6 Dinge, die du über Butt Plugs wissen solltest

Wir sind schließlich alle ein bisschen neugierig.

Pfirsich auf pfirsichfarbendem Hintergrund

Ein bisschen sind Butt Plugs wie Austern: Eine Person versucht sie und erlebt gleich beim ersten mal schiere Ekstase, für andere bedeuten sie alles andere als Vergnügen. Und genauso wie Austern können Butt Plugs von Menschen jeder Geschlechtsidentität und Sexualität ausprobiert und im besten Fall genossen werden - "der Hintern ist der ideale Equalizer", also Ausgleicher, meint etwa Sexualpädagogin Alicia Sinclair gegenüber health.com.

Was macht ein Butt Plug?

Für Menschen mit einer Prostata kann der Einsatz eines Plugs einen angenehmen Druck auf jenen Bereich ausüben, der oft als P-Punkt und damit Äquivalent zum G-Punkt beschrieben wird. Für Menschen ohne Prostata kann der Plug ein genussvolles Gefühl des Erfüllt Seins wecken und die nervenreiche Anus-Zone stimulieren. Darüberhinaus regen sie auch die Klitoris und den G-Punkt an, ein Grund, warum manche Frauen einen Butt Plug gerne zusätzlich zu einer vaginalen Penetration verwenden.

Wer schon einmal darüber nachgedacht hat, einen Butt Plug auszuprobieren, hat wahrscheinlich ein paar Fragen ... Hier kommen ein paar Antworten.

1. Butt Plugs gibt es in verschiedenen Größen - fang mit der kleinsten an

Wie auch Vibratoren und Dildos gibt es Butt Plugs in allen Größen, Materialen und Formen. Wenn du neu im Business bist, fang mit einem kleinen, schmalen Modell an - jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für große Ambitionen!

Denn letztlich geht es hier um Anatomie: Analmuskeln sind wie Bizeps und Trizeps, sie müssten trainiert werden, um mit der Zeit flexibler und dehnbarer zu werden. Das klingt jetzt mehr nach Personal Trainer, aber Übung macht den Meister. Unbedingt erforderlich: bewusstes An- und Entspannen der Muskulatur.

2. Ein Butt Plug kann weder stecken bleiben noch in dir verschwinden

Die urban legends von Menschen, die mit übergroßem Butt Plug in die Notaufnahme eingeliefert werden, mögen immer noch verbreitet werden, dass so etwas im echten Leben passiert, ist aber äußerst unwahrscheinlich. Der Grund ist einfach: Jedes Anal-Spielzeug kommt mit einem flachen Ende, einer Art Standfuß, die den Plug außerhalb des Körpers festhält.
Ein weiterer Sicherheitstipp: Haut- und körperfreundliche Materialien wie Silikon, Metall oder Glas sind Gummi oder TPE-Kunststoff vorzuziehen, weil letztere mit der Zeit brüchig werden können. Für den ersten Versuch ist mit Sicherheit Silikon das Material der Wahl, weil es weich, angenehm und biegsam ist.

3. Gleitgel ist nicht optional, es ist ein Muss

Für jene, die es noch nicht wussten: Der Anus verfügt im Gegensatz zur Vagina nicht über mitgelieferte Befeuchtung. Das bedeutet, dass der Einsatz eines Gleitgels bei Verwendung eines Butt Plugs unbedingt notwendig ist! ExpertInnen raten überlicherweise zu einem Silikon-basiertem Produkt, weil es länger hält als die Wasser-basierte Variante (plus: es übersteht die Dusche, was Fans von Sex in der Dusche freuen wird). Der Nachteil: Silikon-basiertes Gleitgel geht nicht mit Silikon-Butt Plugs zusammen - langfristig wird das Spielzeug brüchig werden.

Wie trägt man das Gleitgel am besten auf?

Eine Variante: Den Plug damit einreiben und zusätzlich einen Tropfen auf den Anus geben. Den Plug sanft für ein paar Sekunden auf den Anus drücken und bewusst die Muskeln entspannen. Den Plug zurückziehen und nochmals mit Gleitgel einreiben und wieder bis zum Punkt des Widerstandes einführen. Das Prozedere so lange wiederholen, bist der Plug voll eingeführt werden kann, oft braucht es dafür drei bis fünf Wiederholungen.
Für den Retourgang: Wieder Gleitgel auftragen, den "Standfuß" fest halten und langsam und vorsichtig herausziehen. Bei Bedarf mit Gleitgel nachhelfen. Das Entfernen mag sich anfangs komisch anfühlen, mit entspannten Muskeln und genug Gleitgel sollte der Plug leicht herausrutschen.

4. Butt Plugs sind nicht nur Vorspiel für Analsex

Dafür werden sie zwar oft verwendet, die Toys sind aber auch zum Beispiel als Variante für vaginalen Sex einen Versuch wert: Einen Butt Plug währenddessen zu tragen, übt nicht nur den bereits erwähnten Druck auf die Klitoris aus, sondern verengt auch die Scheide. Das kann massiv die Sensibilität von penetrativem Sex für beide PartnerInnen erhöhen, vor allem, wenn es etwa ein vibrierender Plug ist.

Auch für den Sex allein ist ein Butt Plug ein möglicher Partner und kann für tiefere, intensivere Orgasmen sorgen.

5. Butt Plugs dürfen nicht weh tun

Der Po ist eine der erogensten Zonen des Körpers und der Analkanal beheimatet höchst empfindsame Nervenenden. Damit ist das Derrière ein Ort mit großem Spaß-Potenzial - und Schmerz-Potenzial. Wenn beim Einsatz von Butt Plugs oder analen Praktiken jeglicher Art sich etwas unangenehm oder gar schmerzhaft anfühlt, hör sofort auf mit dem, was du tust.
Schmerzen können an einem falschen Winkel, zu hoher Geschwindigkeit oder Tiefe liegen oder fühlen sich in dem Moment ganz schlicht und einfach nicht gut für deinen Körper und dich an. Versuch es mit mehr Gleitgel, einem anderen Plug, zu einem anderen Zeitpunkt. Oder vielleicht auch nie wieder. Der Körper hat genug Stellen, deren Berührung ein schönes Gefühl erzeugen.

6. Nein, du wirst dich nicht anmachen

Wenn du einen Butt Plug verwendest, wird dich ziemlich sehr das Gefühl überkommen, dass du groß aufs Klo musst - besonders für AnfängerInnen. Es mag sich so anfühlen, du wirst aber sehr wahrscheinlich nicht müssen.
Wo wir schon dabei sind: Nach seinem Einsatz sollte der Butt Plug sofort mit warmem Wasser und Seife gewaschen werden, safety first. Spezielle Hygienereiniger für Sex Toys tun ihr Übriges gegen Bakterien und Co. Und: War der Butt Plug mal im Po, hat er in keiner anderen Körperöffnung etwas verloren!

 

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