7 Kinofilme, die mit Smartphone ganz anders verlaufen wären

Handy verändert Drehbücher, wie diese Kult-Filme zeigen.

Das Handy als Plotkiller. Dass das Smartphone unser Leben verändert hat, steht außer Frage. Diese Filmhandlungen wären im digitalen Zeitalter ganz anders abgelaufen.

Stirb Langsam (1988)

Bruce Willis alias John McClane will eigentlich nur seine Frau auf der Firmen-Weihnachtsfeier besuchen. Dann jedoch riegeln Kriminelle das gesamte Gebäude ab und schneiden alle Telefonleitungen durch. John McClane muss sich alleine durchschlagen. In seiner Verzweiflung schmeißt er sogar eine Leiche aus dem Fenster, um auf seine missliche Lage aufmerksam zu machen. Mit Smartphones ausgerüstet, hätte er schon in der ersten Minute die Polizei gerufen – und dann die Bilder von der Festnahme auf Facebook geteilt.

Memento (2000)

Hauptdarsteller Leonard (Guy Pearce) verliert über Nacht immer wieder sein Gedächtnis. Daher speichert er Erinnerungen anhand von Tattoos. Bald schon ist sein ganzer Körper mit Notizen von Ereignissen vollgestichelt. Zusätzlich hält er wichtige Ereignisse mit einer Polaroidkamera fest. Heute hätte es wohl genügt, sich die Zugangsdaten zu Smartphone und I-Cloud tätowieren zu lassen.

Kevin allein zu Haus (1990)

Zu Weihnachten fliegt Kevins (Macaulay Culcin) gesamte Familie von Chicago nach Frankreich, im Stress wird der Achtjährige allerdings zuhause vergessen. Wegen schlechtem Wetters (ein Baum stürzt auf die Leitungsmaste) sind die Telefone gestört. Also muss Kevin das Familienheim alleine gegen die trotteligen Einbrecher verteidigen. 2017 hätte Kevin wohl seine Klassen-WhatsApp-Gruppe um Hilfe gerufen.

Psycho (1960)

Marion Crane (Janet Leigh) unterschlägt von ihrem Arbeitgeber Geld und fährt Hals über Kopf mit dem Auto los. Voller Angst, wegen des Diebstahls von der Polizei aufgegriffen zu werden, kommt sie bei Dunkelheit im strömenden Regen vom Weg ab und hält schließlich vor einem abgelegenen Motel. Norman Bates (Anthony Perkins), der junge, schüchterne Besitzer des Motels entpuppt sich jedoch als irrer Massenmörder. 2017 hätte ein Handy-Check auf Tripadvisor oder booking.com genügt und Marion hätte gewusst, dass dieses Motel echt nicht empfehlenswert ist.

Schlaflos in Seattle (1993)

Sam (Tom Hanks) ist seit einem Jahr Witwer. Eines Tages bringt Jonah seinen Vater dazu in eine Radiosendung öffentlich über seine Probleme zu reden. Die Folge: Sam bekommt Post von weiblichen Verehrerinnen, darunter auch von Annie (Meg Ryan) aus New York, die sich auf den Weg von New York nach Seattle macht, um ihren Traummann kennenzulernen. 2017 wäre der Anruf wohl viral gegangen und Annie hätte viel mehr Konkurrenz gehabt. Außerdem hätte sie Sam wohl gegoogelt und versucht in den Sozialen Netzen aufzuspüren. Das Date auf dem Empire State Building wäre mit Smartphones auch nicht zur unsicheren Zitterpartie geworden.

Die üblichen Verdächtigen (1993)

Roger ‘Verbal’ Kint (Kevin Spacey) ist ein Kleinkrimineller, der die Explosion eines vermeintlichen Drogenschiffes im Hafen von Los Angeles überlebt hat. Von der Polizei verhört schildert er seine Version, wie sich alles zugetragen hat: Bei einer Zeugengegenüberstellung findet sich Verbal mit einigen einschlägig vorbestraften Gangstern, den üblichen Verdächtigen, in einer Zelle wieder. Der perfekte Ort, um schon das nächste Ding zu planen. Am Schluss entlarvt ein Fax den wahren Drahtzieher, der zu diesem Zeitpunkt allerdings längst über alle Berge ist. Per E-Mail aufs Handy wäre die Info früher und wohl rechtzeitig gekommen.

Fight Club (1999)

Im Fight Club mit Brad Pitt und Edward Norton lassen Männer brutal Dampf ab. Doch schon bald wird das Ganze zu einer nationalen Bewegung mit terroristischen Zügen. Ohne jetzt zu spoilern zu wollen. Ein kleines Selfie mit dem Kontrahenten hätte den Plot des Films sofort ans Licht gebracht. Außerdem wäre es heute sehr unwahrscheinlich, dass niemand die geheimen Boxkämpfe mit der Handycam aufzeichnet und in die Sozialen Netze stellt.

 

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