5 herabwürdigende Sätze, die sich Frauen im Job anhören müssen

Als Frau im Beruf ernst genommen zu werden, ist oft nicht so leicht.

Viele Dinge nehmen Frauen im Job mittlerweile als selbstverständlich an - Kommentare über ihr Äußeres, das ständige Betonen ihres Geschlechts, Verniedlichungen und unnötiges Lob. Doch sie sind nicht selbstverständlich. Weil wir einfach das machen wollen, wofür wir bezahlt werden: unseren Job. Diese sexistischen und herabwürdigenden Kommentare sollte sich deshalb keine Frau mehr gefallen lassen müssen:

1: "Dafür, dass du eine Frau bist, machst du deinen Job ganz gut"


Vielen Dank für das Kompliment, aber nein danke. Solche Kommentare sind nämlich mehr als herabwürdigend. Sie signalisieren Frauen: ihr seid in erster Linie Frauen, und dann erst erfolgreich. Dahinter steckt die stereotype Annahme, dass Frauen von vornherein Dinge weniger gut hinkriegen, weil sie eben Frauen sind. Gut gemeint heißt eben noch lange nicht, dass es nicht sexistisch ist. Die Frage, die sich JEDER, der so etwas sagt, stellen sollte, ist: Würde ich das auch einem Mann sagen? Und wenn die Antwort auf diese Frage ,Nein' lautet, dann sagt es lieber gar nicht.

2: "Du bist aber hübsch heute!"


Vermeidet einfach Kommentare, in denen ihre eure Kolleginnen auf ihr Äußeres reduziert. Hier stellt sich wiederum die Frage: würde man das auch einem Mann sagen? Mit dem Zusatz, Mann sei von der Schönheit "abgelenkt", wird das Ganze noch schlimmer. Vielleicht denken manche, das sei ein Kompliment, aber in einem professionellen Arbeitsverhältnis haben sie einfach nichts verloren. Weil Frauen dadurch degradiert werden.

3: "Das haben die Mädls gut gemacht"


Liebe Männer, nennt eure Kolleginnen NIE "Mädls". Vor allem nicht, wenn ihr nicht mit ihnen befreundet seid. Denn sie sind noch immer Frauen. Und "Burschen" oder "Jungs" wollt ihr von Kolleginnen sicher auch nicht genannt werden. Das ist natürlich von Firma zu Firma unterschiedlich. Wenn sehr freundschaftliche Verhältnisse herrschen und das auf beiden Seiten toleriert wird, dann ist es okay. Wenn es aber nur dazu dient, die Kolleginnen zu verniedlichen und ihnen zusätzlich noch unnötiges Lob hinterherzuschieben - für Dinge, die sie einfach gut machen, weil es ihr verdammter Job ist - dann ist unser Rat: einfach sein lassen. Wir sind nämlich keine kleinen Kinder, sondern gleichwertige Kolleginnen.

4: "Wenn ich du wäre, würde es mir schwer fallen, meine Kinder zuhause zu lassen"


Am liebsten haben wir diesen Satz, wenn er von Männern kommt, deren Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie die gesamte Hausarbeit und Kinderbetreuung alleine erledigen. Doch diese klischeehafte Rollenverteilung herrscht zum Glück nicht überall. Also sollte Mann auf keinen Fall zu Kolleginnen sagen, sie sollten doch lieber bei den Kindern sein. Das reduziert Frauen wiederum auf ihre vorgegebene Rolle als Mutter und Hausfrau - und schiebt sie ganz weit weg von ihrem professionellen beruflichen Leben, in dem sie respektiert werden wollen.

5: "Du schreibst eh das Protokoll, oder?"


Arbeit, die von niemandem gemacht werden will, wird dann - Überraschung - meist von Frauen erledigt. Drucken, Protokolle schreiben, lästige Mails verfassen. Ärgerlich ist das vor allem, wenn der Kollege, welcher seine Arbeit an eine Kollegin abschiebt, nicht einmal der Chef ist. Sondern das einfach macht, weil er glaubt, es machen zu können. Hier hilft einfach: öfter mal ,Nein, das ist dein Job' zu sagen.

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