5-jähriges Mädchen muss für Limonadenstand Strafe zahlen

Das kleine Mädchen sei tränenüberströmt zu ihrem Papa gelaufen. Der Grund: Sie sollte für ihren"ungenehmigten" Limonadenstand auf der Straße Strafe zahlen.

Ein fünfjähriges Mädchen brach in Tränen aus, als es eine Strafe von £150 (167 Euro) dafür bekam, weil es hausgemachte Limonade auf der Straße verkaufte.

Das Schulmädchen wurde am Samstag vor zwei Wochen von einem Vollziehungsbeamten der Gemeinde beschuldigt, ohne entsprechende Lizenz zu handeln. Ihr Vater, Andre Spicer, machte die Geschichte nun öffentlich. Der Beamte notierte sofort die Strafsumme - £90 wären es, wenn die Familie sofort zahlen würde.

"Sie war sehr aufgebracht", sagte ihr Vater gegenüber dem "Guardian". Danach musste sie den Film "Merida – Legende der Highlands" mehrmals schauen, um sich zu beruhigen.

Ihr Vater ging mit der Geschichte an die Öffentlichkeit

Ihr Papa, ein Professor am City University London, erzählt, dass seine Tochter den Stand in einem östlichen Stadtteil Londons aufstellen wollte, um den vorbeigehenden Menschen Limonade zu verkaufen. "Es war eine Möglichkeit, sie an einem Sommertag zu beschäftigen. Wir haben den Stand aufgestellt und die Menschen fingen an, die Lemonade zu kaufen. Sie waren am Weg zu einem Konzert und sie hat sie zum Lächeln gebracht", sagt der Vater.

Doch nach einer halben Stunde kam der Vollziehungsbeamte und fing "sofort an mit seiner Beamtensprache", so der Vater. Ihnen wurde die Strafe überreicht und gesagt, sie sollten innerhalb von 14 Tagen zahlen, falls sie nicht eine höhere Summe bezahlen wollen.

Der Vater war schockiert. Er meint, dass der Unterschied zwischen einem Limonadenstand einer Fünfjährigen und einem nicht angemeldeten Straßenverkäufer eigentlich offensichtlich sein sollte.

Er tweetete den Vorfall daraufhin an den Gemeinderat - und kam dann drauf, dass das Thema ein viel größeres ist: Der schreckliche Umgang der Gesellschaft mit Kindern. "Wir nehmen unseren Kindern Möglichkeiten, zu lernen." Die Strafe wurde jedenfalls fallen gelassen und eine Entschuldigung ausgesprochen - nachdem der Vater einen Artikel für den "Telegraph" über den Vorfall geschrieben hatte. Der Gemeinderat meinte, dass der gesunde Menschenverstand beim betreffenden Beamten eindeutig gefehlt habe.

 

 

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