5 Sportmythen

Zahlreiche so genannte Tatsachen haben sich im Laufe der Jahre in den Köpfen der Sportlerinnen und Sportler festgesetzt. Wenngleich manche von ihnen ganz und gar nicht stimmen, so halten sich die Mythen sehr hartnäckig. Was stimmt denn nun eigentlich?

1.) Die Fettverbrennung beginnt erst nach den ersten 20 Minuten!

Falsch! Schon zu Beginn des Trainings werden Kohlenhydrate und Fett verbrannt.

Der menschliche Körper verbrennt sogar beim Sitzen in gewisser Weise Fett. Wie hoch der Anteil der Fettverbrennung ist, hängt jedoch von der Intensität des Trainings ab. Weiters steht fest, dass sich der Anteil der Fettverbrennung während des Sports kontinuierlich erhöht und daher: je länger das Training dauert, desto mehr Fett wird verbrannt.

2.) Sport macht aus Fett Muskeln

Fett- und Muskelgeweben sind komplett unterschiedliche Gewebearten und daher erfolgt keine "Umwandlung". Allerdings schrumpft das Fettgewebe bei regelmäßigem Muskeltraining, weshalb man als Resultat im Idealfall einen sportlichen und gut definierten Körper erhält.

3.) Sport verhindert Cellulite

Das ist so nicht korrekt! Etwa 80 Prozent aller Frauen leiden bereits ab dem 25. Lebensjahr unter Cellulite, im Volksmund auch bekannt als Orangenhaut. Wie stark diese ausgeprägt ist, ist genetisch bedingt. Zusätzliche Faktoren, wie Kaffee, Nikotin, Alkohol, zu wenig Flüssigkeitszufuhr und eine zu fetthaltige Ernährung können das Risiko und die Intensität jedoch erhöhen.

Richtig ist, dass ein regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining in Zusammenhang mit einer gesunden, obst- und gemüsereichen Nahrung Fettpölsterchen reduzieren können. Somit ist es ebenso möglich eine Straffung des Bindegewebes hervorzurufen, was sich auch durch regelmäßige heiß-kalt Wechselduschen verstärken lässt.

Weitere Mythen finden Sie auf Seite 2!

1.) Die Fettverbrennung beginnt erst nach den ersten 20 Minuten

2.) Sport macht aus Fett Muskeln

3.) Sport verhindert Cellulite

4.) Schwimmen und Radfahren sind die gesündesten Sportarten

5.) Dehnen verringert in jedem Fall die Verletzungsgefahr

4.) Schwimmen und Radfahren sind die gesündesten Sportarten

Dazu lässt sich sagen, dass es keine gesünderen oder besseren Sportarten gibt. Jede hat auf ihre Art und Weise Vor- und Nachteile und sind individuell unterschiedlich beliebt oder nicht. So ist es beispielsweise nicht besonders empfehlenswert bei starken Knieproblemen Rad zu fahren, oder Laufen zu gehen. Schwimmen sollte man dann, wenn man die Rumpf-Arm und Beinmuskulatur aufbauen und trainieren möchte. Dies wird beim Radfahren stark vernachlässigt und es kann zu Nackenproblemen kommen. Allerdings kann beim Radfahren der Gleichgewichtssinn geschult und eine Kräftigung der Beinmuskulatur bewirkt werden.

Welche Sportart Ihnen gut tut, sollten Sie selbst bestimmen und gegebenenfalls mit Ihrem Arzt besprechen.

5.) Dehnen verringert in jedem Fall die Verletzungsgefahr

Dehnen vor dem Sport hat in Wahrheit nur bedingt Wirkung, da durch es bei zu starker Ausübung zur Ausleierung der Muskulatur kommen kann. Somit werden oftmals Bewegungen möglich, die eigentlich, durch den "gesunden Schutz-Schmerz", verhindert werden würden. Daher steigt auch die Gefahr der Überdehnung und gleichzeitig eines Bänderrisses oder Sehnenzerrung.

Demnach werden Muskelverletzungen begünstigt und in keiner Weise verhindert.

Der richtige Zeitpunkt für ein Dehnprogramm ist nach dem Sport, zur Lockerung und Entspannung der Muskulatur.

Allerdings ist ein gewisses Aufwärmprogramm sicherlich von Vorteil, da man so eine längere Ausdauer garantieren kann. Das richtige Zwischenmaß muss hier individuell bestimmt werden.


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