5 Tricks, um deine innere Uhr umzuprogrammieren

Unsere Gesellschaft ist auf Frühaufsteher ausgelegt - mit ein paar Umstellungen und Tricks schaffen es aber auch Nachteulen, ihre innere Uhr umzuprogrammieren.

Diese Menschen, die morgens frisch und fröhlich aufwachen, sind vermutlich doch keine Supermenschen. Sie sind genetisch einfach dazu in der Lage schon in den frühen Morgenstunden zu funktionieren. Die nicht so Glücklichen haben vermutlich eine Genmutation, wie WissenschafterInnen 2017 herausfanden. Diese Mutation des Gens CRY1 verlangsamt die innere Uhr, Betroffene haben also einen verlängerten Schlaf-Wach-Rhythmus und bleiben länger wach. Die Mutation ist vererblich, laut Berechnungen der ForscherInnen ist in der europäischen Bevölkerung ohne finnischer Abstammung eine von 75 Personen betroffen.

Die gute Nachricht: Man kann die innere Uhr umprogrammieren. Studienleiter Michael Young erklärt in News Scientist: "Es ist ein bisschen wie mit dem Rauchen aufzuhören - es gibt Problemlösungsansätze, ohne gleich zu Medikamenten greifen zu müssen."

5 Tricks um die innere Uhr umzustellen

1) Pass deine Mahlzeiten an

In einer Studie haben ForscherInnen 2016 bestätigt, dass angepasste Essenszeiten Menschen dabei helfen, sich an andere Zeitzonen anzupassen - etwa bei einem Jetlag. In einem Experiment haben WissenschafterInnen 2017 herausgefunden, dass die Fütterungszeit bei Mäusen einen erheblichen Einfluss auf deren Schlaf-Wach-Rhythmus haben. Wenn du eine Stunde früher ins Bett gehen willst, solltest du also auch den Zeitpunkt deines Abendessens vorverlegen.

2) Schau, dass du genügend Licht abbekommst

Du willst früher aufwachen? Dann lass die Jalousien oben und die Vorhänge offen. Der menschliche Körper reagiert auf natürliches Licht und passt sich an Sonnenauf- und untergang an. Warum der Körper das tut, ist wissenschaftlich noch nicht gänzlich geklärt. Eine Studie aus 2017 hat herausgefunden, dass eine Algenart besonders auf Rot- und Violettöne im Licht reagiert, um den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren.

3) Achte auf einen regelmäßigen Rhythmus

Die Geheimzutat für einen besseren Schlaf ist ein bisschen ungemütlich: Regelmäßigkeit! Es hilft dem Körper, sich an den neuen Plan zu gewöhnen und erhöht die Chance auf einen erholsame Ruhezeit. Das heißt leider auch am Wochenende rechtzeitig ins Bett zu gehen - und morgens rauszukriechen.

4) Stimm dich mit deinem/deiner SchlafpartnerIn ab

Alle guten Vorsätze helfen nichts, wenn der/die Bett- oder SchlafzimmerpartnerIn nicht mitmacht. Die innere Uhr umzustellen ist schwer genug, eine Studie Anfang 2017 hat herausgefunden, dass es umso schwerer wird, wenn der/die MitbewohnerIn entgegengesetzte Schlafgewohnheiten hat.

5) Iss mehr Bananen

Ja, das klingt erstmal eigenartig. Eine im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlichte Studie beweist aber, dass der Schlaf-Wach-Rhythmus insbesonders durch die Freisetzung von Kalium in den Zellen beeinflusst wird. Süßkartoffeln und Spinat sind auch geeignet.

Viel Schlaf (und Sex) macht uns übrigens glücklich:

Aktuell