5 Tipps, wie euch der persönliche Durchbruch endlich gelingt

Warum sind manche Menschen erfolgreicher als andere? Der Autor Martin Klapheck hat das in seinem Buch "Lebe deinen Beat" untersucht und gibt uns 5 persönliche Tipps.

Mit dem Erfolg ist es wie mit der Liebe – wir streben danach, müssen ihn uns erst verdienen und viele Menschen erfahren nie, wie er sich wirklich anfühlt. Aber warum ist das so? Was machen erfolgreiche Menschen anders, was können sie besser, wovon haben sie mehr als die weniger erfolgreichen?

Die Antwort scheint banal: Erfolgsmenschen handeln. Sie kommen schnell ins Tun und lassen sich auch nicht aufhalten, wenn ein Hindernis auftaucht. Die anderen bleiben dagegen gerne in der Zuschauerrolle. Ihr Motto: Lieber nichts sagen als etwas falsches, lieber nichts tun als Fehler zu machen und zu scheitern. „Scheitern“ ist hierzulande ein ganz böses Wort. Misslingt uns etwas, besonders im Job, reden wir am besten gar nicht darüber. Es ist uns unangenehm, meist sogar peinlich. Ganz anders in den USA: Um dort einen Führungsposten zu bekommen, muss man sogar nachweisen, dass man schon mal ein Unternehmen an die Wand gefahren hat. Was bei uns als Makel gilt, ist dort eine Führungsqualität, ein positives Auswahlkriterium. Und das hat seinen Grund: Denn wer einmal gescheitert ist, wird beim zweiten Anlauf denselben Fehler wahrscheinlich nicht nochmal machen. Jeder Fehler liefert wertvolle Erkenntnisse, wo genau wir den Veränderungs-Hebel ansetzen müssen.

„Der eine wartet bis die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt“, wusste schon der italienische Dichter und Philosoph Dante Alighieri. Daran hast sich seit dem Mittelalter nicht viel geändert. Immer wieder tappen wir in dieselben Fallen, die uns vom Handeln abhalten. Hier die fünf verbreitetsten und wie Sie diese in Zukunft vermeiden:

1. Scheitern – ein unbezahlbares Coachingprogramm

Scheitern gehört zum Handeln wie der Rhythmus zum Beat. Fehler sind schlichtweg notwendig, um zu besseren Ergebnissen zu kommen. Sie bieten wertvolle Erkenntnisse, um ein Produkt, eine Vorgehensweise oder eine Dienstleistung zu verbessern. Lernen Sie aus jedem Fehler, in dem Sie seine Ursache suchen und dafür sorgen, dass er beim nächsten Mal nicht mehr auftaucht. Im Grunde genommen gibt es gar kein Scheitern – die entscheidende Frage ist, wie es nach dem Fehler weitergeht. Führt er dazu, dass ich aufhöre, zu handeln, bin ich wirklich gescheitert. Nutze ich aber den Fehler, zu reflektieren, was an meiner Vorgehensweise nicht optimal war und ändere meinen Modus, bis ich das Ziel erreicht habe, so kann ich nicht mehr scheitern.

2. Tappen Sie nicht in die Perfektionismusfalle!

Gerade Frauen kommen oft nicht ins Handeln, weil Sie alles perfekt machen möchten. Denn Idealvorstellungen überfordern und verunsichern schnell. Dabei ist Perfektion ein Zustand, der zwar angestrebt, aber niemals wirklich erreicht werden kann. Hätte Bill Gates etwas Perfektes verkaufen wollen, dürfte es das PC-Betriebssystem Windows bis heute nicht geben. Vielmehr hat er sein Milliardenvermögen mit etwas gemacht, das immer nur so halbwegs funktionierte. Dieses „halbwegs funktionieren“ hat den Kunden völlig gereicht. Häufig ist Perfektionismus nur die Weigerung, voranzuschreiten. Verstecken Sie sich nicht dahinter. Definieren Sie bei Ihrer nächsten Aufgabe ganz klar (am besten schriftlich), ab wann Ihre Qualitätsmaßstäbe erfüllt sind. Und wenn sie erreicht sind, handeln Sie und starten Sie durch! Nehmen Sie sich den Rat des milliardenschweren Virgin-Chef Sir Richard Branson zu Herzen: "Wenn Dir jemand eine gute Geschäftsgelegenheit anbietet, greif zu. Wie sie funktioniert, kannst du später lernen!" Viele Männer nutzen den Hang zum Perfektionismus bei Frauen, um sie aufzuhalten und herabzusetzen. Denn sie haben ein Problem mit dem erfrischenden Pragmatismus, den Frauen oft an den Tag legen und mit dem sie den Männern auch überlegen sind. Kontern Sie dieser Kritik damit, dass es erfolgversprechender ist, mit einer guten Qualität zu beginnen und nach Markteinführung die Sache kontinuierlich zu verbessern, als zu lange zu warten und dadurch auf Marktpotentiale zu verzichten.

