6 Tipps, wie du die Leseratte in dir wieder zum Leben erweckst

Früher! Da hast du ja richtig viel und gern gelesen. Aber jetzt schläfst du mit der Motivation meistens schon auf Seite 3 ein? So machst du lesen wieder zur Gewohnheit.

Wie du wieder zur Leseratte wirst

Aus dem Sommerurlaub, von kuscheligen Couchen bei Herbstwetter, spätestens aber am Jahresende posten die Vielleser*innen wieder ihre gelesenen Bücherlisten in sozialen Medien. Und du denkst dir: "Hm. Mehr als zwanzig Seiten Bestseller-Roman hab ich nicht geschafft. Zählt in Magazinen blättern und Instacaptions lesen eigentlich auch?" Und dann bist du ein bisserl traurig, weil du früher eigentlich richtig viel gelesen hast. Und du würdest gerne aber die Zeit und die Motivation und überhaupt und sowieso... Stopp! Mit ein wenig Disziplin kannst du die Freude am Lesen als Hobby wiederfinden. Als Eskapismus mag es anstrengender sein, als ein Netflix-Marathon - aber ein gutes Buch gibt eine ganz eigene Art der Befriedigung. Probier's mal so:

1. Versuch, dich in deinem Buch zu verlieren

Lesen kann eine Art Meditation sein. Wenn du dich komplett auf die Welt des Buches, seinen Charakteren und Geschichte einlässt, kriegst du gleichzeitig auch eine kleine Pause von deinem eigenen Leben. Und wie Mediation kann man auch diese Art der völligen Konzentration üben - so wird man auch nicht nach zwei Seiten wieder hibbelig und muss unbedingt den Insta-Feed checken, obwohl eh nix Spannendes passiert ist. Wenn du merkst, dass du wieder abgelenkt bist, stell dir selbst Fragen zu deinem Buch: Was gibt es dir gerade? Welche Gefühle entwickelst du beim Lesen? Sind es welche, die dich belasten? Das kann dir helfen, im Moment des Lesens zu verweilen und so eine Gewohnheit aus dem Lesevorgang zu entwickeln.

2. Finde raus, was dir gefällt

Achtung, jetzt wird es Bahnbrechend: Wenn du dich ständig zwingst, Bücher zu konsumieren, die du eigentlich nicht genießt, dann wird das mit dem regelmäßig Lesen schwer. Nimm mal Abstand von diesen Büchern, von denen du nur glaubst, sie lesen zu müssen. Finde lieber raus, welche Genres und Autor*innen du tatsächlich magst - oder welches Medium. Vielleicht sind dir Hardcover nämlich auch einfach zu schwer oder du chillst am liebsten bei einem Audiobook. Der Rest kommt dann von ganz allein.

3. Gönn dir einen Leseplatz

Ein entspannter Leseplatz ist mindestens genauso wichtig, wie das richtige Buch und die richtige Zeit. Und dann bist du auch noch ständig abgelenkt von deinem Smartphone! So kann das gar nicht funktionieren. Probier mal, dir einen ruhigen Platz zu suchen und das Handy ganz weit wegzulegen. Das muss gar kein pinterest-y Reading Nook sein - solange du dir den Raum gibst, dich auch dein Buch einzulassen.

4. Bewerte deine gelesenen Bücher

Notizen, Notizen, Notizen! Ob du dir einfach nur eine Liste der gelesenen Bücher anlegst, dir ein Bewertungssystem ausdenkst oder sogar noch Lieblingszitate notierst - jegliche Form von Bookjournaling sorgt für Motivation (und ein bisserl Stolz). Gleichzeitig kannst du so auch gut herausfinden, was dein Geschmack ist und welche Gefühle welche Literatur in dir auslöst.

Pro-Tipp: So hast du auch einen guten Überblick darüber, ob deine Autor*innenliste zu männlich ist. #frauenlesen ist auch 2020 noch ein Ding.

5. Such dir eine*n Lesepartner*in

Ein Schritt weiter wäre jemand, der dich zur Leseverantwortung zieht. Manche Menschen haben ja Trainingsbuddies, such du dir einen Lesebuddy. Dann könnt ihr auch gleich immer bei Spritzwein über das letzte Buch diskutieren, von den Gedanken des*der Anderen profitieren und neue Perspektiven entdecken. Und das alles bei Qualitytime! Soviele Fliegen mit nur einer Klappe!

6.Oder tritt gleich einem Buchclub bei

Okay, zugegeben: Es ist ein Next-Level Commitment. Aber es sind auch gleich mehrere Lesebuddies auf einmal! Und du kommst so zu Büchern, an die du sonst gar nicht gedacht hättest. Außerdem gibt es sanfte Einstiegsmodelle, die anonym und online funktionieren (z.B. Oprah Winfrey's Buchklub). Da ist das mit dem Druck auch nicht so ein Thema. Und wer weiß - vielleicht kommst du ja auf den Geschmack.

 

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