6 Gründe, warum deine Hände immer kalt sind und was du dagegen tun kannst

Ob am frostigen Novembermorgen oder am hochsommerlichen Julitag: Deine Hände frieren irgendwie immer. Das kann unterschiedliche Ursachen haben.

Kalte Hände

Sobald andere Menschen mit deinen Händen in Berührung kommen, zucken sie erschrocken weg oder stoßen einen spitzen Schrei aus? Dann leidest du wahrscheinlich auch unter chronisch kalten Händen. Wir verraten dir, was der Grund für deine Eis-Hände sein könnte und wie du sie loswerden kannst.

Dass unsere Hände kalt werden, wenn auch allgemein die Temperaturen fallen, ist ja irgendwie logisch: Unsere Blutgefäße verengen sich durch die Kälte, sodass unsere Gliedmaßen nicht mehr so gut durchblutet werden. Daher fühlen sich die Finger kalt an. Normalerweise sollten sie sich allerdings wieder aufwärmen, sobald wir einen warmen Raum betreten. Tun sie das nicht, könnte es eine dieser Ursachen haben:

1. Du pflegst einen ungesunden Lifestyle

Du rauchst wie ein Schlot und deine Zumba-Lehrerin hat bereits vergessen, wie du aussiehst, weil du so lange nicht mehr im Training warst? In der Arbeit geht’s drunter und drüber und du kommst kaum hinterher? Unsere Lebensgewohnheiten haben Einfluss auf unsere Gesundheit: So können Rauchen, zu wenig Bewegung, Alkohol, wenig Schlaf oder Stress dazu führen, dass deine Hände ständig frieren. Versuche, ein bisschen mehr auf deine Gesundheit zu achten und Stressfaktoren so gut es geht abzubauen - dein Körper wird es dir danken. Übrigens: Bereits eine Zigarette reicht aus, um den Blutfluss in der Haut für mehr als eine Stunde drastisch zu reduzieren.

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2. Du leidest unter Eisenmangel

Sprödes Haar? Brüchige Nägel? Merkwürdiges Augenzucken? "Jaja, der Eisenmangel ist schuld!“, würde die Oma sofort diagnostizieren. Oft ist zu wenig Eisen allerdings tatsächlich die Wurzel des Übels, so möglicherweise auch, wenn es um deine kalten Hände geht. Befindet sich nicht genug Eisen in unserem Organismus, gleicht der Körper den Mangel über den Blutkreislauf aus. Das kann wiederum dazu führen, dass sich unser Wärme-Kälte-Empfinden verändert und wir kalte Hände verspüren. Ob ihr unter einem Eisenmangel leidet, könnt ihr easy mit einer Blutabnahme feststellen. Falls ja, achtet künftig darauf, immer ausreichend Eisen (u.a. in Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen, Bohnen, Kohl, Spinat,...) zu euch zu nehmen.

3. Du nimmst regelmäßig Medikamente

Manche Medikamente wie Betablocker, die blutdrucksenkend wirken, können dafür sorgen, dass sich die Arterien in deinen Händen verengen und du daher kalte Finger hast. Auch Migräne-Medikamente oder Schmerzmittel haben oftmals diesen Nebeneffekt. Informiere dich am besten genau über die Nebenwirkungen deiner Medikamente und steige gegebenenfalls auf eine Alternative um.

4. Du hast einen niedrigen Blutdruck

Wenn dein Blutdruck zu niedrig ist, pulsieren deine Gefäßwände aufgrund des mangelnden Drucks nicht ausreichend. Weil der Weg von deinen Händen bis zum Herz recht lang ist, bekommen sie nicht genug wärmendes Blut ab. Du weißt nicht, ob deine Blutdruck zu niedrig ist? Weitere typische Anzeichen für einen niedrigen Blutdruck sind Schwindel, Müdigkeit, Schlafprobleme oder Reizbarkeit (ein*e Arzt*Ärztin kann dir hier aber natürlich genau Auskunft geben). Was tun? Wir wissen, du willst es nicht hören, aber was hier hilft, ist vor allem Sport.

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5. Mit deiner Schilddrüse stimmt was nicht

Wer an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, neigt eher dazu, häufiger zu frieren. Woran liegt’s? Deine Schilddrüse produziert nicht genug Schilddrüsenhormone, was wiederum wichtige Stoffwechselprozesse verlangsamt. Ein Symptom der Unterfunktion ist die Kälteempfindlichkeit. Lass also am besten mal deine Werte checken, um herauszufinden, ob auch du an einer Schilddrüsenunterfunktion leidest.

6. Du leidest eventuell unter dem Raynaud-Syndrom

Wenn die Fingerspitzen besonders blass aussehen und sich deutlich von der restlichen Hand abheben, liegt das möglicherweise an einer funktionellen Durchblutungsstörung. Dabei ziehen sich die Gefäße als Reaktion auf die Kälte so stark zusammen, dass die Finger weiß oder bläulich anlaufen, sich taub anfühlen oder kribbeln. Wenn das der Fall ist, unbedingt eine*n Arzt*Ärztin aufsuchen!

 

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