6 Lügen, die dir über Masturbation erzählt wurden

Masturbation ist peinlich, nur was für Singles oder Loser? Von wegen! Warum Masturbation nicht nur dir, sondern auch deiner Beziehung gut tut.

Selbstbefriedigung, vor allem bei Frauen, hat gesellschaftlich noch immer einen eher unangenehmen Beigeschmack und ist nach wie vor ein Thema, das mit Scham und Vorurteilen besetzt ist.

Umso wichtiger ist es, endlich mit diesen Mythen rund um die weibliche Masturbation aufzuräumen. Denn: "Solo-Sex" hat nichts Peinliches, Ekliges oder Bedauernswertes an sich. Ganz im Gegenteil - Selbstbefriedigung tut dem Körper, der Seele, und sogar der Beziehung gut. Warum sollten Frauen also auf eine der schönsten Erfahrungen der Welt verzichten, während Männer unbekümmert loslegen?

Hier sind ein paar Lügen, die uns im Laufe unseres Lebens über Selbstbefriedigung erzählt wurden:

1: Masturbation ist nur etwas für Männer

Die Studie "Sexuelles Verhalten in den USA" hat ergeben, dass die Mehrheit der Frauen und Männer masturbieren. Trotz allem: bei Männern passiert es öfter und sie machen es häufiger. 86 Prozent der Frauen befriedigen sich regelmäßig selbst, bei Männern sind es 95 Prozent. Aber warum ist das so? Ganz einfach: Weil uns unser Leben lang erzählt wird, dass Masturbation nur etwas für Männer ist. Während pubertierende Jungs ganz offen mit ihren Freunden über Masturbation reden (oder es sogar gemeinsam tun), ist das sexuelle Erwachen bei jungen Frauen eins, das sie laut Gesellschaft verstecken sollten.

2: Nur traurige Single-Frauen befriedigen sich selbst

Wer einen Vibrator braucht, der ist wohl sexuell sehr frustriert und einsam - so der Tenor. Doch das stimmt so nicht. Selbstbefriedigung ist wichtig für guten Sex - vor allem in einer Beziehung. Hier werden sexuelle Fantasien ausgetestet und in Gedanken ausgelebt, bevor es dann wirklich zur Sache geht. Und das Wichtigste: der eigene Körper und die eigenen Vorlieben werden erforscht. Außerdem sollte das eigene sexuelle Verlangen nicht von einem Partner abhängig gemacht werden. Kopfkino wird definitiv unterschätzt!

3: Masturbation ist schädlich

Zugegeben: dieser Mythos hält sich schon länger nicht mehr, und stammt eher aus erzkonservativen Mittelalter-Zeiten. Dennoch: der Glaube, dass Masturbation in irgendeiner Form schädlich ist, schlummert in einigen religiösen Kreisen noch immer munter weiter. Und er kann beinhart widerlegt werden: für Frauen kann Masturbation das Risiko, an Infektionen des Gebärmutterhalses und des Harntraktes zu erkranken, verringern. Das passiert durch das Öffnen des Gebärmutterhalses, welches während der Erregung passiert. Kurz gesagt: Selbstbefriedigung ist gesund. Nicht nur psychisch, sondern auch körperlich.

4: Über Selbstbefriedigung sollte man in der Öffentlichkeit nicht reden

Während Männer sich munter und laut darüber unterhalten, wann sie das letzte Mal selbst Hand angelegt haben, ist die gleiche Situation für Frauen oft undenkbar. Dabei befriedigen wir uns alle selbst, mal öfter, mal weniger oft - aber wir tun es. Warum also nicht einfach darüber reden? Schließlich ist es die natürlichste Sache der Welt.

5: Pornos und Sex-Fantasien dürfen nur Männer haben

So ein Blödsinn! Es ist vollkommen normal und okay, während der Selbstbefriedigung Pornos zu schauen oder an einen bestimmten Menschen oder an eine erregende Situation zu denken. Nirgendwo sonst kann man so gut abschalten wie bei der Selbstbefriedigung - und diese Portion Entspannung und Lust wirkt sich positiv auf den restlichen Tag aus.

6: Selbstbefriedigung ist nur was für junge Leute

Newsflash: Auch ältere Menschen masturbieren. Bei jüngeren Menschen ist es zwar wahrscheinlicher, dass sie es zugeben, aber sie sind nicht die einzigen, die sich selbst befriedigen. 43 Prozent der Männer und 33 Prozent der Frauen über 70 (!) gaben in der Studie an, sich noch selbst zu befriedigen.

Alles in allem: Masturbation ist nichts, wofür sich irgendjemand schämen sollte. Schließlich ist es euer Körper, und ihr könnt damit machen, was ihr wollt.

 

 

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