6 eher unbekannte Fakten über die verstorbene Queen Elizabeth II.

Während sich die Welt auf das Begräbnis von Queen Elizabeth II. vorbereitet, haben wir ein paar spannende Fakten über die verstorbene Königin.

Queen Fun Facts

Am Donnerstag, dem 8. September, starb Queen Elizabeth II. Sie war die längste regierende Monarchin der Geschichte des Vereinigten Königreichs und viele Menschen rund um den Globus sind von ihrem Tod betroffen, beziehungsweise trauern. Während aus Prince Charles bereits König Charles wurde, bereitet sich England und die Welt nun auf das große königliche Begräbnis vor. In den UK wird es sogar einen offiziellen Feiertag geben, an dem Geschäfte und Betriebe geschlossen bleiben. Wir haben ein paar eher unbekannte Informationen über die verstorbene Königin:

Eigentlich nicht in der Thronfolge

Spannend ist: Eigentlich hätte der Vater von Queen Elizabeth (King George) gar nicht der König werden sollen, sondern sein älterer Bruder. Somit wäre Elizabeth recht weit hinten in der Thronfolge gewesen. König Eduard war bereits König, als er sich in eine Frau, Wallis Simpson, verliebte. Diese war zu diesem Zeitpunkt noch verheiratet, verkündete aber, sich scheiden lassen zu wollen. König Eduard erklärte, Wallis Simpsons heiraten zu wollen, sobald sie geschieden sei. Dies wurde von der Krone nicht gut geheißen, woraufhin König Eduard abdankte und der Vater von Queen Elizabeth, König George, den Thron einnahm. Queen Elizabeth war gerade einmal 26 Jahre alt, als ihr Vater (der König) dann überraschend starb. Sie befand sich währenddessen gerade auf einer Auslandsreise, als sie die Information bekam, dass sie die nächste Königin sein würde. Ihre Krönung war die erste, die am 2. Juni 1953 live im Fernsehen übertragen wurde.

Sie hatte Sinn für Humor

Wenn man an Queen Elizabeth II. denkt, dann kommt einem nicht zwingend als erste in den Sinn, wie lustig sie war. Doch genau diesen Sinn für Humor bewies sie immer wieder. Anlässlich ihres Thronjubiläums in diesem Jahr erzählte ihr früherer Leibwächter die Geschichte von einem Ausflug der Monarchin in die Hügel von Aberdeenshire in Schottland nahe ihres Schlosses Balmoral.

Dort habe sie mit zwei US-Tourist*innen zu plaudern begonnen, die sie fragten, wie lange sie schon hier in die Gegen komme. Als sie erklärte, dass sie seit mehr als 80 Jahren immer wieder in ihrem Ferienhaus sei, fragten diese: "Dann müssen sie doch bestimmt schonmal die Queen getroffen haben?". Sie verneinte und deutete auf ihren Bodyguard: "Nun, ich nicht, aber Dickie hier trifft sie regelmäßig." Daraufhin machten die Tourist*innen mit ihnen ein gemeinsames Foto und die Königin soll sich sehr amüsiert haben, als das Paar weitergezogen ist: "Ich würde gerne Mäuschen spielen, wenn er diese Fotos seinen Freunden in Amerika zeigt. Hoffentlich sagt ihm jemand, wer ich bin."

Panne vor der Hochzeit

Prinz Philip, der Ehemann der Queen, wurde 99 Jahre alt und war seit ihrer Hochzeit 1947 an ihrer Seite. Eine Geschichte, die er gerne erzählte, war ein Missgeschick, das nur wenige Stunden vor der Zeremonie geschah. Die Queen sollte die Queen Mary Fringe Tiara tragen, die sie von ihrer Mutter als Geborgtes bekam. Nur zwei Stunden vor der großen Zeremonie in Westminster Abbey brach diese allerdings bei der Anprobe mit dem Schleier in zwei Hälften. Die Queen, die nervös wegen der Hochzeit war, ließ sich nur schwer beruhigen, weswegen der königliche Juwelier die Tiara unter Polizeischutz in seine Werkstatt brachte und dort reparierte. Aufgrund der Sparmaßnahmen im Vereinigten Königreich in der Nachkriegszeit musste die Queen übrigens Kleidungsgutscheine verwenden, um den Stoff für ihr Hochzeitskleid zu kaufen.

Die frühe Liebe für Corgis

Wenn man an Corgis denkt, denkt man automatisch an die Queen. Denn die Hunderasse Corgis waren die Lieblingstiere der Queen und sie hatte fast 30 eigene Tiere während ihres Lebens. Nach ihrem Tod kam die Frage auf, wer sich nun um ihre Corgis Muick und Sandy kümmern wurde, auch darauf gibt es inzwischen eine Antwort: Prinz Andrew und seine Frau. Corgis sind die wohl längste Liebesgeschichte der Queen, die anscheinend bereits 1933 begann, als ihr Vater ihren ersten Corgi Dookie heimbrachte. Es wurde sogar eine spezielle Biografie über die Leben der Corgis von Penny Junor geschrieben, mit dem Titel "All the Queen’s Corgis".

Die Queen als Mechanikerin

1940, als der 2. Weltkrieg für England begann, sprach die damals 14-jährige Queen Elizabeth in der Kinder-Stunde des Radios und ermutigte andere Kinder mutig zu sein und vor allem den Mut nicht zu verlieren. 5 Jahre später, im Alter von 19 Jahren, trat sie dem Auxiliary Territorial Service (ATS) bei. Nach ihrem Eintritt absolvierte sie eine Ausbildung als Fahrerin und Mechanikerin im Rang einer zweiten Unteroffizierin. Fünf Monate später wurde sie zum Junior Commander befördert. Nachdem der Krieg endete, durften sie und ihre Schwester Prinzessin Margareth sich eine Nacht unbemerkt unter die Feierlichkeiten mischen.

Kein Führerschein nötig

Die Queen war die einzige Person im Vereinigten Königreich, die ohne Führerschein Autofahren durfte. Was sie auch tat, besonders in Schottland. Laut Medienberichten lud sie 2003 den Kronprinz von Saudi-Arabien Prince Abdullah zu sich nach Schottland ein. Sie planten einen gemeinsamen Ausflug, bei dem die Königin sich selbst hinters Steuer ihres Geländewagens setzte, auch um ein Zeichen zu setzen. Zu dieser Zeit war es Frauen in Saudi-Arabien noch verboten Auto zu fahren.

 

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