3. Variation statt Routine

Einmal konnte ich eine Biene beobachten, die durch den offenen Spalt meiner Glasschiebetür ins Haus fliegen wollte. Immer wieder flog sie an exakt der gleichen Stelle vor die Scheibe – bis sie irgendwann vor Erschöpfung tot zusammenbrach. Wenig später versuchte eine Wespe ihr Glück: Um ins Haus zu gelangen, rammte sie ihren Kopf aber nicht immer an denselben Punkt der Tür, sondern tastete die Scheibe Stück für Stück ab, bis sie die offene Stelle gefunden hatte und ins Haus fliegen konnte. Bienenfleiß allein hilft auch Ihnen nicht immer weiter. Wenn Sie irgendwo nicht weiterkommen – sei es beruflich oder privat – prüfen Sie, ob Sie vielleicht immer die gleiche Vorgehensweise gewählt haben. Variieren Sie sie stattdessen und probieren Sie unterschiedliche Strategien, bis Sie die richtige gefunden haben. Seien Sie clever wie die Wespe und spüren Sie, wie Ihre Gestaltungskraft von Tag zu Tag steigt. Die gestiegene Gestaltungskraft führt zu mehr Lebensfreude; die Lebensfreude wieder zu mehr Gestaltungskraft: ein Kreislauf voller Energie.

4. Ablenkung – Produktivitätskiller Nummer eins

Immer öfter werden wir bei Dingen, die wir uns vorgenommen haben, abgelenkt: durch Kollegen, Telefonate, E-Mails, Social Media, Google-alerts, Live-Ticker, Newsletter & Co. Organisieren Sie sich für Aufgaben und Projekte immer wieder Zeiten, in denen Sie völlig ungestört sind. Völlig ungestört heißt: keine Anrufe, keine Kollegen und keine Mails. Stellen Sie Ihr Outlook so ein, dass Sie die Mails nicht automatisch empfangen, sondern abrufen müssen. Legen Sie am besten feste Zeiten dafür fest. Dasselbe gilt für soziale Netzwerke. Und fragen Sie sich, ob Sie die vielen Newsletter und Google-alerts wirklich weiter bringen – oder ob Sie nicht doch ein paar streichen können. Sie werden um ein vielfaches produktiver sein, wenn Sie die äußeren Störquellen, so weit es geht, minimieren und dafür sorgen, konzentrierter bei der Sache zu sein.

5. Finden Sie Ihren „Selbststarter“!

Es gibt Tage, da kommen wir nicht so richtig ins Handeln. Wir sind mit angezogener Handbremse unterwegs. Die Gründe können vielfältig sein: eine unangenehme Aufgabe, mangelndes Selbstwertgefühl, vielleicht durch einen Misserfolg oder einen Streit. Natürlich kenne auch ich diese Phasen. Um an solchen Tagen in die Gänge zu kommen und meinen Gefühlszustand zu verbessern, habe ich mir einen „Selbststarter“ antrainiert: Ich begann zunächst bei einfachen Aufgaben damit, zu mir zu sagen: „Tue es gleich!“ und dann handelte ich auch prompt. Wenn Sie das mit einfachen Aufgaben können, gelingt es Ihnen später auch bei schwierigeren. Folgen diesem inneren Imperativ allerdings keine Taten, bleibt der Selbststarter wirkungslos. Probieren Sie es aus und bleiben Sie konsequent bei der Sache!

Wer eingetretene Pfade verlässt, Grenzen überwindet, Gedankenzäune niederreißt, Perspektiven und Standpunkte „verrückt“, der wird feststellen, wie viel das Leben zu bieten hat. Genau dazu möchte ich Sie anstiften. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass sich dieser innere Reichtum früher oder später erfreulich auf Ihren Kontostand auswirken wird. Aber dazu müssen Sie ins Handeln kommen! Wie heißt es in dem Song von „Kontra K“ so schön: „Erfolg ist kein Glück. Sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen. Das Leben zahlt alles mal zurück. Es kommt nur ganz drauf an, was du bist. Schatten oder Licht“.

Zum Weiterlesen:

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MARTIN KLAPHECK
Lebe deinen Beat – Anstiftung zur kreativen Verrücktheit
236 Seiten, € 19,95
Goldegg Verlag, Wien

Lebe deinen Beat ist völlig anders als sämtliche Inspirations- und Motivationsbücher, die Sie bisher in der Hand gehalten haben. Es ist eine inspirierende Anstiftung zur kreativen Verrücktheit, die keinen Lebensbereich auslässt. Zahlreiche Anekdoten ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch und beweisen, dass selbst die Mozarts, Beatles und Lady Gagas dieser Welt mit Frust zu kämpfen hatten – und dass man ihn knacken kann.

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