6 erstaunliche Probleme, die hochintelligente Menschen haben

Zu schön, zu schlau, zu gebildet? Als Mensch der Superlative kann das Leben ganz schön hart sein, wie wir schon gehört haben. Tatsächlich aber kann der Alltag mit einem hohen IQ einige Hürden bergen.

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Schlau sein ist super. Man kann erfolgreich shoppen gehen, auch wenn man den Einkaufszettel daheim am Esstisch liegen gelassen hat, kriegt vielleicht keinen Nervenzusammenbruch vor der Steuererklärung und sagt so schöne Worte wie "grotesk", "absurd" und "postmoderne Gesellschaftskritik". Wie alles im Leben hat aber auch ein hoher IQ seine Schattenseiten:

"Wann wird Intelligenz zum Fluch?", fragt eine Person auf der Plattform Quora. Und mehr als 100 Menschen berichteten aus den Herausforderungen eines Leben mit überdurchschnittlich hohem Intelligenzquotienten. Wir haben die spannendsten zusammengefasst:

1. Alle haben wahnsinnig hohe Erwartungen an dich

"Jede/r geht automatisch davon aus, dass du in allem die Beste bist", schreibt eine Nutzerin. "Und du kannst mit niemandem über deine Schwächen und Ängste reden." Der Leistungsdruck macht vielen Betroffenen zu schaffen - und schränkt sie ein. "Man wird so vorsichtig und will auf keinen Fall scheitern, dass man keine Risiken eingeht, aus lauter Angst, man könne verlieren", klagt eine andere Nutzerin.

Dieser Erwartungsdruck dürfte sich häufig schon in der Kindheit manifestieren. Studien belegten, dass Eltern sich umso mehr um die Errungenschaften ihrer Kinder sorgen, wenn diese ohnehin sehr gut in der Schule sind.

2. Du denkst anstatt zu fühlen

Du verstehst deine Gefühle zwar und kannst sie auch kommunizieren - aber richtig rauslassen kannst du sie nicht. "Andere Menschen leben ihre Gefühle oft physisch aus", schreibt ein Nutzer auf Quore. "Sie brüllen, rennen los, schreien, weinen, tanzen, springen vor Freude herum... ich erkläre. Und wenn ich damit fertig bin, sind all diese Gefühle immer noch in mir drin. Ich habe sie nur benannt."

Wissenschaftlich lässt sich der Zusammenhang zwischen hoher kognitiver Intelligenz und emotionalen Skills nicht genau erklären. Studien deuten aber darauf hin, dass eine hohe emotionale Intelligenz ein Ausgleich für niedrigere kognitive Fähigkeiten sein könnte, zumindest im Job. Sehr intelligente Menschen müssen sich also nicht unbedingt auf ihre emtionalen Fähigkeiten verlassen, um Probleme zu lösen.

3. Und dann denkst du auch noch viel zu viel drüber nach

Analysieren, betrachten, nochmal von der anderen Seite betrachten, alle Faktoren mit einbeziehen, die Analyse anpassen und nochmal von vorn. Hochintelligente Menschen tendieren dazu, wirklich alles in ihrem Leben zu zerdenken. Und das kann zermürbend sein: "Man realisiert, dass alles dem Tode geweiht ist und nichts tatsächlich von Bedeutung ist. Man sucht nach Antworten und das macht einen wahnsinnig", schreibt eine Nutzerin. Und es stimmt! 2015 stellte eine vielzitierte Studie fest: Sehr intelligente Menschen grübeln mehr und machen sich viel mehr Sorgen.

4. Du weißt nicht so recht, was "harte Arbeit" ist

Die meisten Dinge fallen dir ein bisserl leichter als anderen? So richtig angestrengt hast du dich eigentlich noch nie? Das geht vielen hochintelligenten Menschen so. Ein hoher IQ führt aber nicht automatisch zum Erfolg, und viele Hochintelligente haben nie das Durchhaltevermögen entwickelt, das für das Erreichen gewisser Ziele und Erfahrungen notwendig ist. "Intelligenz wird dann zum Problem, wenn die Betroffenen sehr jung merken, dass sie sich nicht so sehr anstrengen müssen, um mithalten zu können und so nie eine gute Arbeitsmoral entwickeln", schreibt einer der Nutzer. Eine Studie konnte tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Pflichtbewusstsein und bestimmten Arten von Intelligenz feststellen: Hochintelligente Menschen sind häufig der Meinung, nicht so hart für ihre Ziele arbeiten zu müssen.

5. Aber du weißt, was du alles nicht weißt - und es macht dich fertig

Der Dunning-Kruger-Effekt besagt: Je weniger man weiß, desto eher (über)schätzt man sein Wissen und unterschätzt die Kompetenz anderer. Umgekehrt bedeutet das auch: Hochintelligente Menschen erkennen die Grenzen ihres Wissens, und das kann auch ganz schön runterziehen: "Je mehr man weiß, desto mehr hat man das Gefühl, nichts zu wissen", schreibt ein Nutzer.

6. Leider bist du sehr wahrscheinlich ein/e schreckliche/r KlugscheißerIn

Es ist halt so: Wenn man ziemlich viel weiß, weiß man auch, dass ziemlich viele Menschen ziemlich viel Unsinn reden. Und dann kann es vorkommen, dass man diese Menschen korrigiert. Überraschung: Die finden das meistens nicht soo toll und sind im schlimmsten Fall sogar verletzt oder sehr peinlich berührt. Ein bisserl Sensibilität ist gefragt, sonst ergeht es dir wie einem Nutzer, der schreibt: "Wenn du ständig Leute ausbesserst, dann hören sie auf, sich mit dir abzugeben oder sprechen gar nicht mehr mit dir!"

 

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