7 Anzeichen, dass eine monogame Beziehung nicht das Richtige für dich ist

Laaaangsam werden Liebeskonzepte abseits der Monogamie gesellschaftlich akzeptiert. Gut so, denn nicht alle sind mit monogamen Beziehungsmodellen kompatibel …

Offene Beziehung

(Viel zu) lange haben Menschen ja geglaubt, dass sie einzig für die Monogamie gemacht worden sind (guess what: it’s patriarchy telling us lies! A-gain.). Langsam aber doch werden nun auch andere Beziehungsmodelle gesellschaftsfähig: Lebensabschnittsparnter*innen, Freundschaft Plus, Offene Beziehungen oder ein polyamores Liebesleben.

Monogame Beziehungen sind schlichtweg nicht für jede*n das richtige Konzept (außer du bist ein Pinguin, denn – fun fact: Pinguine leben streng monogam). 7 Anzeichen, dass Monogamie vielleicht doch nix für dich ist:

1. Du teilst gerne.

Seien es die Snacks beim Netflixen oder die Mitschriften aus der letzten Vorlesung: Teilst du gerne mit anderen Menschen? Wie gerne wir mit anderen teilen, sagt nämlich viel über unser Verhalten in Beziehungen aus, wie Soziologin Dr. Sheff gegenüber The Cut erklärt: "Ist Teilen etwas, das dir Spaß macht und wonach du suchst? Oder bist du eher jemand, der alles schön für sich behält, auf dem eigenen Teller? Personen der zweiten Kategorie neigen dazu, diesen vermeintlichen Anspruch selbst in einer einvernehmlichen polygamen Beziehung irgendwann geltend zu machen."

2. Du kannst mit komplexen Gefühlen umgehen.

Für dich gibt es nicht nur Schwarz oder Weiß? Du bist ein reflektierter Mensch und verstehst, woher deine Gefühle kommen und dass vermeintlich gegensätzliche Gefühle parallel existieren können? Wenn ja, dann könnte ein offenes Beziehungsmodell ganz gut für dich passen. Dazu braucht es nämlich die Bereitschaft, komplexe Gefühle zuzulassen und in weiterer Folge auch "vollkommen ehrlich mit jeder involvierten Personen umzugehen", so die Soziologin. Ja, das bedeutet viel Arbeit – aber hoffentlich auch umso mehr Wertschätzung.

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3. Du kannst mit Eifersucht nicht viel anfangen.

Für viele ist Eifersucht bis heute ein "Zeichen von wahrer Liebe" und ein Indiz dafür, dass dem*der Partner*in besonders viel an einem liegt. (Newsflash: It’s toxic!) Im Falle einer polygamen Beziehung sollte man sich von Eifersucht nahezu völlig lösen können. "Emotionen bewusst zu managen, ist eine Fähigkeit, die trainiert werden muss. Jeder spürt Stiche und Ängste. Allerdings solltest du für ein nicht-monogames Modell bereit dazu sein, mit Eifersucht umgehen zu können", erklärt Dr. Sheff.

4. Du kannst dir vorstellen, dass dein*e Partner*in was mit anderen Menschen hat.

Okay, kurzer Reality Check, das ist nämlich ganz wichtig: Hast du einfach das Bedürfnis mal wieder mit jemand anderem intim zu werden, drehst aber schon durch bei dem Gedanken, dass dein*e Partner*in das gleiche macht? Nicht gut. Dann sollte wohl eher an der aktuellen Beziehung gearbeitet werden anstatt ein neues Liebeskonzept auszuprobieren. Für Liebesmodelle abseits der Monogamie ist es nämlich entscheidend, dass der Gedanke, wenn der*die Partner*in mit anderen Menschen intim wird, kein Unbehagen auslöst.

5. Du kommunizierst gerne und viel.

"Wer nicht monogam leben möchte, sollte dazu bereit sein, die eigene Kommunikation nicht nur zu verbessern, sondern sie im besten Fall bereits gut zu beherrschen", beschreibt Dr. Sheff. Soll heißen: Offene Beziehungsmodelle sind nichts für Menschen, denen man alles aus der Nase ziehen muss und die hoffen, dass endlich mal jemand nachfragt, was einen denn so bedrückt.

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6. Du bist extrovertiert.

Das soll nicht heißen, dass introvertierte Personen keine polygamen Beziehungen eingehen können, aber: "Sie sind schneller mit der Gesamtsituation überfordert und von der Menge an Kontakt und Kommunikation mit den Partnern überwältigt. Extrovertierte hingegen sprechen Probleme an, reden darüber und schaffen mit ihrer Begeisterungsfähigkeit viele Fallstricke bereits von vornherein aus dem Weg“, so Sheff.

7. Du denkst viel und oft über offene Beziehungskonzepte nach.

… und zwar nicht (nur) in Form von sexuellen Fantasien, die du vielleicht gerne ausleben möchtest. Viel eher hast du das Prozedere schon mehrmals im Kopf durchgespielt, kannst dir vorstellen, dass es sich gut anfühlt, mit mehreren Menschen ein intimes Verhältnis einzugehen? Dann können offene Konzepte etwas für dich sein, Soziologin Sheff rät allerdings zur Selbstreflexion: "Stelle dir einen zukünftigen Partner vor. Egal wie perfekt er für dich sein mag: Kannst du dir trotzdem noch vorstellen, dass die Person dann auch noch was mit anderen hat?"

Natürlich kann man nicht alle Eventualitäten im Vorhinein durchplanen und gedanklich durchspielen – in allen Fällen gilt jedenfalls: You do you, girl.

 

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