5 Fehler, die wir alle beim Beckenbodentraining machen

Beim Beckenbodentraining gibt es einige Stolperfallen.

1. Die Pobacken anspannen

Beim richtigen Beckenbodentraining spannt man die unterschiedlichen Beckenboden-Muskelgruppen an. Dazu gehört nicht, die Pobacken zusammen zu zwicken. Der Beckenboden hat mehrere Niveaus, die trainiert werden sollten. Um die gesamte Muskulatur zu trainieren, muss das Training richtig ausgeführt werden. Hélène Menapace: "Ich verwende gerne folgendes Bild für die Muskelanspannung: Man schließt die Türe und der Lift fährt Richtung Nabel. Wenn der Lift beim Nabel angekommen ist, geht dieser nach innen. Also die Muskulatur anspannen, schließen, zusammenzwicken, hochfahren."

2. Den Urinstrahl kontrollieren

Die Verhaltemuskulatur (also die Muskeln, die dafür verantwortlich sind, dass wir uns nicht unkontrolliert in die Hose machen) ist zwar Teil der Beckenbodenmuskulatur, hat aber mit richtigem Beckenbodentraining nicht viel zu tun. ExpertInnen raten davon ab, den Urinstrahl künstlich zu kontrollieren oder den Urin zurückzuhalten.

3. Die falschen Hilfsmittel verwenden

Je nachdem ob man eine Beckenbodenschwäche hat oder nicht, gibt es unterschiedliche Hilfsmittel. Bei Beckenbodenschwäche oder Gebärmuttersenkung sollte man auf keinen Fall Vaginalkugeln verwenden. Diese sind zur Vorbeugung und nicht zum Training gedacht.

4. Gar nicht trainieren

Laut ExpertInnen sollte das Training für alle Menschen auch präventiv dazugehören. Ein gesunder Beckenboden hilft der Gesundheit, unserem Selbstbewusstsein, der Sexualität und der Beziehung. Hélène Menapace: „Beckenbodentraining sollte zur Körperpflege gehören wie Zähneputzen. Es ist wie Zahnseide benutzen – das kleine Extra, das den großen Unterschied macht.“

5. Einfach loslegen

Achtung: In diesem Fall gilt "Hauptsache ich mache überhaupt etwas" nicht wirklich. Nur wer richtig trainiert, tut seinem Beckenboden etwas Gutes. Wie also anfangen? Methoden zur Stärkung des Beckenbodens finden Sie hier.

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