6 Tipps, wie deine eigenen Bedürfnisse beim Sex nicht zu kurz kommen

Geht es um's Thema Sex, findet die weibliche Lust nach wie vor leider viel zu wenig Beachtung. Wie du sicherstellen kannst, dass du beim Sex auf deine Kosten kommst:

Frau liegt im Bett

Okay, jetzt mal ehrlich: Wie oft dachtet ihr beim Sex schon "Hm, ganz nett…aber…geht da nicht noch mehr?“ Oft ist es halt irgendwie leichter, sich mit dem zufrieden zu geben, was man bekommt, als dem*r Partner*in zu kommunizieren, dass man’s grad nicht sooo geil findet. Allerdings entgeht einer auf diese Weise auch Einiges. Es liegt nämlich auch in der eigenen Hand, dafür zu sorgen, dass der Sex Spaß macht und man auf seine Kosten kommt. Du weißt noch nicht recht wie das gehen soll? Wir haben da ein paar Tipps für dich:

1. Lerne deinen Körper kennen

Während pubertierende Burschen quasi kein anderes Gesprächsthema kennen, ist Masturbation bei Mädchen nach wie vor oft ein Tabu. Dabei ist Selbstbefriedigung etwas völlig Normales, das dir noch dazu hilft, dich mit deinem Körper vertraut zu machen und herauszufinden, was du magst und was nicht.

2. Sag ruhig, was dir gefällt

Es gibt da die ein oder andere Fantasie, die schon länger in deinem Kopf rumgeistert, du bisher aber noch nie mit deinem*r Partner*in geteilt hast? Du weißt, eigentlich würde es dir besser gefallen, wenn dein*e Freund*in beim Sex manches nur ein bisschen anders machen würde? Sprich es ruhig aus! Dein*e Partner*in wird dankbar sein – schließlich will auch er*sie, dass du ein schönes Erlebnis hast (wenn nicht, solltest du dir vielleicht nochmal überlegen, ob du mit dieser Person Sex haben möchtest). Oft reicht bereits ein kleiner Hinweis, um Großes zu bewirken.

3. Gib dir Zeit

Sätze wie "Ich komm gleich, du auch??“ setzen unnötig unter Stress und sorgen für immensen Druck beim Gegenüber. Weil man den*die Sexualpartner*in nicht enttäuschen will, wird man dazu verleitet, einen Orgasmus vorzutäuschen und so zu tun, als wär eh alles super. Kommuniziere dem*r anderen, dass du dir gerne mehr Zeit lassen würdest und er*sie mal ein bisschen vom Gas steigen soll. Schließlich geht es beim Sex auch um viel mehr als den Orgasmus.

4. Achte auf dich und deine Gesundheit

Wer fit ist, hat besseren Sex - eigentlich logisch. Eine im August 2019 veröffentlichte Studie zeigt, dass regelmäßiger Ausdauersport unser Sexleben vor allem in den Bereichen Durchhaltevermögen, Performance und Lust beflügelt. Außerdem sinkt das Risiko sexueller Dysfunktion. Wenn das nicht mal Motivation ist, die Laufschuhe mal wieder aus dem Schrank zu holen!

5. Vergiss nicht: Ja, auch du verdienst guten Sex!

Laut Frauenrechts-Aktivistin Gina Martin neigen insbesondere Frauen* dazu, ihre eigenen Bedürfnisse hintan zu stellen und in erster Linie auf den*die Parter*in zu achten – worunter natürlich das eigene Sexerlebnis leidet. Ihr Lieben, denkt’s doch bitte daran: Ja, auch ihr seid wichtig! Dass ihr dem*r anderen eine schöne Zeit bereiten wollt, ist ja schön und gut – manchmal auch ein bissi an sich zu denken, ist aber vollkommen okay. Letztendlich wird auf diese Weise das Erlebnis für euch beide besser.

6. Sprich an, wenn du nicht in der richtigen Verfassung bist

Manchmal beschäftigen uns so viele Dinge, dass wir uns einfach nicht fallen lassen und den Moment genießen können. Wenn das der Fall ist, dann sag das deinem*r Parnter*in, anstatt irgendwas zu erzwingen oder vorzuspielen. Er*Sie hat bestimmt Verständnis. Wenn du dir deine Sorgen von der Seele geredet hast, läuft's bestimmt besser - oder halt gar nicht, was ja auch völlig okay ist. Man kann und muss ja nicht immer Lust haben.

 

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