7 Anzeichen, dass dein Körper übersäuert ist

Reis, Pasta & Kaffee: Viele Menschen ernähren sich viel zu „sauer“, aber die Symptome für eine Übersäuerung des Körpers sind vielfältig.

Übersäuerung

Medizinisch betrachtet entsteht eine klinische Übersäuerung dann, wenn die Nieren und Lungen beeinträchtigt sind. Dieses Krankheitsbild der sogenannten Azidose (= Übersäuerung) kann durch eine falsche Ernährung alleine allerdings kaum ausgelöst werden. Daher gilt: Bei ernsten Beschwerden immer einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Nichtsdestotrotz gibt es Symptome, die auf eine zu „saure“ Ernährung hindeuten können, das heißt: Unser Säure-Basen-Haushalt ist dann in Balance, wenn sich die pH-Werte im Körper in ihrer vorgesehenen Spanne befinden (Sauer = 0-6,9; Neutral = 7, basisch = 7,1-14). Liegt der körpereigene pH-Wert (also die Wasserstoffionenkonzentration der Körperflüssigkeiten) nicht in diesem Bereich, werden der Transport von Nährstoffen und die Hormontätigkeit beeinträchtigt.

Welche Lebensmittel sind „sauer“?

Beim Verdauungsprozess entsteht saures Kohlendioxid, das unsere Lunge beim Ausatmen nach außen transportiert. Säuren, die etwa durch Proteine über unsere Nahrung zugeführt wurden, werden hauptsächlich von den Nieren über den Urin abgeleitet. Unser Körper führt also ständig diese Regulationsmechanismen durch, sobald der pH-Wert abzuweichen droht.

Mit welchen Nahrungsmitteln unser Körper besonders zu kämpfen hat, lässt sich allerdings nicht am Geschmack festmachen. Geschmacklich saure Zitrusfrüchte sind etwa stark basenbildend, während Fleisch, Eier, Käse, Reis und Pasta verstärkt Säure bilden. Gemüse, Obst und Kartoffeln werden gerne als Basenbildner bezeichnet und sollten bei einer leichten Übersäuerung vermehrt verkocht werden. Diese 6 Symptome sind Anzeichen für eine Übersäuerung:

1. Chronischer Schnupfen

Bei Übersäuerung versucht der Körper, über die Schleimhäute überschüssige Säure loszuwerden – so auch über die Schleimhäute im Nasengang. Wenn deine Nase also ständig läuft, kann das ein also Anzeichen sein, dass dein pH-Wert außerhalb der Norm liegt und dadurch der Transport von Nährstoffen beeinträchtigt wird.

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2. Zahnschmerzen

Der Mundraum ist ohnehin schon die Steuerzentrale für Viren und Bakterien. Wenn der pH-Wert im Mund allerdings niedriger als normal ist, fühlen sich Mikroorganismen im Mund noch wohler als sonst, wodurch das Karies-Risiko steigt.

3. Müdigkeit

Der Körper bezieht während dem Schlaf Calcium aus den Knochen, um die Säuren im Organismus zu neutralisieren. Muss dafür mehr Energie als üblich aufgewandt werden, sind unruhiger Schlaf und Erschöpfung die Folgen.

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4. innere Unruhe

Stress und Nervosität führen zu einer vermehrten Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin. Diese beiden Hormone beeinträchtigen den Mechanismus, der zum Abbau von Säure notwendig ist. Wird (gefühlt grundlose) Nervosität also zum Dauerbegleiter, kann das an einer Übersäuerung liegen.

5. unreine Haut

Wenn der Körper übersäuert ist, werden Säuren nicht nur über die Leber, sondern auch über die Haut abgebaut. Bakterien finden so auf der „sauren“ Hautoberfläche einen tollen Nährboden, wodurch Pickel und Unreinheiten entstehen.

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6. Gewichtsschwankungen

Kann der Körper die Säure nicht mehr regulieren und abbauen, wird Säure im Fettgewebe abgelegt. Bei Frauen ist das häufig am Kinn, im Bauch oder an den Oberschenkeln. Reguliert sich der Säurehaushalt wieder, sind diese Ablagerungen schnell wieder verschwunden. Ist die Übersäuerung von längerer Dauer, verbinden sich die Abfallstoffe mit den Fettzellen.

7. Sodbrennen

Übermäßige Säureproduktion durch Lebensmittel wie Alkohol, Süßspeisen oder Kaffee führt zu einer Übersäuerung im Magen. Dadurch kann ein sogenannter Reflux (=Rückfluss entstehen), das heißt: Mageninhalt fließt in die Speiseröhre zurück, wodurch die aggressive Magensäure die Schleimhaut der Speiseröhre angreifen kann und ein brennender Schmerz entsteht.

 

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