5 Möglichkeiten, wie du die LGBTIQ+-Community supporten kannst (und zwar nicht nur im Pride Month)

Sich einmal im Jahr Glitzer ins Gesicht zu schmieren und bei der Pride mitzulaufen, ist ja schön und gut – es gibt allerdings noch viele andere Möglichkeiten, die LGBTIQ+-Community zu unterstützen – und zwar das ganze Jahr über:

Zwei Frauen halten Händchen

Gerade heuer, wo die Pride aufgrund von Corona nicht wie gewohnt stattfinden kann (es gibt dafür die Fensterlparade – mehr dazu hier!), wäre doch der ideale Zeitpunkt, sich andere Wege zu überlegen, die LGBTIQ+-Community zu supporten, oder? Das Onlinemagazin BUSTLEhat sich bei queeren und nonbinary Menschen umgehört und sie gefragt, auf welche Art und Weise man ihnen den Alltag zumindest ein bisserl leichter machen kann (und glaub uns, es ist gar nicht schwer!):

1. Achte auf Pronomen und gendersensible Sprache

Dass Sprache ziemlich mächtig ist und mehr oder weniger unser ganzes Leben beeinflusst, ist ja nichts Neues (warum etwa Gendern so wichtig ist, lest ihr hier). Mit den "passenden“ Pronomen bezeichnet zu werden, mag für dich als Cis-Frau vielleicht selbstverständlich sein – für Trans- oder Nonbinary-Personen ist es das allerdings oft nicht. Anstatt einfach von einem Geschlecht auszugehen, achte darauf, wie andere bezeichnet oder angesprochen werden möchten.

2. Stelle keine Fragen wie "…und wer ist jetzt der Mann in eurer Beziehung?“

Dass Fragen wie diese auch 2020 noch nicht ausgestorben sind, ist eigentlich kaum zu glauben. Die 28-jährige Annis, die in einer Beziehung mit einer anderen Frau lebt, erzählt gegenüber BUSTLE: "Man sollte meinen, dass mittlerweile jeder weiß, dass man das nicht fragt. Aber die Leute tun es immer noch!“ Wenn du mitbekommst, dass Leute in deinem Umfeld darüber spekulieren, wer denn nun der "Mann“ eines lesbischen Pärchens ist, mache sie das nächste Mal doch darauf aufmerksam, dass es offensichtlich keinen Mann in der Beziehung gibt (that’s the whole point?) und solche Kommentare einfach überflüssig sind.

3. Setze dich für trans-inklusiven Feminismus ein

Nach wie vor gibt es Menschen, die sich als "Feminist*innen“ bezeichnen, Transfrauen in ihrer Definition von Feminismus aber nicht miteinschließen. Das ist Bullshit. Transfrauen sind genauso Frauen und sollten natürlich Platz im Feminismus haben.

4. Bilde dich selbst weiter

Du hast eine LGBTIQ+-spezifische Frage und denkst, dein*e queere*r Freund*in wird sie dir schon beantworten können? Kann er*sie vielleicht auch. Trotzdem ist er*sie nicht dazu verpflichtet, stets als Wissensressource zur Verfügung zu stehen (so wie auch People of Color nicht dazu verpflichtet sind, all deine Fragen zum Thema Rassismus zu beantworten). Bedenke auch, dass Sexualität ein sehr privates Thema ist und dein*e Freund*in sich vielleicht gar nicht wohl damit fühlt, deine Fragen zu beantworten. Lies doch lieber erst mal ein paar Bücher von und über Menschen der LGBTIQ+-Community (Tipps gibt’s hier) oder nutze das Internet, bevor du andere mit (unsensiblen) Fragen löcherst – Google is your best friend.

5. Vergiss nicht auf bisexuelle Menschen (und stelle ihre Bisexualität nicht infrage)

Gerade Menschen, die sich als bisexuell identifizieren, erfahren oft Diskriminierung sowohl von Hetero-Personen wie auch der Queer Community. Achte darauf, Vorurteile gegenüber Bisexuellen nicht zu verstärken. Wenngleich Studien existieren, die beweisen, dass gerade bisexuelle Menschen besonders häufig mit Mental-Health Problemen zu kämpfen haben, denken viele, Bisexuelle würden gewisse Privilegien genießen. Anna sieht das im Gespräch mit BUSTLE allerdings ganz anders: "Es ist absolut kein 'Privileg‘ niemals wahrgenommen oder für das respektiert zu werden, das du bist“.

 

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