5 Dinge, die alle Fasten-Anfänger wissen sollten

Wir haben mit einem Fastenarzt über die häufigsten Fragen und Irrtümer rund ums Fasten gesprochen.

Wer zum ersten Mal fastet, steht nicht nur ernährungstechnisch vor einer Herausforderung. Fasten bewirkt körperliche und geistige Veränderung - und sollte deshalb gut überlegt und vorbereitet sein.

Wir sprachen mit Fastenarzt Eduard Pesina, Präsident der gemeinnützigen österreichischen Gesellschaft für Gesundheitsförderung,über häufige Fragen und Irrtümer rund ums Fasten.

1. Welche Fastenmethoden sind für Anfänger geeignet?

Mittlerweile gibt es unterschiedlichste Fastenmethoden, die für jeden geeignet sind. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man allerdings zumindest beim ersten Mal unter professioneller Anleitung fasten, erklärt Pesina. Denn: "Man erspart sich, gerade beim ersten Mal, damit viele Umwege".

Danach, so findet auch der Experte, kann auch selbstständig gefastet werden. Einzig beim Heilfasten (mehr dazu im Erfahrungsbericht hier) sollte auch ein Arzt dabei sein.

2. Mit welchen gesundheitlichen Problemen bzw. Risiken muss man beim Fasten rechnen?

Grundsätzlich gilt: Wer gesund ist, sollte auch keine gesundheitlichen Probleme bei Fasten haben. "Beim Vorliegen von 'Wohlstandserkrankungen' ist allerdings sehr wohl eine Voruntersuchung durch den Hausarzt zu empfehlen", so der Arzt und Autor. Vor allem dann, wenn Medikamente eingenommen werden müssen, ist ärztliche Konsultation vor dem Fasten ratsam.

3. Wie oft sollte man fasten?

Der Fastenarzt empfiehlt, ein bis zweimal pro Jahr eine Fasten-Woche einzulegen. Dies sei sinnvoll und empfehlenswert für das körperliche Wohlergehen.

4. Muss ich mich auf das Fasten vorbereiten?

"Die Konsultation eines Arztes vorweg ist sinnvoll, vor allem bei bestehenden gesundheitlichen Problemen" erklärt der Fastenarzt. Wer eine Fastenwoche bucht, sollte sich auch mit dem Fastenbegleiter im Vorhinein abstimmen.

Warum? "Dabei sollen eine seelische Einstimmung, Anleitung zur Reduzierung der Nahrung und Hilfe bei der Schaffung von Freiräumen für diese Zeit erreicht werden".

5. Welche positiven Aspekte sind zu erwarten?

Fasten hat sehr viele unterschiedliche, positive Auswirkungen auf den Körper. Man kann diese in zwei große Wirkungsfelder (körperlich und psychisch) einteilen.

Körperlich nennt Pesina folgende Auswirkungen: Der Körper wird entschlackt, schlechte Blutwerte bessern sich. Außerdem sind eine Steigerung des Wohlbefindens, leichte Gewichtsabnahme und Ernährungsumstellung positive Folgen einer Fastenkur.

Und auch auf seelischer Ebene kann sich während einer Fastenwoche einiges tun: "Man legt mehr Ruhe und Aufmerksamkeit auf sich selbst, spürt die eigenen Bedürfnisse und Wehwehchen und verändert die eigene körperliche Wahrnehmung, so Pesina.

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