7 schleichende geistige und emotionale Zustände, an denen deine Hormone schuld sein können

Unruhe, Gereiztheit, depressive Verstimmungen: Symptome, für die unter anderem ein unausgewogener Hormonhaushalt der Grund sein kann.

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Es gibt viele Dinge, wegen derer du dich „down“ oder fertig fühlen kannst. An den sogenannten Launen, emotionalen wie geistigen, kann aber auch ein aus der Balance geratener Hormonhaushalt schuld sein. Hormone steuern viele Vorgänge im Körper und schon kleine Unstimmigkeiten oder fehlende Bausteine können den Hormon-Workflow gehörig durcheinander bringen.

Wenn du dich also nicht ganz wie du selbst fühlst, könnte der Grund eine hormonelle Schieflage sein. Weitere Indikationen können auch körperlicher Natur sein, etwa ein verändertes Kalt-Warm-Empfinden, trockene Haut oder Verdauungsstörungen oder –veränderungen.

Ob kleine, feine oder deutliche, vielleicht sogar körperliche Veränderungen: Ein Check mit der Ärztin ist nicht verkehrt und kann zudem aufschlussreich sein, was die individuellen Veränderungen im weiblichen Zyklus betrifft. Wer sich mit den Hormonen in seinem Körper auseinandersetzt, kann während des Zyklus auch besser einschätzen, was da gerade passiert und woher eventuelle Stimmungen kommen können.

Diese 7 Situationen können auf ein hormonelles Ungleichgewicht hindeuten

1. Depressive Verstimmungen

Grund kann ein zu niedriges Östrogenniveau. Das führt weiter zu Schlafproblemen, Müdigkeit und Angstzuständen.

2. Angstzustände

So wichtig wie das Östrogen für eine gesunde emotionale Balance ist, so unverzichtbar ist Progesteron für das hormonelle Gleichgewicht und gilt als beruhigendes Hormon, das wiederum das Östrogen reguliert. Ohne diese Ausgewogenheit kann es also zu einer ganzen Reihe von Stimmungsschwankungen kommen.
Natürlich gibt es noch viele andere Gründe für Ängste, bei denen eventuell auch eine Gesprächstherapie sinnvoll ist. Ein Hormonstatus kann in jedem Fall Aufschluss geben, woher die Angstzustände kommen können.

3. Dir unerklärliche Reizbarkeit

Chronischer Stress ist einer der Hauptauslöser für einen erhöhten Cortisolspiegel, unter dem auch die anderen Hormone leiden. Was wiederum zu Unausgeglichenheit von Östrogen, Progesteron und Schilddrüsenhormonen führen kann – und das lässt wiederum den Serotoninspiegel sinken und voilá, die Laune ist im Keller.
Wenn ein Cortisol-Überschuss der Grund für deine Zustände festgestellt wurde, kann das Erlernen eines bewussten Umgangs mit Stress helfen, von Meditation bis therapeutische Hilfe.

4. Nebel im Kopf

Wenn etwas mit der Schilddrüse nicht so läuft, wie es soll, spürt der betroffene Mensch viele Symptome, eine davon ist ein schwammiges Gefühl im Kopf. Die Schilddrüse kontrolliert deinen Stoffwechsel, reguliert deinen Blutzucker und hilft unter anderem dabei, mit Stresshormone im Zaum zu halten. Wenn die Schilddrüsenhormone also nicht effektiv arbeiten können, leiden die Neurotransmitter im Gehirn darunter, was zu Depression, Angstzuständen und einem vernebelten Kopf führen kann.

5. Stimmungsschwankungen

Eine Schilddrüsenüberfunktion auf der anderen Seite kann zu Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Depression und sogar Panikattacken führen. Die können natürlich auch von einer allgemeinen Angststörung herrühren, ein unstabiler Hormonhaushalt kann aber ebenso eine wichtige Rolle spielen und sollte deshalb abgeklärt werden, erklärt Dr. Laurence Orbuch gegenüber dem Webportal Bustle.

6. Ein großes Bedürfnis nach Me-Time

Ist dein Östrogen-Level zu niedrig, merkst du vielleicht, dass dir die Welt um dich herum schnell zu viel wird und du mehr Zeit für dich brauchst als normal. Wenn du also FreundInnen für deine Verhältnisse ungewohnt oft außen vor lässt, können deine Hormone ein Grund dafür sein.

7. Stress nimmt dich mehr mit als gewöhnlich

Permanenter Stress geht uns allen irgendwann an die Nieren und ein achtsamer Umgang mit sich selbst ist dabei wichtig. Stichwort achten: Wenn du bemerkst, dass dich geringe Änderungen in deiner Routine dich unverhältnismäßig stark aus der Bahn werfen und Stress allgemein dich über die Maßen belastet, kann auch das an deinem Hormonhaushalt liegen und könnte Anzeichen für einen niedrigen Testosteronspiegel sein. Müdigkeit und Abgeschlagenheit, schlechte Konzentrationsfähigkeit sind weitere Symptome.

Hör auf deinen Körper! Wenn du eines oder mehrere der oben beschriebenen Symptome wahrnimmst, such eine Ärztin auf und lass deinen Hormonstatus bestimmen. Neben kleinen Änderungen im Lebenswandel – ja, Bewegung und Ernährung – oder Supplementierungen mit Vitaminen bis zu medikamentöser Behandlung wird sie den richtigen Weg für dich finden, um deine Hormonbalance wieder herzustellen.

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