5 Gründe, warum ich nicht mehr ohne Menstruationstasse leben will

Wieso hat mir niemand früher gesagt, dass es so etwas Großartiges wie Menstruationstassen gibt? Und wieso verwende ich sie nicht schon seit 10 Jahren?

Es klingt komisch, aber ja, ich liebe meine Menstruationstasse. Seit ich mich vor einem halben Jahr dazu durchgerungen habe sie zu kaufen, will ich nicht mehr ohne sein und frage mich ständig: Wieso hat mir niemand früher gesagt, dass es so etwas Großartiges wie Menstruationstassen gibt? Und wieso verwende ich sie nicht schon seit 10 Jahren? Zugegeben, auch ich bin monatelang um das Thema gekreist. Hab mir unzählige Artikel durchgelesen, Erklärvideos geschaut und mich jedes Mal gefragt, ob das wirklich funktionieren kann. Die Antwort: Es kann.

Schon nach dem zweiten Zyklus bin ich so begeistert, dass ich als eine Art Menstruationstassen-Missionarin jeder Freundin und auch meinen Arbeitskolleginnen einfach davon erzählen muss. Meistens stoße ich auf Reaktionen á la „Wäh, too much information, wieso sollte mich deine Menstruationstasse interessieren?“ Viele sind ungläubig, aber auch neugierig. So oder so: Ich habe sie gezwungen sich meine Argumente anzuhören.

1. Frau spart bares Geld!

Es ist verdammt teuer, eine Frau zu sein. Tampons helfen da wenig. Schlimm genug, dass wir uns jeden Monat mit unserer Regel herumquälen müssen. Aber im Laufe des Lebens auch noch fünfstellige Beträge für Tampons und Binden ausgeben? Nein, danke! Eine Menstruationstasse hält bis zu 10 Jahre und kostet je nach Hersteller ca. 30 Euro. Bei einem Durchschnittspreis von 5 Euro pro Tamponpackung, spart man schon ab dem 7. Monat Geld.

2. Man muss den ganzen Tag nicht dran denken

Ich gebe zu, am Anfang habe auch ich noch nicht darauf vertraut, dass da wirklich alles dicht ist. Nach Jahren, wo man alle 2-3 Stunden aufs Klo gerannt ist damit ja nichts „ins Höschen“ geht, ein komisches Gefühl. Trotzdem: Schon nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, die Tasse hält, was sie verspricht. Wer am ersten Tag der Regel sehr stark blutet, sollte die Tasse ev. mittags einmal ausleeren. An normal starken Tagen muss man den ganzen Tag nicht mehr daran denken und kann locker bis zu Hause warten um die Tasse zu leeren.

3. Es gelangen keinerlei Pestizide in den Körper

Laut WHO enthalten 85% der Tampons und Damenbinden Glyphosat – ein Unkrautvernichtungsmittel, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Igitt. Anstatt unsere Schleimhäute also mit giftigen Mitteln zu reizen, ist eine Menstruationstasse aus medizinischem Silikon und gibt keinerlei Substanzen an unseren Körper ab.

4. Sie sind umweltfreundlich und nachhaltig

Bis zu 17.000 Tampons und Binden verbraucht frau so im Leben. Das ist ein unglaublicher Müllberg und geht wahnsinnig ins Geld (siehe Punkt 1). Menstruationstassen werden einmal gekauft und dann für Jahre wiederverwendet. Um etwaige Keime abzutöten sollten sie nach jedem Monatszyklus ausgekocht werden (viele Hersteller bieten dafür schon eigene Sterislierbecher an). Das flexible, medizinische Silikon hält das locker aus und kann dann hygienisch sauber im Seidensäckchen auf die Wiederverwendung warten.

5. Keine Probleme mehr beim Schwimmen

Ja, auch beim Schwimmen ist eine Menstruationstasse Gold wert. Kein Bändchen, das aus dem Bikinihöschen hervorblitzt oder in der Sauna ein ungutes Gefühl entstehen lässt. Kein nach dem Schwimmen vollgesaugter Tampon, das ständig gewechselt werden muss. Aber noch viel wichtiger: Keine Keime, die durch das Badewasser in unseren Tampon gesaugt und sich dann in unserer Scheide breitmachen können. Und zu guter Letzt: Adieu durch Tampons verursachte Trockenheit in der Intimzone.

PS: Menstruationstassen (oder Menstruationskappen) sind mittlerweile in jedem Drogeriemarkt oder auch in Apotheken erhältlich. Wer eine Entscheidungshilfe oder Vorab-Informationen zur Handhabung braucht und Wert auf Nachhaltigkeit in der Produktion legt, schaut am Besten auf erdbeerwoche.com

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