5 Dinge, die wir alle von der "Generation Global" lernen können

Sie sind flexibler, differenzierter, weltoffener: was wir alle von der sogenannten "Generation Global" lernen können.

Generation X, Y, Z - es gibt viele Bezeichnungen für die Generationen zwischen 18 und 30 Jahren. Doch eine relativ neue bringt es ganz gut auf den Punkt: "Generation Global". Diese weltoffene und vernetzte Generation hat oft bereits mit Anfang 20 mehr von der Welt gesehen als ihre Großeltern in ihrem ganzen Leben.

Das führt zu einem, gänzlich neuen Selbstverständnis von Weltbürgertum, Nachhaltigkeit und Postmaterialismus - und zwar einem, von den wir alle etwas lernen können.

1) Sie sind vernetzt

Die Welt ist die Bühne der Generation Global. Sie pfeifen auf nationale Grenzen und damit verbundene Einschränkungen. Denn sie sehen Menschen in erster Linie als WeltbürgerInnen. Reisen wird dabei zum neuen Statussymbol, fixe Ankerpunkte wie ein Haus, Garten und Auto rücken eher in den Hintergrund. Und auch beruflich werden Hierarchien aufgelöst und stattdessen effektive Netzwerke von Menschen mit ähnlichen Zielen gegründet.

2) Sie sind weniger materialistisch

"Collect moments, not things." So lautet das Motto dieser Generation. Statt massenweise Dinge anzuhäufen, sammeln sie lieber Momente und Begegnungen. Anleitungen, wie man mit weniger Dingen leben kann oder Altes loswird, überfluten das Internet. Die Gemeinsamkeit: sie werden meist von jungen Menschen geschrieben, die keine Lust darauf haben, noch mehr Müll auf dieser Welt zu produzieren.

Future Day 2017

3) Die Welt ist ihnen nicht egal

Globale Probleme sind ihre Probleme. Klimawandel und Umweltverschmutzung fangen nämlich bei jedem Einzelnen an, und genauso kann jeder und jede Einzelne etwas daran ändern. Das ist die Philosophie der Generation Global, die statt in Wurschtigkeit zu versinken, lieber selbst anpackt. Bestes Beispiel: das Projekt "Ocean Cleanup" des erst 22-jährigen Boyan Slat, der die Weltmeere von Plastikmüll befreien will.

4) Und sie legen trotzdem sehr viel Wert auf ihre Umgebung

Nicht jeder, der oder die der Generation Global angehört, startet natürlich solch globale Initiativen. Stattdessen wird auch vor der eigenen Haustüre darauf geachtet, nachhaltig und umweltbewusst zu leben. Ob Urban Gardening, Radfahren, Carsharing, Lebensmittel-Sharing, offene Bücherschränke oder Repair Cafés: noch mehr Müll zu produzieren, ist gegen die Weltanschauung dieser Generation. Sie teilen lieber und achten darauf, welchen Fußabdruck sie hinterlassen. Und das Beste daran: Sie haben dabei jede Menge Spaß, denn das neue Hipster-Lokal um die Ecke wird natürlich sofort getestet.

5) Sie sind achtsam

"Gehen wir dorthin, wo das WLAN schlecht ist." Eine Generation, die mit dem Internet aufwächst, braucht auch Momente, in denen es nicht da ist. In denen sie abschalten können. Denn wenn man alle Möglichkeiten hat und immer überall gleichzeitig sein kann, erzeugt das Stress. Daher wird der achtsame Umgang - sowohl zwischenmenschlich als auch mit digitalen Medien - immer wichtiger. Etwas, das wir uns definitiv alle abschauen können.

Info: Der "Generation Global" Report des Zukunftsinstituts kann hier bestellt werden. Die AutorInnen Tristan Horx und Lena Papasabbas waren Vortragende beim "Future Day 2017".

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