5 Fakten zu Beauty-OPs

In manchen Ländern sind Schönheitsoperationen so normal wie Fernseher kaufen. In Österreich nicht. Trotzdem gibt es auf dem Gebiet ständig Neues. Hier ein paar Infohappen für Interessierte.

1) "Schönheitsarzt" ist keine legale Berufsbezeichnung

Mittlerweile ist es verboten sich als „Schönheitschirurg“ oder „Schönheitsarzt“ zu bezeichnen, weil die Begriffe irreführend sind. Die korrekte Bezeichnung lautet „Facharzt/ -ärztin für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie“. Auf manchen Gebieten dürfen zwar auch Ärzte und Ärztinnen anderer Fachgebiete, wie DermatologInnen oder KieferchirurgInnen, entsprechende Eingriffe vornehmen. Trotzdem: Eine gute Ausbildung und laufende Weiterbildung ist Pflicht. Tipp: Nachfragen!


2) Lange Gewöhnungsphase bei neuer Nase

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist diese Dame da, verdammt? Die Nase ist ein so wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Gesichts, dass man nach einer Korrektur etwa ein Jahr braucht, bis man sich an die Veränderung gewöhnt hat. Laut Dr. Barbara Gebhard gilt das auch für kleine Eingriffe wie ... siehe Punkt 3


3) Nasenkorrektur durch Hyaluron-Spritzen

Kleinigkeiten wie Höcker, breite Nasenspitzen und Asymmetrien können recht einfach mittels Filler-Injektionen korrigiert werden. Ein Beispiel: Bei einer breiten Nase spritzt der Arzt/ die Ärztin Hyaluronsäure (oder auch Eigenfett) den Nasenrücken entlang unter das Hautgewebe und baut so einen neuen, schmäleren Steg auf. Das Ergebnis hält etwa 6 Monate. Infos und Behandlungen z.B. bei Schönheit2Go.


4) Fadenliftings unter Kritik

Fadenliftings sind zwar momentan der Renner, aber kritische Stimmen warnen vor unerforschten Spätfolgen. Bei dieser Art Lifting werden selbstauflösende Fäden in die Haut eingezogen. Diese halten sich durch Widerhaken im Gewebe fest, stimulieren die Bildung von Narbengewebe und straffen so erschlaffte Hautpartien. Alles ohne Skalpell, was sich toll anhört, doch wenn die Muskeln, Fäden und das Narbengewebe irgendwann unerwartet gegeneinander arbeiten, kann die Mimik beeinträchtigt werden. Sehen Sie lieber noch eine Zeit lang kritisch zu, bevor Sie so einen Eingriff in Angriff nehmen.


5) 15% der Schönheitseingriffe gehen an Männer

Nur etwa 15 % aller Schönheitsoperationen werden (in unseren Breiten) an Männern vorgenommen. Die beliebtesten Eingriffe sind Lidstraffungen, Fettabsaugungen und Faltenbehandlung mit Botox. Bei Frauen steht die Brustvergrößerung seit Jahren an erster Stelle, ist aber nicht mehr ganz so beliebt wie noch vor vier Jahren: 2011 waren 29,2% aller Beauty-OPs Brustvergrößerungen. 2014 nur mehr 18 %).

Info am Rande: Obwohl unnötige Eingriffe, wie Schamlippenkorrekturen, eifrig beworben werden, ist die Nachfrage so gering, dass sie in den Zahlen gar nicht auftauchen. Bei Männern machten dagegen Intimkorrekturen, wie Penisverlängerungen und Hodensackliftings, 2014 immerhin fast 9 % aller plastischen Eingriffe aus. (Quelle de.statista.com)


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