5 Fragen an Veronica Ferres

Buhlschaft, Herzensbrecherin, berechnendes Luxus-Luder: In der Komödie “Das Leben ist zu lang“ spielt Veronica Ferres endlich wieder einmal ein richtig böses Mädchen. Göttlich, finden wir. Noch besser ist, dass Deutschlands größter, weiblicher Film- und TV-Star Zeit für ein exklusives Interview mit uns fand ...

Ihr Terminkalender ist praller als der von Angela Merkel. In Deutschland geht ohne sie gar nix: Veronica Ferres. Klug, schön und bienenfleißig. Umso mehr freuen wir uns, dass sich "La Ferres" die Zeit nahm, UNS exklusiv ein paar Fragen zu beantworten ...

In "Das Leben ist zu lang" macht das Schicksal dem Protagonisten Alfi Seliger ein unerwartetes Geschenk: es belohnt ihn Ihrer Aufmerksamkeit. Durch Ihre Fürsprache steht der Verlierer bald auf der Gewinnerseite. Würden Sie gern Schicksalsgöttin spielen und was könnten Sie bewirken?

Veronica Ferres: "Ich kämpfe gerne für Filme, die mir am Herzen liegen und die ohne mich vielleicht nicht entstehen würden, das Nazi-Drama "Unter Bauern" ist so ein Beispiel. Hier nutzte ich meine Popularität und spielte vielleicht im weitesten Sinne Schicksalsgöttin."

Natascha, die Sie in "Das Leben ist zu lang" verkörpern, schreckt vor nichts zurück um ihren Willen durchzusetzen. Eigentlich gar nicht Ihr Stil, auf der Seite des Bösen zu kämpfen. Werden wir Sie in Zukunft auf der Leinwand öfters so gewissenlos und gewaltbereit erleben? Es hat nämlich Riesenspaß gemacht ...

Veronica Ferres: "Als mir Dani Levy die Rolle der koksenden, männerfressenden Natascha aus Russland angeboten hat, wusste ich sofort: Das will ich machen. So eine Komödie auf die Leinwand zu bringen, das können nur eine Handvoll Regisseure in Deutschland. Und es war ein unglaubliches Fest für mich, dieses Luder zu spielen. Da kann man mal richtig mit viel Spaß loslegen, übertreiben und auf die Tube drücken - passiert leider viel zu selten".

Die Liste der Regisseure, mit denen Sie schon gearbeitet haben, ist beeindruckend. Was wäre, wenn Woody Allen Sie anfordert?

Veronica Ferres: "Einen Woody-Allen-Film sollte man sich nie entgehen lassen."

Sie sind schöner denn je und kommen scheinbar ohne die Tricks der Hollywood-Stars aus. Was ist - abgesehen von Sport und gesunder Ernährung - Ihr Geheimnis?

Veronica Ferres: Ich habe keins. Ich gehe gerne joggen und wenn es sich mit meinem Job vereinbaren lässt, nehme ich mir täglich eine halbe Stunde Zeit für Pilates. Am wohlsten fühle ich mich aber, wenn ich ganz früh morgens ungeschminkt beim Bäcker stehe.

Alfi Seliger-Darsteller Markus Hering spielt seit 15 Jahren am Wiener Burgtheater. Welche Rolle könnte Sie dorthin locken?

Veronica Ferres: "Mein Theaterdebüt hatte ich ja bereits 1985 in August Everdings Stück "Bernauerin" an der Bayerischen Staatsoper. Und bei den Salzburger Festspielen habe ich die "Buhlschaft" in Christian Stückls Neu-Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Bühnenklassiker JEDERMANN gespielt. Am Wiener Burgtheater zu spielen ist sicherlich eine tolle Erfahrung und sollte ich ein interessantes Angebot bekommen, wer weiß...."

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