6 Netflix-Filme für die Feiertage, die nichts mit Weihnachten zu tun haben

Film-Highlights für alle, die nichts mit ewig gleichen Storylines anfangen können.

Ob Familien-Kitsch, schlechte Komödien über den Weihnachtswahnsinn oder klischeehafte Prinzessinnen-Filme: Filme rund um die Weihnachtszeit können ziemlich nerven. Zumindest einige von uns. Deshalb haben wir für euch ein paar (gute!) Filme gesammelt, die eure Feiertage (fast) gänzlich kitschbefreit halten werden:

ROMA (Drama, 2018)

Lasst euch nicht von der Schwarz-Weiß-Ästhetik abschrecken: dieser Film ist ein Meisterwerk. Nach seiner Premiere gewann das mexikanisches Filmdrama von Alfonso Cuarón den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig, die KritikerInnen überschlugen sich mit Lob und zum Oscar-Kandidaten wurde Roma auch gekürt. Cuarón erzählt darin die Geschichte seiner Kindheit, aus der Sicht einer Hausangestellten. Darum geht es: Cleo arbeitet in den frühen 70er Jahren als Hausmädchen in Mexiko-Stadt. Sie lebt zusammen mit und doch getrennt von der Familie, aber sorgt sich um die Kinder wie um ihre eigenen. Während der Vater sich mehr und mehr distanziert, hat Cleo mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen.

To All the Boys I’ve Loved Before (Teenie-Drama, 2018)

Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte das dringend nachholen. Die romantische, witzige, klischeebefreite Komödie To All the Boys I’ve Loved Before, die auf dem Roman von Jenny Han basiert, ist ein garantierter Stimmungsaufheller - und bricht gleichzeitig mit jeder Menge Stereotype, die Teenie-Dramas in der Vergangenheit in die Welt gesetzt haben. Darum geht es: Aus unerklärlichen Gründen wurden Lara Jeans geheime Liebesbriefe an ihre fünf Angebeteten verschickt. Eins ist sicher: Ihr ruhiges Schulleben ist vorbei.

SHIRKERS (Dokumentarfilm, 2018)

Auf der Filmplattform Rotten Tomatoes hat die Doku einen Score von 100 Prozent (was nicht oft vorkommt). Allein deshalb ist Shirkers von der aus Singapur stammenden Regisseurin Sandi Tan auf jeden Fall gut investierte Zeit. Denn er ist ein Indie-Film, wie er im Buche steht. Darum geht es: im Jahr 1992 drehten Sandi Tan und ihre Freunde auf den Straßen Singapurs einen eigenwilligen Film. Als dann die Aufnahmen verschwanden, begann eine Suche nach Antworten.

MERCURY 13 (Dokumentarfilm, 2018)

Eine Geschichte, wie sie nur das Patriarchat schreiben kann: In der Doku „Mercury 13“ von den FilmemacherInnen David Sington und Heather Walsh wird einer Gruppe von Menschen nachgegangen, die in den 60ern das Zeug dafür hatten, ins All geschossen zu werden – Frauen. Darum geht es: Weibliche Pilotinnen wurden hinter verschlossenen Türen gleichermaßen auf ihre Tauglichkeit geprüft und manche schnitten sogar besser ab als ihre männlichen Kollegen. Trotzdem wurde ihnen die Fahrt ins All verwehrt.

MUDBOUND (Drama, 2017)

Auch dieses Filmdrama überzeugt von Anfang bis Ende: Mudbound zeichnet ein detailverliebtes Bild der amerikanischen Geschichte zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Darum geht es: Zwei Familien treffen kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Mississippi-Delta aufeinander: Die Familie von Hap (Rob Morgan) und Florence Jackson (Mary J. Blige) bewirtschaftet schon seit Generationen ein Stück Land und versucht sich ein freies, selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Das ist jedoch im rassistischen Süden der USA gar nicht so einfach. Die McAllans sind hingegen weiß und gerade erst aus Memphis an das Mississippi-Delta gezogen und müssen sich erst noch mit dem Farmleben arrangieren.

Private Life (Comedy-Drama, 2018)

Der Blick auf die weniger schönen Seiten von Beziehungen, Familienverhältnissen und das Kinderkriegen: das mitunter skurrile Drama Private Life gibt schonungslos humorvolle Einblicke in das Leben von Richard und Rachel, die Mitte Vierzig noch eine Familie gründen wollen. Darum geht es: Ein Paar Mitte 40 hat nahezu alle Möglichkeiten ausgeschöpft, schwanger zu werden – bis mit dem Besuch ihrer Stiefnichte ein Hoffnungsschimmer auftaucht.

Aktuell