5 Tipps für schwierige Beziehungen

Manchmal sind die intimsten Beziehungen zugleich auch die schwierigsten. Aber warum?

Die Antwort darauf: Beziehungen sind zugleich kooperativ und kompetitiv. Das heißt: mit den Menschen, die wir lieben, verbindet uns nicht nur ein Zusammengehörigkeitsgefühl, wir befinden uns auch in einem ständigen Wettbewerb mit ihnen. Das kann leider auch zu Neid und Schadenfreude führen. Die Neurowissenschaft belegt: je ähnlicher wir jemandem sind, desto eher finden wir Gefallen am Schaden des anderen.

Aber wie können wir Menschen näher kommen und ihnen das Gefühl geben, wir sind auf ihrer Seite und nicht im ständigen Konkurrenzkampf? Hier sind fünf einfache Tipps, um schwierige Beziehungen zu retten:

1: Auch einmal peinlich sein

Menschen zeigen selten ihre schwachen Seiten - viel eher präsentieren sie sich allzu positiv auf Facebook & Co. Das kann zu Konkurrenzdenken und Neid führen. Alles dafür zu tun, um das eigene Leben perfekt erscheinen zu lassen, kann auch Ablehnung erzeugen. Wer nicht perfekt ist, macht andere auch nicht neidisch. Das ist der Grund, warum es gut ist, sich auch einmal vor anderen lächerlich zu machen.

2: Eine kleine Frage stellen

Eine Harvard-Professorin führte eine Studie durch, in der sie Menschen an Bahnhöfen befragen ließ. Die eine Hälfte wurde gefragt: "Kann ich mir Ihr Handy ausleihen? Ich muss ein wichtiges Telefonat führen". Nur 9 Prozent gaben ihr Handy daraufhin her. Die andere Hälfte aber wurde gefragt: "Es tut mir leid wegen des Regens! Kann ich mir Ihr Handy ausleihen? Ich muss ein wichtiges Telefonat führen." Diese kleine Entschuldigung - für etwas, das nicht einmal veränderbar ist - führte dazu, dass 47 Prozent der Menschen das Handy herborgten.

Was uns das zeigt? Kleine Dinge, die zeigen, dass Ihnen die andere Person wichtig ist, machen einen großen Unterschied - auch wenn sie auf den ersten Blick sinnlos erscheinen.

3: Den anderen imitieren

Was dabei hilft, die Perspektive des anderen einzunehmen? Imitation. Sitzen, sich bewegen, reden wie der andere. Die Wissenschaft belegt: Ehepaare, die ihre Gesichtszüge aneinander angleichen, fühlen sich stärker zueinander hingezogen. Nach der Zeit schauen sie sich sogar ähnlich - und sind glücklich in ihrer Ehe.

4: Um Rat bitten

Um dem anderen auch Ihre Sicht der Dinge zu zeigen, sollten Sie um Rat bitten. Damit fühlt sich auch der andere besser - weil wir seine Hilfe benötigen. Nach einem Rat zu fragen, signalisiert weder Schwäche noch Inkompetenz, sondern Respekt.

5: Sich richtig entschuldigen

Versprechen Sie, sich zu bessern. Das ist einer der wichtigsten Faktoren bei einer Entschuldigung. Wer sich nicht gerne entschuldigt, sollte sich vorher überlegen, welche positiven Veränderungen die Entschuldigung mit sich bringen könnte.

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