5 überraschende Fakten über Spliss (und wie du ihn loswirst)

Kaputte Haarspitzen sind ein Dauerthema: immer da, immer unbeliebt. Dank Friseur und Pflegeprofi Hannes Steinmetz haben wir die fünf wichtigsten Fakten zu diesem Thema gesammelt.

1: Haar kann auf viele Arten kaputt sein

Bei Spliss fängt das Haar an, sich aufzuspalten. Weiße Punkte zeigen Bruchstellen an, eine schlechte Kämmbarkeit bedeutet, dass die Haaroberfläche beschädigt ist. Hannes Steinmetz von Steinmetz & Bundy (steinmetz-bundy.at) sagt: "Bei gesundem Haar liegen die Schuppen, die die äußere Haarschicht bilden, an. Bei kaputtem Haar stehen die Schuppen ab. Es ist spröde, struppig, wird ohne den intakten Schutz der obersten Schicht porös und trocknet aus. Das Endergebnis sind gespaltene Spitzen und Haarbruch."

2: Stress schwächt die Spitzen

Haar wächst im Monat etwa um einen Zentimeter. Bei schulterlangem Haar sind die Spitzen etwa drei Jahre alt und spiegeln wider, in welchem Zustand man damals war. Steinmetz: "Stress, gesundheitliche Probleme oder Medikamente können sich auf die Haarqualität auswirken und das Haar anfälliger machen. Das Haar hat einiges erlebt, bis es so lang ist." Stylinggewohnheiten, Strandurlaube und chemische Veränderungen wirken sich genauso aus. Das beste Mittel gegen Spliss ist, sich gut zu ernähren, auf sich zu achten und das Haar mechanisch nicht zu sehr zu belasten.

3: Gute Pflege schützt

Steinmetz: "Dazu gehört die richtige Reinigung mit auf Haar und Kopfhaut abgestimmten Produkten: so oft wie nötig, aber so selten wie möglich waschen. Vom ,No Poo!'-, also ,Kein Shampoo!'-Trend, halte ich nichts. Man muss Haar und Kopfhaut von Staub, Schweiß und Fett befreien. Danach schließt ein Conditioner die Schuppenschicht, und langes oder gefärbtes Haar braucht einmal pro Woche eine Packung. Anti-Spliss-Seren können kaputtes Haar nicht retten, sie helfen aber optisch und vorbeugend."

4: Metall, Hitze und scharfe Kanten sind böse

Damit langes Haar nicht zu viel mitmachen muss, rät Hannes Steinmetz: "Vermeiden Sie zu große Hitze. Föhnen und glätten Sie nur mit Hitzeschutz, schützen Sie Ihr Haar vor UV-Strahlen und verwenden Sie nur gutes Werkzeug. Bürsten mit Naturborsten, Kämme aus Horn oder Carbon, wie sie die Profis benutzen, sind gut. Viel zu brutal dagegen sind Metallborsten und billige Kämme mit scharfen Kanten. Dasselbe gilt für abgebrochene Kammzähne oder Bürstenstifte: Weg damit! Sie verletzen das Haar. Ganz gut sind dagegen Tools mit Ionentechnologie, weil sie die Schuppenschicht der Haarfasern glätten: kein Allheilmittel, aber eine gute Unterstützung, wenn man schonend stylen will."

5: Scharfe Scheren sind ein Muss

Dass man regelmäßig schneiden gehen soll, auch wenn man das Haar wachsen lassen will, ist eh bekannt. Hannes Steinmetz: "Für gesplisste Spitzen kommt jede Hilfe zu spät. Sie müssen weg. Ähnlich wie bei splitternden Nägeln können Risse sonst immer tiefer werden. Dafür braucht man scharfe, hochwertige Profischeren. Sie haben einen versiegelnden Effekt, weil sie eine ganz glatte Kante schneiden. Papierscheren oder Nagelscheren, die manche zum Selbstschneiden verwenden, quetschen und verletzen das Haar. Ein No-Go!"

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