5 Tipps, damit Ihre Kleidung länger hält

Eine große Auswahl im Kleiderschrank zu haben, ist toll. Doch wenn schlecht verarbeitete Kleidung beim dritten Mal Tragen auseinanderfällt, landet sie im Müll. Diese Wegwerfmentalität schadet Umwelt und Gesundheit. Oft ist weniger mehr.

Anlässlich der UN-Klimakonferenz startet die WIENERIN-Online die "Green Week": Eine Woche lang berichten wir über verschiedene Themen rund um Nachhaltigkeit, Umweltschutz und den Klimawandel.
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Viele freuen sich über einen vollen Kleiderschrank, mancher hat mittlerweile sogar ein ganzes Ankleidezimmer. Doch im Shoppingrausch viel und billig zu kaufen, ist keine gute Idee. Die Kleidung hält oft nicht lange und wird zur Wegwerfware. Das ist nicht nachhaltig - es schadet Umwelt und Gesundheit. Wie können Sie es besser machen?

Tipp 1: Second Hand

Für die einen ist das rote Blümchenkleid total out. Andere finden es aber noch super. Kleidung, die noch in Ordnung ist, findet im Second-Hand-Laden Verwendung. Also - besser dort hinbringen als wegschmeißen. Gleichzeitig finden Kunden dort das eine oder andere Schmuckstück. "Die Läden achten selbst drauf, dass die Sachen, die sie annehmen, noch gut erhalten sind", sagt die Konsumetenschützerin Alexandra Borchard-Becker. Auch Tauschpartys mit Freunden sind eine gute Idee.

Tipp 2: Qualität

Borchard-Becker empfiehlt, beim Kauf auf hochwertige Verarbeitung zu achten. "Stabile Nähte sind ein Hinweis auf eine gute Verarbeitung", sagt sie. Die Naht sollte nicht schief sein oder ungleichmäßig verlaufen. Denn wenn der Faden unterschiedlich stark gespannt ist, kann leicht die ganze Naht auftrennen. "Wichtig sind auch haltbar angenähte Knöpfe und sorgfältig eingenähte, gut funktionierende Reißverschlüsse." Geht ein Kleidungsstück trotzdem einmal kaputt, lohnt sich der Gang zum Schneider oder Schuster.

Tipp 3: Preis

"Teuer bedeutet nicht automatisch gute Qualität", sagt Borchard-Becker. Aber natürlich ist der Preis ein erster Hinweis auf Qualität und Nachhaltigkeit der Kleidung. Deshalb lohnt es sich oft, in ein teureres Stück zu investieren, von dem der Träger länger etwas hat. Wer viel billig kauft, kommt wahrscheinlich auf den gleichen Preis. "Außerdem sollte man sich immer de Frage stellen: "Brauche ich das wirklich?"", rät Becker-Borchard.

Tipp 4: Gütesiegel

Ob Kleidung wirklich unter menschenwürdigen Bedingungen und ohne giftige Chemikalien produziert wurde, darüber geben Gütesiegel Auskunft. Dazu zählen etwa das "GOTS Label" der International Working Group on Global Organic Textile Standard oder das "IVN-Best-Siegel" des internationalen Verbands der Naturtextilindustrie, erklärt Borchard-Becker.

Tipp 5: Basics

Basics wie der schwarze Blazer oder die weiße Bluse sind zeitlos. "Hier lohnt es sich, in hochwertige Kleidung zu investieren", sagt Borchard-Becker. Denn in der Regel trägt man die Kleidung einige Jahre. Weniger ist mehr. Modische Teile für eine Saison müssen nicht ganz so hochwertig sein. "Oder man kauft sie im Second-Hand-Geschäft."

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