7 Dinge, die du über Winterdepression wissen solltest

Weil dein Stimmungstief vielleicht mehr ist als bloß ein "Ugh, es ist ständig kalt und finster"-Herumgranteln.

Winterdepression

Die Lippen sind trocken, die Sonne ab 16 Uhr weg, die Nase verstopft und die Füße konstant kalt - jap, Winterbeginn kann schon ziemlich oasch sein und auf die Stimmung drücken. Das Wort "Winterdepression" wird daher oft eher als Beschreibung fürs Grantigsein verwendet, dabei ist saisonale Depression eine ernstzunehmende Erkrankung. Das solltest du wissen:

1. Winterdepression ist was anderes als einfach nur den Winter zu hassen.

Von einer saisonal bedingten Depression spricht man dann, wenn depressive Symptome zu einer bestimmten Jahreszeit wiederholt auftreten und mit Ende der Jahreszeit dann auch wieder verschwinden. Antriebslosigkeit, Interessensverlust, Konzentrationsstörungen oder auch Magenprobleme - die Sympotome ähneln der einer Depression. Bei einer sogenannten Winterdepression können noch Anzeichen wie Heißhunger oder erhöhtes Schlafbedürfnis hinzukommen.

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2. Psychische Krankheiten begünstigen Winterdepression.

Menschen, die ohnehin schon an mentalen Krankheiten leiden, sind eher anfällig für saisonale Depressionen. Laut dem ICD-10, dem weltweit anerkanntesten Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen, zählt die Winterdepression als Sonderform zu den rezidivierenden depressiven Störungen. Weil die Symptome ähnlich der einer saisonunabhängigen Depression sind, korrelieren Depression und Winterdepression häufig.

3. Es gibt auch eine Sommerdepression.

Auch Summertime Sadness - und zwar nicht nur auf den Alben von Lana Del Rey. Eine saisonal bedingte Depression tritt zwar im Frühling und im Sommer deutlich weniger oft auf, kann aber grundsätzlich auch vorkommen. Die Symptome sind dann allerdings in der Regel weniger stark ausgeprägt.

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4. Sonne kann kleine Wunder bewirken.

Die Winterdepressions-Symptome lassen sich meist auf unseren Serotonin-Melatonin-Stoffwechsel zurückführen. Bei Tageslicht produziert unser Gehirn verstärkt Serotonin, wodurch sich unsere Stimmung verbessert. Neben weniger Tageslicht im Winter kommt noch hinzu, dass die Produktion von Melatonin gehemmt wird, wenn Licht auf die Netzhaut unserer Augen trifft. Das Hormon Melatonin steigert unser Schlafbedürfnis, wir benötigen im Winter also mehr Schlaf. Dieser Prozess ist grundsätzlich ganz normal, allerdings reagieren manche Menschen empfindlicher auf solche Schwankungen im Hormonhaushalt als andere. Sobald sich die Sonne also im Winter blicken lässt: Schnell raus und zu einem kleinen Spaziergang überwinden - und dabei am besten keine Sonnenbrille tragen, damit die Lichtreize über die Netzhaut aufgenommen werden können.

5. Vitamin D auch. (Und Sport auch.)

In weiterer Folge spielt natürlich auch unser Vitamin-D-Haushalt keine zu unterschätzende Rolle bei der Winterdepression. Vitamin D kann nicht nur durch Sonneneinstrahlung auf der Haut gebildet werden, sondern auch über die Nahrung aufgenommen werden - am besten ein Blutbild anfertigen und gegebenenfalls Vitamin D in Tropfen- oder Tablettenform zusätzlich aufnehmen.
Außerdem: Verschiedene Studien haben gezeigt, dass moderate sportliche Aktivität die Symptome einer Winterdepression lindern kann.

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6. Frauen sind häufiger betroffen.

Warum das so ist, ist noch nicht ausreichend genug erforscht (>>> Hot guess: Vielleicht weil in Wissenschaft und Medizin der Mann die Norm ist), aber: Frauen sind im Schnitt vier Mal so häufig von Winterdepression betroffen wie Männer. Möglicherweise liegt es am Östrogen-Level, das widerum Einfluss auf den Serotonin-Haushalt hat.

7. Vorbereitung kann helfen.

Wer in der Vergangenheit schon häufiger unter Winterdepression gelitten hat, kann die Symptome durch entsprechende Vorbereitung ein wenig lindern, so Nancy Irwin, klinische Psychologin, gegenüber InStyle. Vorab einen Trip ins Warme (zu mehr Sonnenlicht!) buchen oder für einen wöchentlichen Sportkurs einschreiben kann helfen!

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