, die ziemlich jucken können. Verschlimmert wird das Ganze dann auch noch durch mögliche Infektionen, die aufgrund der Rasur auftreten. Eine Studie des wissenschaftlichen Journals "Sexually Transmitted Infections" hat etwa herausgefunden, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Aufkommen sexuell übertragbarer Krankheiten und der Frequenz der Intimrasur gibt. Jede Form der Haarentfernung konnte mit einem erhöhten Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten verbunden werden. Je öfter und intensiver die Haare entfernt wurden, desto höher war auch das Risiko. Gerade Krankheiten, die durch Hautkontakt übertragen werden können, wie Herpes oder HPV, traten dann öfter auf.Dass eine Intimrasur deshalb von ÄrztInnen nicht empfohlen wird, ist kein Wunder.

 

6: Herpes

Wenn wir schon dabei sind: Herpes ist eine dieser Krankheiten. Genitalherpes ist eine ansteckende Erkrankung, die durch Herpes-simplex-Viren (HSV) vom Typ 1 oder 2 ausgelöst wird. Drei bis 14 Tage nach der Erstinfektion entstehen bei nahezu allen Betroffenen brennende, juckende und schmerzende Bläschen. Besonders belastend: die Erkrankung kehrt immer wieder zurück, doch die Symptome können eingedämmt werden. 

 

7: Deine Hormone

Hormonelle Schwankungen, etwa wegen der Menopause, können auch zu Juckreiz im Intimbereich führen. Denn das Absinken des Östrogenlevels kann zu einer geringen Kollagenversorgung führen, und damit auch zu faltiger, trockener Haut. Viel Stress kann die Symptome verstärken. Ausreichend Wasser trinken und bei ersten Anzeichen zum Arzt/zur Ärztin gehen, kann die Symptome lindern.

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