5 Tipps um einer Winterdepression entgegenzuwirken

Leidest du jährlich unter einem Stimmungstief im Herbst/Winter? Eine saisonale Depression könnte dahinter stecken. Hier sind 5 Dinge, die du vorbeugend tun kannst.

Frau blickt aufs Meer mit Rücken zur Kamera

Brace yourself: Winter is coming! Ja, es ist erst Herbst. Doch der Winter steht schon in den Startlöchern. Er lauert uns mit kalten Temperaturen und nassen Straßen auf. Schon bald wird es erst spät hell und einfach viel zu früh dunkel werden. Das kann schon einmal aufs Gemüt schlagen. Üblicherweise beginnt die sogenannte Winterdepression bei Betroffenen im Herbst und verschwindet im Frühling von alleine. Keine Sorge! Damit bist du nicht allein! Ca. 2,5 % der Österreicher*innen leiden unter der sogenannten Herbst-Winterdepression, wie Forscher*innen der internationalen NGO Cochrane – Common Mental Disorders herausfanden.

Gut zu wissen! Doch in diesem Fall ist geteiltes Leid, nicht unbedingt halbes Leid. Also, warum kommt es zu dieser depressiven Verstimmung und was können Betroffene tun, um dieser entgegenzuwirken?

Zuverlässig

Eins ist sicher: Allen voran ist die Winterdepression wahnsinnig nervig und frustrierend. Außerdem könnten viele Betroffene das Stimmungstief als zuverlässig beschreiben. Denn schon Anfang September ist klar: Die Winterdepression wird einsetzen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Übrigens: Frauen sind von ihr dreimal so oft betroffen wie Männer. Doch was ist die Ursache dieser emotionalen Belastung?

Ursachen und Lösungen

Wissenschaftlich ist die Winterdepression eine saisonal-abhängige depressive Störung. Hauptursache dafür ist der Lichtmangel in der trüben Jahreszeit. Einerseits produziert der Körper dadurch weniger Seratonin (Glückshormon) und mehr Melatonin, das für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig ist. Je mehr Melatonin ausgeschüttet wird, desto müder werden wir.

"Personen, die in der Vergangenheit an saisonal abhängiger Depression litten, haben ein hohes Risiko im nächsten Herbst/Winter eine neue depressive Episode zu entwickeln", so Forscher*innen des Gesundheitsverbands Cochrane. Doch gerade wegen dieser Zuverlässigkeit gibt es Möglichkeiten einer Herbst-Winterdepression vorzubeugen:

1. Sonnenlicht

Es gibt heutzutage nichts, das es nicht gibt: Da helles Licht das beste Mittel gegen eine Winterdepression ist, kannst du dir spezielle Tageslichtlampen besorgen, die natürliches Sonnenlicht imitieren. Aber auch Bewegung an der frischen Luft, also das bisschen Sonnenlicht ausnutzen, das du findest, hilft!

2. Johanniskraut

Wem es im Winter draußen zu kalt ist, kann sich Hilfsmittel aus der Naturheilkunde holen: Johanniskraut ist ein Stimmungsaufheller, der als Tabletten oder Tropfen eingenommen werden kann. Außerdem steigert das Kraut die Lichtempfindlichkeit und unterstützt so die Serotoninproduktion. Achtung: Die Wirkung setzt allerdings erst nach vier bis sechs Wochen ein. Also, möglichst früh anfangen!

3. Vitamine

Schon einmal von Vitamin D-Mangel gehört? Wenn wir genügend Sonnenlicht bekommen, kann unser Körper Vitamin D normalerweise von selbst produzieren. Doch gerade in den Wintermonaten kann es zu einem Mangel kommen. Daher Vitamin D Tropfen einnehmen. Denn der Nährstoff ist für das Immunsystem, unsere Gesundheit und Laune unverzichtbar.

4. Süßes gegen saure Stimmung

Schokolade hebt die Stimmung. Dafür braucht es keine Wissenschaft. Durch den Seratoninmangel lässt sich daher auch der Heißhunger auf Süßigkeiten im Winter erklären. Es dürfen also zur Winterzeit gerne mehrere Lebkuchen verputzt werden!

5. Entspannung

Und zu guter Letzt: Gönn dir eine Auszeit! Plane vielleicht für den Winter einen Urlaub in ein sonniges Land im Süden oder nimm dir Zeit für einen Spa-Besuch. Ansonsten reicht es auch, wenn du zuhause Entspannungsübungen machst. Ruhe bringt's!

 

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