6 Mythen über Feminismus und warum sie falsch sind

Wir haben mit den gängigsten Sagern rund um Emanzipation und Gleichberechtigung aufgeräumt.

1. Feministinnen sind ständig wütend

Ja, es ist noch ein sehr weiter Weg bis zur Gleichberechtigung und ja, das ist auch ärgerlich. Doch, wie viele andere Menschen auch, ärgert man sich selbstverständlich über bestimmte Dinge im Leben. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Feministinnen ständig schlecht gelaunt und wütend sind.

2. Feministinnen lehnen sich nur deshalb auf, weil sie so ihre eigenen Probleme auf andere projizieren können

Genau! Es ist ja unmöglich vorstellbar, dass Frauen ohne psychische Probleme sich gegen ungleiche Bezahlung oder sexuelle Belästigung wehren.
Besonders Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen, werden für ihre Meinung sehr oft beleidigt oder als minderwertig deklariert. Laut Studien werden beispielweise Journalistinnen dreimal öfter im Internet beschimpft als ihre männlichen Kollegen, wie die OSZE-Beauftragte Dunja Mijatović in einem Interview mit der Wienerin berichtet.

3. Feministinnen sind humorlos

Tina Fey, Amy Poehler, Lena Dunham, Amy Schumer, Ellen deGeneres: alle diese Frauen setzen sich öffentlich für Frauen ein UND sind für ihre grandiosen Unterhaltungs-Fähigkeiten bekannt.

4. Feministinnen sind Fakten egal

Erst kürzlich veröffentlichte ze.tt eine Studie der McKinsey Unternehmensberatung, die belegt, dass die weltweite Wirtschaftsleistung um 28 Billionen Dollar steigen würde, wenn Frauen und Männer das gleiche Gehalt bekommen würden.

5. Feministinnen haben schlechten Sex

Wenn wir schon bei Fakten sind: eine Studie der Georgia State University fand heraus, dass Paare, die sich die Kindererziehung gleichberechtigt aufteilen, zufriedener mit ihrem Sexleben sind. Gegenteilig fielen die Befunde für Paare aus, in denen Frauen für die Mehrheit der Erziehungsarbeit verantwortlich sind: Mehr dazu hier.

6. Feministinnen sind nicht weiblich

Feministin=Kampfemanze? Von wegen. Eines der wichtigsten Punkte des Feminismus ist die Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Egal ob sexy und feminin in High Heels, mit kurzen oder langen Haaren, feminin oder sportlich - jede Frau kann und soll sich kleiden, wie sie möchte. Das Wichtigste ist, niemanden aufgrund seiner äußerlichen Erscheinung auszuschließen.

7. Feministinnen hassen Männer

Der Feminismus ist der Kampf für die politische, ökonomische und soziale Gleichberechtigung, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Natürlich besteht in den meisten Punkten noch einiges an Aufholbedarf für das weibliche Geschlecht – allerdings ist das sicherlich kein Grund, Feministinnen als männerhassende Meute darzustellen.

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