7 Anzeichen, dass du völlig überlastet bist

Erschöpfungskrankheiten wie Burn-Out kommen nicht von heute auf morgen, sondern kündigen sich über Monate oder sogar Jahre an. Auf diese Alarmzeichen für krankmachenden Stress sollte man achten.

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Vollgepackte Terminkalender und stressige Phasen kennen wohl die meisten. "Nur noch diese Woche durchpowern", sagen wir uns dann, um am Freitagabend völlig kaputt aufs Sofa zu fallen und uns übers Wochenende auszukurieren. Nur: Was, wenn die nächste Woche nicht besser wird, so wie wir uns das erhofft und eingeredet haben? Wann wird Stress tatsächlich ungesund?

Wie viel Stress gesund ist

Stress ist nicht per se was Schlechtes. Eigentlich bedeutet Stress nur, dass sich unser Körper und unser Geist für Herausforderungen rüsten. Stressige Phasen können uns also zu Höchstleistungen treiben, weil alle körperlichen und seelischen Reserven mobilisiert werden und somit Konzentration und Blutzuckerspiegel steigen. Wird allerdings dieses Alarmsystem unseres Körpers andauernd ausgelöst, kann das zu Stoffwechselerkrankungen, Diabetes oder Schlaf- und Verdauungsstörungen führen. Umso wichtiger ist es, erste Warnsignale, dass man möglicherweise kurz vor einem Burnout steht, zu erkennen:

1. Versagensängste

Menschen, die dauerhaft unter Stress stehen, werden oft von einer starken Versagensangst begleitet. Das kommt daher, dass sich viel beschäftigte Personen häufig über ihre Leistungsfähigkeit definieren, sprich: Wer viel leistet, ist liebenswert - und diese Denkweise ist toxisch.

2. Sozialer Rückzug

Burn-Out-Gefährdete sind in Sachen Zeitmanagement oft völlig überfordert. Weil sie vor allem beruflich so viel wie möglich schaffen wollen, frisst die Arbeitszeit ihre Privatzeit. Man fühlt sich dann nicht mehr in der Lage, sozialen Kontakten nachzugehen. Häufig geht dieser soziale Rückzug auch mit depressiven Phasen einher. Das liegt daran, dass das Stresshormon Cortisol die Produktion des Glückshormons Serotonin hemmt.

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3. Gewichtszunahme

Auch hier liegt die Ursache im Stresshormon Cortisol. Dieses gelangt bei übermäßigem Stress in die Bauchspeicheldrüse und stört so die Insulinproduktion. In weiterer Folge speichert unser Körper Kohlenhydrate in Fettzellen. Das führt zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel, wodurch die Lust auf Zucker steigt.

4. Unzufriedenheit

Obwohl es ständig stressig ist und man vermeintlich viele Dinge unter einen Hut bekommt, fühlen sich krankhaft gestresste Personen ständig unzufrieden. Man glaubt immer, man müsse noch mehr über seine Grenzen gehen und noch mehr schaffen, um es ja allen recht zu machen.

5. Schwindel

Wenn man kurz vor einem Burn Out steht, machen sich auch Anzeichen auf körperlicher Ebene bemerkbar. Neben Schlafstörungen sind überlastete Personen oft von Kopf- und Rückenschmerzen oder Schwindelanfällen betroffen.

6. Lustlosigkeit

Weder im beruflichen noch im privaten Umfeld empfinden überlastete Menschen kaum mehr Freude. Weil die gesamte Energie in den Job fließt, können Burn-Out-Gefährdete auch bei Tätigkeiten, die einem eigentlich Freude bereiten, kaum mehr Glücksgefühle empfinden. Zudem sinkt auch die Lust auf Sexualität.

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7. Konzentrationsprobleme

Mangelnder Schlaf und ein zu hohes Arbeitspensum lassen die Konzentrationsfähigkeit in den Keller sinken. Regelmäßige Pausen würden Kreativität und Konzentration wieder ankurbeln, aber überlastete Personen erlauben sich kaum Arbeitspausen. Stattdessen neigen sie zu noch mehr Arbeitsstunden, was sich in chronischer Müdigkeit niederschlägt. Der Körper signalisiert so einen Hilfeschrei und den Wunsch nach Ruhe. Konzentrationsunfähigkeit und Schlafprobleme sind demnach deutliche Warnsignale, die darauf hindeuten, dass dein ständiger Stress dich ernsthaft krank macht.

 

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