5 Anzeichen, dass du und dein*e BFF euch gerade auseinanderlebt – und was ihr dagegen tun könnt

Im Gegensatz zu romantischen Beziehungen enden Freundschaften oft schleichend. Wie man das vorab erkennt – und wie man Freundschaften retten kann.

Freundschaft

Im Kindes- und Teenageralter wart ihr unzertrennlich, ihr habt einander aufwachsen gesehen, wart lange dieses unzertrennbare Doppel und irgendwann merkt man: Es ist nicht mehr so wie es einmal war. Die Leben haben sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Während man früher bei jeder klitzekleinen Neuigkeit sofort die*den BFF angerufen hat, wird der Kontakt immer sporadischer – und selbst wenn man sich dann mal sieht, fühlt sich irgendwas anders an …

Im Gegensatz zu romantischen Beziehungen mit klarem Beginn und Schluss(machen), enden Freundschaften oft schleichend. Und keine Frage, es ist völlig normal, dass sich Interessen und Prioritäten über die Zeit verändern. Wie man merkt, dass die Freundschaft schleichend dem Ende zugeht, wenn nicht beide aktiv daran arbeiten? Diese 5 Anzeichen geben Aufschluss:

1. Die Pausen zwischen Treffen und Telefonaten werden immer länger

Man sieht, dass der*die BFF ständig Instastories postet, auf WhatsApp das letzte Mal vor 2 Minuten online war, aber selbst warte man auf eine Antwort oder einen Rückruf vergeblich? "Für viele Menschen ist es schwierig, ehrlich und direkt zu sagen, wie sie fühlen", so Psychologin Dr. Kim Chronister gegenüber HelloGiggles. "Auch wenn ich immer zu Ehrlichkeit raten würde, weiß ich, dass es für viele herausfordernd ist, zu sagen ‚Ich kann nicht mehr länger hören, wie du dich über deinen Freund aufregst‘ oder ‚Die vielen Nachrichten nerven mich!‘" Was in einer solchen Situation hilft: Anerkennen, dass man nicht immer die selbe Art von Kontakt haben muss, um eine Freundschaft zu erhalten und das Gespräch suchen, um gemeinsam einen neuen Weg der Kommunikation zu finden. Ständiges hin- und herschreiben hat im Teenie-Alter funktioniert, ist aber im heutigen Alltag viel zu stressig? Vielleicht telefoniert ihr künftig lieber einmal pro Woche ausführlich oder seht euch stattdessen regelmäßig auf 1-7 Spritzer.

2. Es fühlt sich plötzlich komisch an, wenn ihr euch seht.

Früher wusstet ihr gar nicht, mit welchem Thema ihr zuerst beginnen sollt und habt gegenseitig eure Sätze beendet - und mittlerweile ist das irgendwie anders. "Das ist ein eigenartiges Gefühl, weil beide unausgesprochen wissen, dass es gerade anders ist als früher aber man weiß auch nicht so recht, wie man mit damit umgehen soll", so Chronister. Aber auch, wenn es eine Überwindung ist: Ansprechen hilft und schafft eine neue Form der Verbindung. Das kann etwa sein: "Hey, findest du nicht auch, wir verhalten uns grade ganz komisch? Warum ist das so?" Außerdem: Vereinbart für das nächste Treffen nicht nur einen Kaffeeplausch, sondern eine gemeinsame Aktivität. So hat man quasi etwas zu tun und muss nicht ständig gezwungen nach Gesprächsthemen suchen.

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3. Ihr habt noch unausgesprochene Ungereimtheiten.

Als ihr noch mehr Kontakt miteinander hattet, wart ihr maximal zwei Tage aufeinander böse. Länger ging auch gar nicht, weil es dann schon wieder so viel neuen Gossip gab, den man der*dem anderen erzählen musst, dass man gar nicht anders konnte als sich wieder zu vertragen. Das ist heute anders und durch die längeren Kontaktpausen gibt es weniger Möglichkeiten zur Aussprache. Laut Chronister ist das ein ganz typisches Verhaltensmuster: "Viele können ihre Bedürfnisse nicht klar kommunizieren und werden dann indirekt und passiv aggressiv. So werden Grenzen der Kommunikation gesetzt, die indirekt eine Freundschaft beenden." Ihr wisst also schon, was jetzt für ein Tipp kommt: REDEN. Ansprechen. Sagen "Hey, ich fühl mich unwohl seit XY passiert ist. Das war für mich nicht in Ordnung. Könnern wir das bitte kurz gemeinsam aus der Welt schaffen?"

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4. Gemeinsame Zeit fühlt sich mehr nach Arbeit als nach Freizeit an

Es ist nimmer alles so lockerflockig einfach zwischen euch Beiden wie es das früher war? Das ist völlig normal, denn guess what: Freundschaften sind auch Beziehungen, ergo: Beziehungsarbeit. Beantwortet beide - gemeinsam oder jede*r für sich - ehrlich die Fragen: Was schätzen wir an unserer Freundschaft? Wie viel ist uns das wert? Wollen wir beide Beziehungsarbeit investieren und die Freundschaft am Leben halten - und wenn ja: Wie machen wir das?

5. Jemand anderes hat deine Position im Leben deiner*deines BFF eingenommen

Es ist eine schmerzliche Erkenntnis zu merken: Irgendwie scheine ich in deren Leben keinen Platz mehr zu haben. Aus neuen Freundeskreisen deiner*deines ehemaligen BFFs fühlst du dich ausgeschlossen, bei Inside Jokes kannst du längst nicht mehr mitlachen. Die Frage, die sich jetzt für euch beide stellt: Wollen wir einander trotzdem - in einer anderen Form der Freundschaft - im Leben haben oder nicht? "Trauergefühle sind an diesem Punkt ganz normal", so Chronister. "Trauern hilft bei der Heilung. Wünsche deiner*deinem ehemaligen BFF nur das Beste, das hilft auch dir im Prozess. Wenn ihr einander trotzdem noch als Freund*innen seht - nur eben nicht als beste Freund*innen - ist das schön. Findet eine neuen Umgang, eine neue Dynamik miteinander. Freundschaften verändern sich. Aber wenn eine Person durch die Veränderung der Dynamiken zu verletzt ist, gesteht euch das ein - und gebt euch Zeit zum Heilen."

 

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